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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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Autor Thema: Ein Anfänger züchtet Rosen  (Gelesen 78439 mal)

kaieric

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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #330 am: 15. Februar 2009, 17:12:23 »

*supi* :D

..natürlich blüht er!

.....korallenrot.. ;D ;)
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Ivarsbynkile

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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #331 am: 15. Februar 2009, 17:50:56 »

Jetzt kommen spannende Wochen und Monate für mich. :)
Will noch Algan kaufen und alles noch etwas damit beträufeln.

mein lieber (mann) frau, wo hast du denn dieses rezept her. ich kann mich erinnern, dass das stratifizieren in einem vogel- und mäusedichten kasten unter freiem himmel stattfand. stank auch bis in den himmel. dann wurde der ganze faule brei gewaschen und ausgesät auf saatbeete in reih und glied. wasserstoffper ;D kannten wir nur zum verdreckte wunden auswaschen. das erklär mir bitte noch mal. hast du in freiburg keinen balkon? ich denke da solltest du die töpfe aus dem treppenflur hinstellen. ich drück dir dennoch die daumen, geht aber nur wenn ich schlafe ;D vielleicht kann ich doch noch was lernen.
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Rudolf

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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #332 am: 15. Februar 2009, 21:09:12 »

*supi* :D

..natürlich blüht er!

.....korallenrot.. ;D ;)
Dann bekommt ihn marcir ;D
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freiburgbalkon

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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #333 am: 15. Februar 2009, 21:23:21 »

Jetzt kommen spannende Wochen und Monate für mich. :)
Will noch Algan kaufen und alles noch etwas damit beträufeln.

mein lieber (mann) frau, wo hast du denn dieses rezept her. ich kann mich erinnern, dass das stratifizieren in einem vogel- und mäusedichten kasten unter freiem himmel stattfand. stank auch bis in den himmel. dann wurde der ganze faule brei gewaschen und ausgesät auf saatbeete in reih und glied. wasserstoffper ;D kannten wir nur zum verdreckte wunden auswaschen. das erklär mir bitte noch mal. hast du in freiburg keinen balkon? ich denke da solltest du die töpfe aus dem treppenflur hinstellen. ich drück dir dennoch die daumen, geht aber nur wenn ich schlafe ;D vielleicht kann ich doch noch was lernen.
Hallo Rudolf, ist ja lieb, daß Du auch an meinen Hobbyzucht-Rosenvergnügen Interesse hast. Wie es im Erwerbsgartenbau läuft, habe ich natürlich gar keine Ahnung, aber bei mir stinkt nix. Und ich werde weder die Saat noch die Sämlinge in den Frost stellen! Ich habe mir im Planten-Forum einen sehr informativen aber ellenlangen und unübersichtlichen Faden durchgelesen, - hier der Link, falls Du mal zuviel Zeit haben solltest ;D - und dort haben sich "erfahrene" Hobbyzüchter ausgetauscht und es hat sich für mich die dort von eingen praktizierte Methode als sehr günstig herauskristallissiert. Stichwort Wühlmausbrutkasten. So benannt nach einem dortigen Forumsmitglied namens Wühlmaus, die sich das ausgedacht hat: Ich ernte die Hagebutten wenn sie reif sind, vor dem starken Frost, die Samen werden gründlich geschrubbt und in Wasserstoffperoxid-Lösung (3%ig) "gebeizt". Dann werden sie in die sauberen Frischkäsebehälter mit den Klarsichtdeckeln in Sand oder Anzuchterde (keimfrei) oder Gemisch daraus gesät. Das wandert schön platzsparend gestapelt in die Gemüseschublade des Kühlschranks bei 5 Grad für ca. 8 Wochen. Dann werden die Behälter wärmer und hell aufgestellt, ich habe dann die Deckel abgenommen, sonst hätte es zuviel Schimmel gegeben. Dafür feuchte ich die Behälter täglich an mit Wasser, das einige wenige Tropfen Wasserstoffperoxid enthält. Ich mach das mit einer großen Spritze, das hab ich mir selber ausgedacht, da kann man gut fein gezielt dosieren. Ich habe Erfolg mit dieser Methode, es keimt einiges, ich pikiere, sobald die ersten richtigen Blättchen (nicht die Keimblätter) im Ansatz erscheinen, ich hatte bis jetzt noch keinen einzigen Verlust. Eine Pflanze, die ich zu früh pikiert habe, kämpft noch, eine habe ich wohl zuviel gegossen, da sieht er Stil seltsam braun aus. ich fürchte Wurzelfäule, die Blätter sind aber noch schön. Die restlichen ca. 45 Pflanzen sehen alle sehr gesund aus. Nur der eine auf dem Bild von gestern ist in einem Topf, weil ich dahinein Saatreste vom letzten Jahr gekippt habe, die nicht gekeimt waren, die anderen Pflanzen werden in 0,4-liter-Klarsichtbecher pikiert, hab ich auch schon weiter vorne in diesem Faden ein Bild von gezeigt. Und die frisch-Pikierten gieße ich mit Algan an. Scheint Ihnen sehr gut zu bekommen und es stinkt überhaupt nicht im Treppenhaus!
Für mich ist diese Methode eigentlich sehr zufriedenstellend.
« Letzte Änderung: 15. Februar 2009, 21:25:52 von freiburgbalkon »
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Ivarsbynkile

