Muß die Saat denn nicht am Stock bzw. in der Frucht ausreifen? Das wäre doch logisch!?
Man kann ja auch aus gekauften Tomaten die Samen nehmen und säen,
Einspruch!
Die meisten der zum Kauf angebotenen Tomaten entstammen einer industriellen Anzucht, und dort bedient man sich aller-allermeist der sogenannten Hybridensorten (F1-Generation). Hybriden bezeichne ich immer als eine "Kreuzung aus Wallachen". Diese Sorten sind NICHT erb-treu!
Erntest Du Saatkörner aus einer Hybridensorten, pflanzt sie ein, in der Hoffnung genauso eine schöne, stattliche Staude zu erhalten, wie im Vorjahr, kommt es zu einer mitunter bösen Enttäuschung. Was da wächst ist eine Pflanze der "Großeltern-Generation" Deiner Pflanze.
So kann es dann durchaus vorkommen, dass wenn zum Zwecke einer größeren Stabilität der angestrebten Hybridensorte, eine Buschtomate "eingekreuzt" wurde (wobei Hybriden ja nicht wirkliche "Kreuzungen" im herkömmlichen Sinne sind), Du statt Deiner Staude vom Vorjahr, - plötzlich eine Buschtomate im Garten hast...
Zum Thema Saatgutgewinnung.
Im Buch vom "Garten-Guru", John Seymour "Selbstversorgung aus dem Garten" (Ravenburger-Verlag, Ausgabe 1976) , steht unter dem Kapitel "Vermehrung" beim Punkt Tomatensamen folgendes:
" Sie sind leicht zu sammeln. Kennzeichne einiger deiner besten Tomaten und lass sie voll ausreifen. Dann erntest du sie,
schneidest sie auf und wäschst die Kerne aus dem Fruchtfleisch. Diese Samen trocknest du auf Zeitungspapier an einem warmen Platz.
Und ich denke mir mal, dass ich es genauso halten werde, wie der "alte Professor"...

LG
Sonja