
Bekanntlich komme ich ja aus einer Stadt mit Baumschutzverordnung... die besagte seinerzeit sehr weise, dass Baeume so mal eben nicht gefaellt werden duerfen. Was uebrigens auch von Zeit zu Zeit aus der Luft ueberprueft wurde. Sie besagte aber auch, dass Der Eigentuemer mit aussagekraeftigen Bildern vorstellig werden konnte und dann eine Genehmigung zur Faellung ohne weiteres bekam. Gruende dazu waren z.B. die Schaedigung einer Mauer, oder eben die Verkehrssicherheit ect.
Passend dazu gab es auch eine hm, das pandon zur Bauvorschrift. Da wurde geregelt, in welchen Strassen welchen Baeume gepflanzt werden durften. Also als Strassenbaeume, meine ich. Das hatte sinnigerweise die Folge, dass nicht Riesenbaeume in engen Gassen standen - und eben die Bewohner nur noch mit kuenstlichem Licht ueberleben konnten.
Leben tu ich in einem Dorf eines anderen Bundeslandes. Es gibt hier noch Gassen ohne Buergersteig - uebrigens ein Luxus, den auch moderne Strassenzuege hier nicht haben. Statt dessen gibt es die Auflage der Gemeinde, in einer solchen (Einbahn!-) Strasse Baeume pflanzen zu muessen, wofuer man auch artig Buchten freigelassen hat. Dort pflanzte die Gemeinde z.B. Eschen. Aehm... die sind beileibe nicht handlich zu nennen. Mittlerweile hat das Muellauto so seine Probleme. Und da fragt man sich dann... ob man in Schildbuerga wohnt, gell?
Baum ja. Aber bitte mit Mass und Ziel.
Und ganz sicher gehoert dazu auch, dass man gelegentlich verwundert stutzt, wenn man neu angelegte Gaerten sieht. Zuweilen scheinen mir manche Neugaertner strenge Verfechter der einen oder anderen Extremhaltung zu sein. Da sieht man akribische Rasen- Pur Flaechen genauso wie halbe Waelder oder die Anpflanzung einer Haengeweide 30 cm neben der Auffahrt. Es mag an meinem fortschreitenden Alter liegen, dass ich mir wuenschte, man koenne seine Erfahrung weiter geben

Der Blick in den eigenen Garten zeigt daher bei mir einen Mittelweg: Die grosse haushohe Konifere, die das Solar verdeckte und die Regenrinne regelmaessig verstopfte ist fort geholzt. Aber ich habe eine ausgewachsene Sauerkirsche, zwei ausgewachsene Apfelbäum ( so der feuerbrand sie mir laesst) sowie 5 Jungobstbaeume und ein Quittenspalier ( was uebrigens gaaaanz toll geht). Das sind alles Baeume, die man mal eben umsaegen koennte ohne gleich einen Profi zu holen und andererseits ganz sicher oekologisch wertvolle Baeume.
Es geht also. In der Stadt wie auf dem Land.
Viele Gruesse
Sabine