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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #334 am: 16. Februar 2009, 12:22:56 »

Danke dir für die ausführliche antwort. werde mir jetzt noch ein labor bauen müssen ;D. ich habe mal versucht euer geschreibsel von anfang an zu verfolgen. da ich kein weibchen doch recht mühsam. hier bitte einige fragen:
wann sind die ersten pflänzchen gekeimt? (in welcher zeit)
wann sind nach dem bilden der keimblätter die triebstpitzen ausgetreten?
wann ahst du sie in die natürliche umgebung zum abhärten gestellt?
wie groß sind die rosen jetzt?
wie viele leben noch von ursprünglich 39?
wann waren die ersten blütenansätze?

Tipp! um die schimmelbildung zu verhindern sollte NIEMALS torf genommen werden., weil torf sich in der ersten stufe der zersetzung befindet. Also auf dem weg von der abgestorbenen pflanze zur erde (Kompostierung). Da wachsen sofort schimmelpilzsporen aus die sich auch nach sorgfältigem sterilisieren auch aus der luft niederlassen. Seramis ist ein steriles aus geschäumten ton hergestelltes material mit hervorragender wasserspeicherung! in welcher feinabstufung dies im handel ist um darin auch auszusäen weiß ich leider nicht. als ich in die lee(h)re ging,(Bot. Garten der Uni Münster 1958) hat mein damaliger Meister empfindliche Samen in Mitscherlichschalen(?) auf Aga Aga (ein Algensubstrat) ausgesät. Das wird glaube ich heute noch bei der Meristemvermehrung angewendet.
zudem mögen rosen keinen torf!!!!! ihr werdet natürlich in den gartencentern alle rosen im trofsubstrat finden, weil das am besten in maschinen zu verarbeiten ist. ich habe meine rosen (mobile bepflanzung) in ein lehm33%- ton15%- kompost33%- torf18% gemisch gepflanzt und mit langzeitosmokote gedüngt. da rosen nur wenige aber sehr lange wurzeln machen ist es wichtig tiefe töpfe mit geringer oberfläche anzuwenden. es gibt im fachhandel richtige rosentöpfe. mit dem gießen ist das so eine sache!!! der ewige streitpunkt zwischen meiner frau und mir. rosen wollen trocken und heiß stehen (volle sonne schadet nicht) und keine nassen füße! also die aus mutterinstinkt hervorgebrachte wasserumsogung kann ruhig mal unterbrochen werden. ist der topf mal ausgetroknet und will, weil torf, kein wasser aufnehmen, ein tropfen spülmittel im gieswasser und alles geht wie geschmiert.
ich habe dir noch ne mail mit den medalien geschikt. stelle die mal bitte rein ich grieg das nicht gebacken. ;D
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Rudolf

