Hallo zusammen,
ich habe nicht den ganzen Thread durchgeackert. Nach stressbedingter langer Abwesenheit und Minimalpflege durch einen Freund kann ich zu den Tomaten, gegenüber den Vorjahren, überraschend Erfreuliches berichten.
Gesät hatte ich ca. M-E 2 herum die vorgeblich resistente, normalfrüchtige Sorte von Kiepenkerl (Namen vergessen).
Völlig überteuert für 9 (!) Sämchen/Tüte . Eine Pflanze steht in dichter Wohnbebauung im Kölner Nordwesten, mindestens 1,5 Km entfernt von der nächsten Kleingartenanlage und damit mutmaßlichen Kartoffel- pflanzung. Sie hat mit Sicherheit keine Phytophtoraerscheinungen.
Dies gilt auch für eine daneben stehende Cherrytomate ohne Namen, die im Gartencenter als eine "veredelte" erworben wurde.
P.S. Alle Pflanzen stehen ungeschützt im Freiland.
Von den 5 Sämlingen, die in 2 km Entfernung in in einer Kleingartenanlage ausgepflanzt wurden, zeigen 4 keine Phytophtora.
Trotz ein wenig Erfahrung bin ich mir bei der fünften Pflanze unsicher.
(Welkeerscheinungen, teilweise leichte Blattkräuselung).
Diese 5 Pflanzen stehen unmittelbar neben einer ca. 10 qm - Pflanzung einer handelsüblichen Kartoffelsorte, deren vorjährige (sehr weiche) Überreste um den 20.05.07 herum in den Boden kamen.
Diese Kartoffeln sind noch nicht reif und haben zu diversen Vorjahren und Sorten zwar Krautfäule, jedoch vergleichsweise mäßig.
2006 war eine gekaufte Tomatenpflanze der o.a. Kiepenkerlsorte erst im Laufe des August (Regenmonat) erkrankt, hatte sich dann aber bis Anfang M 10 hinein als überlebensfähig erwiesen.
Heute habe ich die ersten Tomaten dieser Sorte gegessen. Fruchtfleisch leicht mehlig, tortzdem schnittfest. Geschmack und Aroma nach Familien- und eigenem Urteil mittelmäßig.
Leider handelt es sich bei der Sorte um eine F1-Hybride. Solche Sorten verwende ich gewöhnlich aus guten Gründen nicht. Aber die Verzweiflung bei den Tomaten hatte mich zu dem Versuch getrieben.
Trotz des Hybridcharakters werde ich eine Samenernte der Sorte versuchen. Möglicherweise ergibt sich bei den Nachkommen auch eine überdurchschnittliche Phytophtoratoleranz.