@ Bernerrose
Meine Wintervorbereitungen betreffend bitte ich Antwort Nr. 11 nachzulesen. Zusammenfassend: nur Bodenbedeckung in mehreren Varianten. Das noch herunterkommende Laub obendrauf. Über den Kerbel werde ich doch noch Vlies legen und zwischen die ausdauernden Kräuter reichlich Laub.
Was den Lehmboden betrifft -ein paar Sätze ausserhalb des Themas werden erlaubt sein- ist zu sagen, dass ich die ersten etwa 15 Jahre mehr schlecht als recht gewirtschaftet und keine richtige Einstellung zu der Herausforderung gefunden habe. Aber irgendwann habe ich dann verstanden, dass sich mit dieser Bodenart sehr gut arbeiten lässt, wenn man die speziellen Eigenschaften berücksichtigt.
Lehmboden darf nicht austrocknen, also immer mulchen, Neusaaten mit Vlies abdecken. Selbstverständlich wird niemals umgegraben. Wer die obere Bodenschicht selbst versenkt fängt bei Null wieder an. Kompost natürlich so viel als möglich. Ich verwende für Gemüsebeete nur reifen, gesiebten Kompost der jedes Jahr auf jedes Beet kommt und leicht eingerecht wird.
Als Bodenverbesserung und Hilfe für alles verwende ich Steinmehl und zwar Urgesteinmehl, also keines aus kalkhaltigem Gestein. Es kommt großzügig in jede Saatrille und jedes Pflanzloch. Ich bin davon überzeugt, dass die Lehmanteile im Oberboden deshalb so mürbe und gut verteilt sind, weil sie durch das Steinmehl ihre Bindung verloren haben (wie beim Teig in der Küche auch).
Zur Bodenlockerung bei Aussaat und Pflanzung ziehe ich den Sauzahn ein Mal tief durch, das genügt für die Lockerung des Unterbodens. Durch diese behutsame Bearbeitung vermeidet man, immer wieder größere Mengen Lehmboden nach oben zu bringen und gleichzeitig Humus zu beerdigen.
Dank dieser Handhabung hat sich der Boden in den letzten Jahren in fruchtbare, gut zu bearbeitende Gartenerde verwandelt.
Aber wer weiss das schon, vielleicht wäre das von alleine auch passiert!?