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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #335 am: 16. Februar 2009, 13:09:44 »

Danke dir für die ausführliche antwort. werde mir jetzt noch ein labor bauen müssen ;D. ich habe mal versucht euer geschreibsel von anfang an zu verfolgen. da ich kein weibchen doch recht mühsam. hier bitte einige fragen:
wann sind die ersten pflänzchen gekeimt? (in welcher zeit)
wann sind nach dem bilden der keimblätter die triebstpitzen ausgetreten?
wann ahst du sie in die natürliche umgebung zum abhärten gestellt?
wie groß sind die rosen jetzt?
wie viele leben noch von ursprünglich 39?
wann waren die ersten blütenansätze?

Tipp! um die schimmelbildung zu verhindern sollte NIEMALS torf genommen werden., weil torf sich in der ersten stufe der zersetzung befindet. Also auf dem weg von der abgestorbenen pflanze zur erde (Kompostierung). Da wachsen sofort schimmelpilzsporen aus die sich auch nach sorgfältigem sterilisieren auch aus der luft niederlassen. Seramis ist ein steriles aus geschäumten ton hergestelltes material mit hervorragender wasserspeicherung! in welcher feinabstufung dies im handel ist um darin auch auszusäen weiß ich leider nicht. als ich in die lee(h)re ging,(Bot. Garten der Uni Münster 1958) hat mein damaliger Meister empfindliche Samen in Mitscherlichschalen(?) auf Aga Aga (ein Algensubstrat) ausgesät. Das wird glaube ich heute noch bei der Meristemvermehrung angewendet.
zudem mögen rosen keinen torf!!!!! ihr werdet natürlich in den gartencentern alle rosen im trofsubstrat finden, weil das am besten in maschinen zu verarbeiten ist. ich habe meine rosen (mobile bepflanzung) in ein lehm33%- ton15%- kompost33%- torf18% gemisch gepflanzt und mit langzeitosmokote gedüngt. da rosen nur wenige aber sehr lange wurzeln machen ist es wichtig tiefe töpfe mit geringer oberfläche anzuwenden. es gibt im fachhandel richtige rosentöpfe. mit dem gießen ist das so eine sache!!! der ewige streitpunkt zwischen meiner frau und mir. rosen wollen trocken und heiß stehen (volle sonne schadet nicht) und keine nassen füße! also die aus mutterinstinkt hervorgebrachte wasserumsogung kann ruhig mal unterbrochen werden. ist der topf mal ausgetroknet und will, weil torf, kein wasser aufnehmen, ein tropfen spülmittel im gieswasser und alles geht wie geschmiert.
ich habe dir noch ne mail mit den medalien geschikt. stelle die mal bitte rein ich grieg das nicht gebacken. ;D

Was soll den heißen "kein weibchen"??? Findest Du Frauen zu geschwätzig?
Die meisten Fragen oben kann ich Dir nicht beantworten, da ich dieses Jahr zum ersten mal keimende Rosensämlinge habe. Ich habe sie wie gesagt aus den Frischkäsedosen in Plasikbecher pikiert. Da sie alle erst im Januar gekeimt sind, sind sie alle erst wenige Zentimeter groß und haben SELBSTVERSTÄNDLICH noch keine Blütenansätze. Im Herbst 2007 habe ich zum esten Mal eine Hagebutte aus gezielter Bestäubung ausgesät, da keimte erstmal nix, erst im Oktober 2008 ein einziger Sämling, das ist der im Tontopf. Ich kenn die Rosentöpfe, aber ich setze die aus Platz- und Kostengründen jetzt erstmal in die Klarsichtbecher. Abhärten werde ich meine Baby ab April oder Mai, ich laß das noch offen. Herr Wänninger, ein erfahrener Hobbyzüchter, setzt seine glaube ich erst nach der 1. Blüte raus (so sie denn im ersten Lebensjahr schon blühen). Muß ich noch überlegen. Es ist noch keine Sämling von meinen knapp 50 gestorben. Wie lange es dauerte, bis die ersten Blattspitzen nach den Keimblättern kamen? Hab ich nicht so genau drauf geachtet, jedenfalls ist die Wurzel dann noch nicht verzweigt und ca. 4 cm lang, so daß es nicht so schwer ist, zu pikieren. Wegen dem Gießen hast du völlig recht, da muß ich mich bremsen.
Ab Antwort 289 siehst Du meine Rosenbabies im Treppenhaus in Ihren Saatschalen und Klarsichtbechern.
Ich habe noch keine Mail wegen Medaillen bekommen.
Ich hoffe, alle Fragen sind beantwortet.
« Letzte Änderung: 16. Februar 2009, 13:11:08 von freiburgbalkon »
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Ivarsbynkile

