Sich am Fett zu laben mochten nach schwerer Arbeit auch die Südländer.
Der musste nicht noch Kaelte und dazu Naesse kompensieren..
Wie lebt heute ein Büromensch im Norden?
Man kann alle die von bristlecone erwaehnten Gerichte modern nachempfinden. Einige *** Koeche tun das bereits. Auch die Hochkueche kommt nicht ohne Fett aus, das ist dann aber "besseres" , also nicht gerade ranziges Schweineschmalz.
Fliederbeersuppe zB gewinnt sehr, wenn man den Saft nicht endlos verduennt, die Kloesse aus Hartweisengriess und winzig macht, die alleraromatischten Aepfel dazu nimmt tja und eventuell auch nicht mit Kartoffelstaerke bindet, sondern mit Sago??? Natuerlich muss die Hausfrau dazu im Herbst geerntet und entsaftet haben oder auf dem Wochenmarkt fuendig werden.
Birnen, Bohnen und Speck lebt von der Ia Qualitaet der Zutaten, fade Birnen, strohige Bohnen und fetter Industriespeck ist schlicht eklig.
Die klassische Kochbirne ist nicht suess, aber sehr aromatisch.
Grosser Hans- dieser Kochpudding kann luxurioes sein, der Teig mit Butter hergestellt, Mandeln, allerbeste Rosinen und (feuchte) Backpflaumen (ala Prunes d"Argent) darein, Luxusspeck, vielleicht ein paar Stueckchen (klein, fein), Eischnee zum Auflockern und dann natuerlich Backobstkompott dazu, ebenfalls nicht die Originalsparversion (knallhart, geschwefelt), sondern die Leckerli Mischung aus dem Reformhaus oder ein selbstgemachter Fruchtsirup(viel Frucht-wenig Zucker).
Gruetzwurst ist allerdings ein schwerer Fall, aber auch da hab ich irgendwo ("September" in Kiel??) die Spezialanfertigung fuer das Lokal gegessen, also klein, der Speckanteil ganz fein durchgedreht, fettaermer und soooo lecker. Es geht also.
Jetzt knurrt mir der Magen...
Was bisher noch fehlte und was ich nicht so mag: Pfoertchen, vorzugsweise mit Stachelbeerkompott. Stachelbeerkompott(nicht suess) als Gemuese zu einer Speckscholle dagegen find ich sehr lecker.
PS
@bristlecone, ich werde mal das Gruetzwurstangebot analysieren, es muesste jetzt eigentlich schon welche geben. Ich erinnere mich, dass diese Wurst schon in Kronshagen einen anderen Namen trug, aber welchen?
