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Autor Thema: Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung  (Gelesen 15512 mal)

Pimpinella

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung
« Antwort #180 am: 18. Juli 2008, 16:11:06 »

Oh, das beste sind die bunten Blümelein (Etagenprimeln) rechts im Bild.

Ich würde für mein Leben gerne mal einen richtigen japanischen Garten sehen.
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Lehm

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung
« Antwort #181 am: 18. Juli 2008, 16:26:48 »

Was die als Gärten bezeichnen, kannst du dir in jedem besseren Kieshandel zusammenstellen lassen.
Ist wie mit Sushi: Um Algenwickel macht sonst kein Volk so ein Theater.
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fars

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung?
« Antwort #182 am: 18. Juli 2008, 17:22:52 »

Die Folge sind dann solche Kitsch-Steinwüsten :-\

Das ist keine Steinwüste, sondern zumindest Feng Shui.

@Pimpinella
Es gibt einen recht authentischen jap. Garten in Leverkusen/Bayer Werke.

Einen authentischen chinesischen Garten gibt's in Frankfurt/Main.
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bristlecone

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Manfred

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung?
« Antwort #184 am: 18. Juli 2008, 18:37:33 »

Das ist keine Steinwüste, sondern zumindest Feng Shui.

Ist das nicht auch so eine europäisch verstümmelte asiatische Lehre? :-[
Besonders spannend finde ich all die Feng-Shui-Fuchcover mit Bilder von Gärten, die bis zum Foto gar nicht wussten, dass sie Feng-Shui sind...

Öffentliche japanische Gärten sind irgendwie ein Widerspruch in sich.
Bei irgendeiner dieser RTL (?) Gartenverunstaltungssendungen wurde kurz ein sehr attraktiver japanischer Betrachtungsgaraten in privater Hand gezeigt. Wenn ich mich recht erinnere, von einem deutsch-japanischen Paar.
Die Umbauopfer hatten sich einen japanischen Garten gewünscht. Um Ihnen das auszutreiben, hat man sie zu dem Paar gebracht. Dort wurde erklärt, dass so ein Garten allein der Betrachtung dient und wie viel Arbeit er macht. Also wie sehr er ihren sonstigen Ansprüchen an den eigenen Garten entgegen läuft.
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fars

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung?
« Antwort #185 am: 18. Juli 2008, 18:43:41 »

Besonders spannend finde ich all die Feng-Shui-Fuchcover mit Bilder von Gärten, die bis zum Foto gar nicht wussten, dass sie Feng-Shui sind...
Der Asiate hat das im Blut. Da ist jeder Garten Feng Shui.

Öffentliche japanische Gärten sind irgendwie ein Widerspruch in sich.


Es gibt durchaus "öffentliche" Gärten in Japan. So z.B. auch die Tempelgärten.

Ich finde die oftmals in Bildbänden vorgestellten Gartenbeispiele wunderschön. Man kann sich in der Betrachtung regelrecht verlieren. Nur haben möchte ich so einen Garten nicht. Ist mir zu sehr etepetete.
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SouthernBelle

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung
« Antwort #186 am: 18. Juli 2008, 19:23:12 »

Ich sags nochmal: es gibt auch in Japan nicht "den" japanischen Garten, sondern verschiedene Stile aus verschiedenen Zeiten und zu verschiedenen Zwecken.
Ein heutiger privater Garten, noch dazu in einem der Ballungsraeume ist notgedrungen winzig. Mensch, Leute, in Japan hab ich selbst Kirschbaeume fuer die kommerzielle Kirschproduktion auf winzigen Grundstuecken und unter einem Glasdach gesehen. Wie winzig die bewohn/kultivierbare Flaeche dort ist, kann man sich hier ueberhaupt nicht vorstellen (Melonen kosten dann eben auch Goldpreise, Spargel sind pro Stange ausgezeichnet und Kartoffeln im Supermarkt liegen im 3erPack).
Der Garten eines Beamten aus der Kaiserzeit in Kyoto war schon etwas groesser und daher anders gestaltet. Und Tempelgaerten oder kaiserliche Anlagen haben (etwas) mehr Platz.