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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #336 am: 16. Februar 2009, 17:58:25 »

Also jetzt bin ich voll überfordert. die ersten zwei fragen kann ich dir wirklich nicht beantworten. der grund? meine frau meint, dass männlein vieeel mehr ratschen als weiblein und auch noch über völlig uuuuninteressante temen. ;D
kannst du mir mal bitte die isonr des züchterbüchleins mitteilen, dann kann ich mir das im internet bestellen.
hast du nicht auch mal, ich finde das nicht mehr, ein buch von "Olbricht?" gesucht, antiquarisch? das interessiert mich auch!!!
übrigens, kannst du beim pikieren die pfahlwurzel ruhig 1/3 einkürzen!Das tut der rose nur gut. Zumindestens haben wir beim aufschulen der sämlingsunterlagen dies immer gemacht.
die mail müsste aber nun da sein. sie war ein bischen dick.
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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #337 am: 16. Februar 2009, 19:11:28 »

... übrigens, kannst du beim pikieren die pfahlwurzel ruhig 1/3 einkürzen!Das tut der rose nur gut. ...

naja, oder aber es tut dem platz im garten/auf dem balkon gut... ist nicht gerade diese dünne sämlingswurzel besonders empfindlich? später beim umpflanzen von jungpflanzen ist das einkürzen von wurzeln ja normal, aber bei sämlingen? ::)
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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #338 am: 16. Februar 2009, 20:33:54 »

hallo Rudolf, hab Dir schon wegen des Olbrich-Buches geantwortet, hat sich vielleicht überschnitten.
Das Büchlein von Franz Wänniger heißt Rosen zum Träume, ich habe keine ISBN-Nr. finden können. Da ich es praktisch auswenig kann ;D, kann ich Dir gerne meines senden. Ansonsten könntest Du ihm ein Mail schicken, hier ist seine Homepage, da stehen auch seine Kontaktdaten. Hier in diesem PDF kann man seine Rosen sehen.
Ich muß schon sagen, sehr schöne sind da dabei, vor allem weiter hinten im PDF, die Wänninger-Rose Sonnenschein paßt ganz in mein Farbschema, ich meine einen bräunlichen Schimmer am Außenrand der Blütenblätter zu erkennen ;). Aber auch die Wunschtraum, Zauberfee, Dr. Dorothea Endres und Badener Rosentraum könnten mir gefallen.
« Letzte Änderung: 16. Februar 2009, 20:46:10 von freiburgbalkon »
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Ivarsbynkile

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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #339 am: 16. Februar 2009, 21:55:28 »

umpflanzen von jungpflanzen ist das einkürzen von wurzeln ja normal, aber bei sämlingen? ::)

Gerade beim kleinen Sämling ist es wichtig, dass er viele kleine Wurzeln
macht. das kann er nur wenn er durch das Einkürzen dazu gezwungen wird. Keine Angst, die darf man als "Gärtner" beim heranziehen haben.
Nur die Harten kommen in den Garten. Der Spruch ist war.
« Letzte Änderung: 16. Februar 2009, 21:58:29 von Ivarsbynkile »
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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #340 am: 16. Februar 2009, 22:20:54 »

jetzt mal nicht übers Ziel hinausschießen ;). Die Minibabys haben z.T erst eine 1 bis 2 cm lange Wurzel, ach was sag ich, Würzelchen! Die kapp ich doch nicht! Auch eine 3 cm lange nicht!
Ansonsten hab ich das auch gehört, daß das Pikieren an sich förderlich für's Wurzelwachstum sein soll, weil man dabei eben, bei verzweigten Wurzeln oder langen Wurzeln, immer welche - versehentlich oder nicht - abreißt.
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Mary R.

