Bei mir tut sich ganz viel, nur nichts gutes. Wie jedes Jahr habe ich Anfang März gesät. Alle Samen sind gut aufgegangen, aber bei einem Teil sind die Keimblätter klein geblieben u nd die Blattränder biegen sich etwas. Bei den anderen sind die Keimblätter gross und sehe gesund aus, bei keiner Pflanze ist bisher der Ansatz für das erste normale Blattpaar zu sehen. Merkwürdigerweise handelt es sich bei den verkümmernden um die keimlinge, die als erstes aufgegangen sind und die ich immer besonders zeichne,um zu sehen, ob es sich dabei auch um die kräftigsten pflanzen handelt.Seit 20 Jahren säe ich eigene Samen der Cobea aus und habe noch nie Probleme gehabt. Diesmal habe ich ein anderes Substrat genommen, und zwar Kokoshum, weil Anzuchterde bei Raiffeisen nur in grossen Säcken zu haben war, die ich nicht brauche und weil auf Kokoshum von Neudorf steht, dass sich das Substrat auch zur Anzucht eignet und der kleine Ziegel für mich leichter zu transportieren ist. Es roch muffig, als ich es einwässerte, aber weil ich keine Erfahrung damit habe, kann ich nicht beurteilen, ob das normal ist. Ich habe heute die verkümmernden Exemplare herausgenommen und dabei festgestellt, dass alle sehr gut entwickelte Wurzeln haben, genauso wie die anderen, gesund aussehenden, bei einigen habe ich nachgesehen und sie ebenso wie die Kümmerlinge in gesiebte Komposterde verpflanzt, andere hatte ich nicht. Komposterde hätte ich auch zur Anzucht gehabt, aber sie gelten ja als zu nährstoffreich dafür. Aber meine Hauswirtin hat die Samen, die ich ihr gegeben hatte, in normale, vorgedüngte Balkonerde gegeben und ihre pflanzen gedeihen prächtig. Was kann bloss mit meinen nicht stimmen? Kann es am Substrat liegen? Ich bin ratlos, mit der Cobea habe ich noch nie Probleme gehabt, weder bei der Anzucht noch an den Planzen, sie sind immer supergesund ohne Ungeziefer oder Krankheiten, weshalb ich sie für meinen Balkon so schätze. Wer weiss etwas über solche Entwicklungsstörungen?
LG Olivia