Hallo, Zwerggarten,
so schwer zu bekommen sind diese Rosen, weil ihr Züchter einfach so vor sich hin züchtet, fürs pure Privatvergnügen und den historisch-gärtnerischen Erkenntnisgewinn. Und weil er sich - Privileg des Ruheständlers! - ausdrücklich nicht um die Kommerzialisierung/ Verbreitung/ Vermehrung seiner Sorten scheren mag.
Gegen Letztere hat er freilich nichts einzuwenden, er freut sich vielmehr drüber, wenn Leute sich für seine Sorten interessieren. Und so hat er mal "by the way" Vermehrungsprofis ein paar Mutterpflanzen aufs Gelände gepackt. Zum Beispiel Jean-Lin Lebrun in der Normandie. Der hat auch was vermehrt. Martin Weingart, der ebenfalls ein paar Pötte bekommen hat, übrigens auch! - einige Foristi haben davon profitiert.
Weingart wie auch Lebrun sind gute, gewissenhafte Profis: Beide wollten die Sorten vor der Aufnahme in ihr reguläres Vermehrungs-Angebot erstmal in Ruhe beobachten. Bei Weingart gerieten die Vibertsorten angesichts sonstiger Sortimentsfülle dann irgendwie aufs Nebengleis. Lebrun hatte mehr Sorten, mehr Pflanzen und den direkteren Draht zum Züchter - da lief's etwas anders.
Aber auch für Lebrun war's mit der Ruhe vorbei, als hier im Forum dieser Thread begann und mit ihm das Vibertrosenfieber

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Schwer zu bekommen sind die Rosen also, weil bisher nur ein einziger Vermehrungsbetrieb weltweit sich ihrer professionell annimmt. Und weil das ein kleiner Familienbetrieb ist, werden die produzierten und verbreiteten Stückzahlen noch längere Zeit sehr limitiert bleiben.
@Marcir:
Stimmt natürlich, das spielt mit: Diese Rosen sind so eigenwillig schön, dass man einfach was tun muss, damit sie unter die Leute kommen

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Schöne Grüße
Querkopf