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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #341 am: 16. Februar 2009, 22:25:06 »


wann sind die ersten pflänzchen gekeimt? (in welcher zeit)
wann sind nach dem bilden der keimblätter die triebstpitzen ausgetreten?
wann ahst du sie in die natürliche umgebung zum abhärten gestellt?
wie groß sind die rosen jetzt?
wie viele leben noch von ursprünglich 39?
wann waren die ersten blütenansätze?


Hallo Ivarsbynkile,

ich versuche mal deine Fragen zu beantworten.

-Wann sind die ersten Pflanzen gekeimt?
Ich verwende die Methode von Herrn Wänninger. Die Hagebutten werden mit den Stielen geerntet und in Töpfen gesteckt und mit einer Klarsichthaube bedckt. Diese Töpfe werden für 4 Wochen hell und kühl aufgestellt.
Anschließend die Samen puhlen und desinfizieren (Chinosol) und aussäen.
Die Aussaat schalen werden für ca. 4-6 Wochen an einen dunklen und kühlen Ort aufgestellt (ca. 6 Grad C).
Nach dieser Zeit werden sie hell und bei ca. 12 Grad C aufgestellt. Innerhalb
von ein paar Tagen keimen die ersten Sämlinge. Nach 4 Wochen ist das meiste gekeimt, manche brauchen jedoch länger z.T. keimen dann erst nächstes Jahr. Es kommt auch darauf an, welche Sorten du aussäst, manchmal dauert es einfach länger.

Wann sind die ersten Triebspitzen ausgetreten?
Ich denke, du meinst die ersten, meistens etwas verunstaltete Blättchen.
Sie erscheinen meistens innerhalb nach ein paar Tagen, wenn der Sämling
gekeimt ist. Manchmal dauert es auch länger.

Wann werden sie abgehärtet?
Kommt darauf an, wo man wohnt und wie das Wetter ausfällt.
Ich wohne in einer Weinbaugegend. Wenn Kälteeinbrüche kommen (Eisheilige, Schafskälte), stelle ich sie wieder rein. Kommt aber auch auf die Temperaturen an. In dieser Zeit schaue ich halt fleißig den Wetterbericht.
Letztes Jahr habe ich ab Mai die Sämlinge tagsüber für einige Zeit
geschützt rausgestellt. Als die Nächte dann auch wärmer waren,
ließ ich sie auch nachts draußen. Die Sämlinge bitte nicht ewig im
Schatten halten, das soll Mehltaubefall fördern (nach Rudolf Geschwind).
Vielleicht kannst du ja auch jemand aus dem Norden fragen, z.B. Dänemark,
da meine Klimazone garantiert wärmer als dein ist. 8)


Wieviel leben noch von ursprünglich 39 - bei mir waren es ca. 50-?
Verluste hatte ich unter 10%. Ich habe aber im Laufe des Sommers
kräftig aussortiert. Wenn sie kümmerten oder zu krank waren habe
ich sie aussortiert. Manche wuchsen bis zum Sommer toll und kümmerten
dann, andere waren Spätentwickler und liefen erst im August/September
zur Hochform auf.
Es überwintern gerade 15-20 Sämlinge, davon sind knapp 10 die besseren
Sämlinge. Im Frühjahr werde ich weiter aussortieren.

