endlich

...was hab ich dieses polygala gesucht

. im handel fand ich keine quelle. durch zufall stolperte ich über 1 angebot in ebay vor 2 jahren. bis es endlich soweit war, verging noch odentlich zeit + reger emailverkehr. die rede ist von
polygala paucifolia, das in den östl. wäldern der u.s.a. beheimatet ist. bei den amis "fringed polygala" oder "gaywings" genannt.
als ich die pflänzchen bekam, war ich erstmal tief enttäuscht, weil es sich um weiße, haarfeine + sehr zerbrechliche stängelchen mit 1-2 kleinen blättchen ohne jegliche wurzel handelte. ich mischte ein substrat aus humus (aus gesiebten häckselgut) mit toresa-holzfasern, steckte die winzlinge büschelweise hinein + hielt die töpfe relativ feucht. das ergebnis war bescheiden. nur in wenigen töpfen rührte sich nach langer zeit was. oberirdisch sah man nichts...lediglich in den töpfen, wo die stecklinge nicht eingingen, zeigte sich ein rhizom geflecht aus superdünnen weißen "fäden", einem pilzmycel nicht unähnlich. diese töpfe versenkte ich dann im garten in humosen boden, halbschattiger bis schattiger standort. ich glaube, dass dies der entscheidende punkt war, sonst hätte ich diese tolle pflanze womöglich verloren. ich vermute, dass dieses polygala einen mykorrhizapilz als partner benötigt. dieser scheint in meinem gartenboden, den ich über die jahre durch ständiges mulchen sehr gepflegt habe, vorhanden zu sein. 2006 zeigte sich außer ein paar stängeln mit ledrigen blättchen auch nicht viel. aber jetzt tauchen selbst in größerer entfernung von diesen pflanzen neue triebe auf...eines davon mit diesen herrlichen blüten

. was dieses polygala von anderen bekannten arten unterscheidet, ist das abspreizen der "flügelchen"..."flügelspannweite" bei diesem erstblühenden exemplar 3 cm, aber lt. lit. sollen die blüten 3-4 inch groß werden, was ~7-9 cm entspräche. außerdem handelt es sich im gegensatz zu den bekannteren polygala chamaebuxus + vayredae um ein staudiges gewächs. da sie sich offensichtlich jetzt bei mir im garten etabliert hat, hoffe ich natürlich dass sie viel rhizome macht

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ich vermute das die pilzabhängigkeit ein grund dafür sein dürfte, weshalb man dieses kleinod nicht im handel findet, weil es sich einer längerfristigen topfhaltung evtl. verweigert.