ja, Pizzateig ist wirklich eine Kunst!
Ich bin sicher, dass es eine Mischung aus Erfahrung, Geduld, besten Zutaten und dem richtigen Backofen ist, was einen Hefefladen von einer Pizza unterscheidet.
Bei den Zutaten: frische Hefe, Wasser Salz, ein wenig Olivenöl, eventuell etwas Honig und ganz ganz wichtig: das richtige Mehl!! Ich weiß jetzt nicht was Tipo OO ist, ich nehm immer Weizendunst (Dinkeldunst ist auch sehr gut geeignet). Und ich kaufs in der Mühle, nicht im Supermarkt. Das macht - jedenfalls bei der Mühle, bei der ich es kaufe - einen Unterschied. Und das Mehl ist auch nicht immer gleich. Ist eben ein Naturprodukt. Der Dunst kommt dem Gries schon sehr nahe und kann eventuell mit etwas Gries ergänzt werden. Die genaue Zusammensetzung mach ich eher nach Gefühl. Der Teig bleibt aber eher weich.
Dann muss der Teig ausreichend Zeit haben, zu quellen und den Kleber frei zu setzen. Am besten einen ganzen Tag lang kühl lagern (beim ersten Gärvorgang).
Beim Belag scheiden sich die Geister. Ich bin auch für wenige Zutaten, die nur dünn aufgebracht werden.
Beim Backen sind hohe Temperaturen am Anfang sehr wichtig. 250 Grad sollten es schon sein. Mir schmeckt sie am besten im Holzofen gebacken: hohe Hitze, Strahlungshitze vom Stein. Aber auch im normalen Backofen gehts gut, wenn man mit Ober- und Unterhitze arbeiten kann. Zusätzlich einen Pizzastein zu verwenden hat bei meinem Backofen keine zusätzliche Qualitätsverbesserung gebracht.
Ah ja, noch was vergessen: die sogenannte "Schwadengabe". Vor dem Einschieben für Dampf im Backofen sorgen! Aber nur soviel, dass es schnell verdunstet. Sorgt für eine krosse Kruste.
Also eigentlich ganz einfach. Wie alle wahren Genüsse!