totos Links verpacken
Yup. - toto, bitte mal anschauen, wie das jetzt gemacht ist.

Du kannst ja statt a, b, c auch sprechende Namen geben ..
Giotto hätte sich vielleicht schon als so etwas wie einen Künstler bezeichnet, hätte man ihm erklärt, was wir darunter verstehen (bzw. er hätte vielleicht sich als das 'erschaffende Individuum' gesehen), Duccio und Cimabue noch nicht, und erst recht nicht die byzantinischen 'Künstler' derselben Zeit.
Genau um diese Zeit herum beginnt das, was zum neueren abendländischen Kunstbegriff führt ... sehr interessantes Thema, aber ich fürchte, für die eigentliche Frage des Threads etwas OT, oder?
Das mit dem 'richtigen Augenblick', ergänzt um den 'richtigen Bilodausschnitt', ist das, was ein gutes Foto ausmacht - in Bressons Sinne, dem ich mich in aller Bescheidenheit anschließen möchte.
Ich halte seine Abgrenzung von der Kunst in keiner Weise für kokett, er meinte das so. Befasst euch bitte näher mit seinen Texten, seinen Bildern!
'Erschaffen' ist dir zu wenig? Ich finde, es ist der einzig mögliche, durchgängige Ansatz durch die Epochen und Kulturen:
Erschaffen
nicht für einen Gebrauchszweck, sondern ...
- zum Ruhme der unsterblichen Hatschepsut (ihr Totentempel in Deir el-Bahari)
- zur Demonstration der gottgegebenen Macht Athens (Parthenon-Fries)
- zur Demonstration der Macht des Glaubens (Tambourfresko mit Pantokrator in einer byzantinischen Kirche)
- als transzendenter Weg ins Nirvana (Borobudur)
... und als das Transzendente wegfiel ...
- zur Demonstration des Unterschieds von Sehen und Wissen (Kubismus, Picasso etc.)
- zur Feier des subjektiven, nichtgegenständlichen Ausdrucks (Jackson Pollock)
- zur Thematisierung unserer Bildvorstellung (Richter, graue Bilder ...)
Gemacht. Mit Konzept, nicht unbedingt mit Intention. - Warum nicht mit Intention? - Wegen dem alten Witz:
"Was wollen Sie uns mit dem Bild sagen, Herr Künstler?" - "Hätte ich was sagen wollen, hätte ich es gesagt. Ich wollte aber ein Bild malen." (oder so ähnlich, bin jetzt zu faul nachzusehen ...).
Gemacht oft auch einfach als Antwort in der Kunst-Diskussion der Richtungen und Positionen.
Jetzt sind wir doch mitten in der Diskussion des Kunstbegriffes.
Warum auch nicht, eigentlich ...
Aber ich persönlich würde die (meisten) Fotografen gerne aus der Kunst-Debatte ausnehmen.
Hungrige und sich deshalb jetzt abmeldende Grüße
Thomas