Wann waren die ersten Blüten?
Gekeimt sind sie zwischen 19.02. und Ende März. Die ersten Blüten hatte
ich Mitte Mai. Vom winzigen Blütenansatz bis zur offenen Blüte vergehen
noch ca. 3-4 Wochen. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass ab dem
5. Blattpaar Knospen gebildet werden können. Ich meine, es kommt ungefähr
hin.
Wann die Rosen blühen hängt auch von der Sorte ab. Die Louise Odier Sämlinge haben letztes Jahr nicht geblüht, auch einmalblühende Rosen
blühen erst im 2. oder 3. Jahr. Da muss man Geduld haben.
Die ersten Blüten enttäuschen manchmal und können sich aber noch ändern.
Mein heftigster Fall: 1. Blüte:weiß und einfach 2. Blüte: pink und gefüllt.
Es war aber die selbe Pflanze!

Welche Rosen möchtest du züchten?

Ich hoffe, ich habe dir ein bißchen weitergeholfen.

VG

Mary




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Mary R.

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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #342 am: 16. Februar 2009, 22:35:19 »

Hier noch ein Bild einiger Sämlinge. Alle Sämlinge haben
4-5 Blätter, sind z.T. unterschiedlicher Abstammung.



verschiedene Sämlinge



und hier noch ein "besonderer Sämling"
Sämling mit 4 Keimblätter und mehreren Trieben:



Klee-Rose

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Ivarsbynkile

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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #343 am: 17. Februar 2009, 16:35:31 »

Ansonsten hab ich das auch gehört, daß das Pikieren an sich förderlich für's Wurzelwachstum sein soll, weil man dabei eben, bei verzweigten Wurzeln oder langen Wurzeln, immer welche - versehentlich oder nicht - abreißt.

Du könntes fast aus meiner Familie stammen. Was habe ich meiner Geliebten schon alles erklärt, aber "weibchen" wissen fast alles besser.:-*Auch meine Gärtnertochter mußte aus fremder Hand in der Lehre erfahren, Vater hat recht. Ich versuche es Dir zu erklären:
Eine Pfahlwurzel wie der der Rose will tief nach unten. Biegst Du sie beim pikieren ywangsläufig um muß sie in eine für sie unnatürliche Richtung wachsen, was zu Stockungen und Verzögerungen führt.
Abgerissene Wurzeln haben keine glatten Wundränder und bilden deshalb an Wundstellen schlecht Kallus bzw. es fault dort.
Deshalb gilt diese Pikierregel für alle Sämlinge die aus ihrem Keimbett kommen. Rückschnitt der Wurzel oder Würzelchen um 1/3 und die oberirdischen Teile je nach Sorte um 1/2.
Warum? Die glatten Wundränder bilden sofort Kallus aus dem sehr schnell neue und zahlreiche Wurzeln wachsen. "Die Wurzelmasse verdoppelt sich im Gegensatz den NICHT gekürzten!"
Dadurch ist eine bessere Nahrungsaufnahme gewährleistet und ein kräftigerer Wuchs!
Die Einkürzung des oberirdischen Teiles hat die selbe Wirkung. Die Blattmasse wird größer durch die erzwungene Verzweigung, der Wuchs ist kräftiger, weil mehr Asimilationsfläche und dadurch auch mehr Stoffwechsel.
Die verwendeten Werkzeuge (Scheere oder Messer) sollen äußerst scharf sein um Quetschungen zu vermeiden und eine Desinfektion mit Spiritus nach jeder Pflanze ist förderlich um Infektionen von Pflanze zu Pflanze zu vermeiden.
Im festen Glauben, dass Du das sowieso nicht machst, erwarte ich Deine weiteren Erfolge ;D
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Rudolf

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Re:Ein Anfänger züchtet...
« Antwort #344 am: 17. Februar 2009, 21:04:16 »

Hier noch ein Bild einiger Sämlinge. Alle Sämlinge haben
4-5 Blätter, sind z.T. unterschiedlicher Abstammung.



verschiedene Sämlinge



und hier noch ein "besonderer Sämling"
Sämling mit 4 Keimblätter und mehreren Trieben:



Klee-Rose


ach schön, sieht ja ganz ähnlich wie bei mir aus! Ich hatte auch schon einen mit 3 Keimblättern und einer der weiße Keimblätter hatte, ich dachte schon, oh, ein Albino, die Rosenblätter waren dann aber normal grün.
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