In meinem früheren Garten (auch Salzburg Stadt) hatte ich auf 100 qm 3 riesige alte Bäume, Birke, Linde, Erle. Mir gefiel das einerseits, weil der Garten dadurch nicht diese "Grünes-Handtuch-Optik" hatte wir die üblichen Kleingärten bei neuen Wohnanlagen. Die Bäume hätten nicht gefällt werden dürfen, so die Naturschutzauflagen. Allerdings sehen diese Auflagen nicht vor, daß die Bäume im Zuge der Bauarbeiten fachgerecht gestutzt und pfleglich behandelt werden. Mit dem Ergebnis, daß sie schwer geschädigt sich und die neuen Eigentümer sich mit den Folgen herumschlagen können. Wir mußten erstmal ein Vermögen zahlen, um die Bäume von entsprechenden Fachläuten so beschneiden zu lassen, daß uns nicht bei jedem Lüfterl die Äste auf den Kopf fallen. Von der Linde kam regelmäßig der Honigtau der Läuse runter, gefolgt vom Rußtaupilz, alles schwarz. Irgendwer ließ mal den Ausdruck "Lindenpech" fallen, ich dachte, das sei vielleicht spezifisch für den Baum, aber nein.
Im neuen Garten steht eine riesige Eiche, gleiches Problem. Laubkehren wäre mit wurscht, Schatten auch annehmbar, aber der Läusegatsch ist ein echtes Problem, und er ist - wie es aussieht - "hausgemacht". Daß der Baum geschädigt ist, wundert mich nicht, immer wenn ich tiefer gegraben hab, war da der Bauschutt. Darum haben sich aber jene, die verlangten, daß der Baum stehen bleibt (was ja absolut zu begrüßen ist), nix gesch... Nachbesserungen bei Bäumen dieser Größenordnung sind - vor allem in kleinen Gärten - mit erheblichen Kollateralschäden verbunden.