Ich freue mich sehr, dass ich nicht allein stehe mit meiner Zuneigung auch für Schnecken!
Bei den Gehäuseschnecken habe ich mal gerade geschlüpfte Babys beim Werkeln im Beet entdeckt - ihre Häuser waren noch ganz weich und fast durchsichtig. Sie waren gerade so groß wie ein Stecknadelkopf. Dann habe ich gelesen, dass die Kleinen erst durch Kalkeinlagerungen ihr Haus fest kriegen. Fressen sie dazu bestimmte Pflanzen oder winzige Steinchen oder wie muss man sich das vorstellen?
Bei den großen, roten Nacktschnecken bewundere ich oft, wie sie es bei so viel Verfolgung schaffen zu überleben. Eigentlich sind doch Nacktschnecken besonders schutzlos. Auch frage ich mich, wie sie als Jungtiere aussehen, ich kenne nämlich keine kleinen roten Schnecken.
Die Infos über Tigerschnegel finde ich total faszinierend - ich glaube, unser Garten hält es aus, dass ich versuchen werde, die bei uns einzubürgern.
Meine Erfahrung mit Schnecken ist, dass sie in unserem Garten zwar zahlreich aber nicht unmäßig vorkommen. Über mehrere Jahre hinweg habe ich beobachtet, dass sie nicht häufiger werden - eher abnehmen. Genauer gesagt scheinen bei uns die Gehäuseschnecken zuzunehmen und die Nacktschnecken abzunehmen. Es hängt vielleicht mit einigen Trockenperioden in den letzten Jahren zusammen und der Tatsache, dass wir kaum gießen. Auch verzichte ich weitgehend auf Pflanzen, die "Lieblingsfutter" sind: Delphinium oder Hosta waren das bei uns im Garten sowie Kürbis-Jungpflanzen.
In anderen Gärten, wo sie mehr verfolgt werden, scheinen sie komischerweise viel häufiger zu sein und viel mehr Schaden anzurichten. Dies mag aber auch damit zusammenhängen, dass diese anderen Gärten im herkömmlichen Sinn "gepflegter" und "aufgeräumter" sind als unser Garten. Da liegen keine welken Blätter unter den Sträuchern, abgeblühte Stauden werden sofort heruntergeschnitten, im Sommer wird jeden Abend gesprengt - während es bei uns eher eine Mini-Natur-Beobachtungsstation ist, die in manchen Teilen wenig bearbeitet wird.