« Letzte Änderung: 18. Juli 2008, 19:29:08 von CorneliaWesermarsh »
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Gruesse

Thomas

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung
« Antwort #187 am: 18. Juli 2008, 19:38:14 »

Hier noch ein Link zum 'Japanischen Garten' des Chemparks Leverkusen (aka Bayer), der allerdings in Wirklichkeit nicht 'japanisch' ist, sondern eher als ostasiatisch bezeichnet werden müsste. Sehenswert ist er trotzdem.

Liebe Grüße
Thomas
« Letzte Änderung: 18. Juli 2008, 19:39:35 von Thomas »
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Kaum macht man etwas richtig, klappt es auch.

Manfred

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung
« Antwort #188 am: 18. Juli 2008, 19:51:32 »

@Cornelia: Das ist denke ich den meisten klar. Aber der zusammenfassende Begriff hat sich halt einbebürgert. Die "großen" Hofgärten kommen zur Nachahmung für den Durchschnittsgeldbeutel eh nicht in Frage. Die kleinräumigen Typen kann man natürlich klassifizieren, aber die Übergänge sind m.E. fließend.

In den Fotobänden sind die Blinkwinkel sehr genau gewählt. Könnte mir gut vorstellen, dass mancher enttäuscht ist, wenn er vor Ort sieht, wie klein die Gärten sind und dass es auch weniger geniale Perspektiven gibt.

Die Seite hier finde ich gut. Durch die Überblickskarten kann man sich auch eine Vorstellung von der Größe machen.
http://learn.bowdoin.edu/japanesegardens/gardens/intro/index.html
« Letzte Änderung: 18. Juli 2008, 19:55:05 von Manfred »
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Acanthus

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung
« Antwort #189 am: 18. Juli 2008, 22:25:51 »

Schöne Seite, Manfred! :D
Es ist halt so wie mit vielem: Das, was hier von einer fremden Kultur ankommt, sind häufig nur einige wenige Aspekte davon bzw. Karikaturen, die durch Trends der Discounter (aus dem Baumarkt und der Geschenkboutique) dann noch verschlimmert werden.

Das zum Thema Algenwickel und Kiesel: Japanische Sushimeister und Gärtner würden sich mit Grausen abwenden, Lehm, wenn sie die hiesigen Produkte sehen würden.
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riesenweib

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung
« Antwort #190 am: 19. Juli 2008, 11:54:02 »

Cornelia, Manfred, danke für schilderungen & infos.

lg, brigitte
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will bitte jemand meine tippfehler? Verschenke sie in mengen. danke ;-)

SouthernBelle

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung
« Antwort #191 am: 19. Juli 2008, 20:32:04 »

Schoene Seite, Manfred!
Murin-an hatte ich bei dem etwas groesseren Garten im Hinterkopf.
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Gruesse

Manfred

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung
« Antwort #192 am: 19. Juli 2008, 20:59:06 »

Ich wünschte, ich würde eine vergleichbare Seite für die wunderbaren Mini-Gärten kennen, die sich in manchem Heim verstecken.
Leider auch in Büchern nicht so oft zu finden.

Sowas hier z.B.:
http://farm1.static.flickr.com/5/9690913_842044fd60.jpg?v=0
(Stream: http://flickr.com/photos/fjordaan/ (der hat noch mehr gartiges) )
http://farm1.static.flickr.com/152/353657326_ebd0955071.jpg?v=0
(Stream: http://www.flickr.com/photos/visualsalad/353657326/ (sonst nichts gartiges) )

Beide: Asakura Choso Museum - Yanaka, Tokyo


« Letzte Änderung: 19. Juli 2008, 21:11:37 von Manfred »
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riesenweib

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung
« Antwort #193 am: 19. Juli 2008, 21:03:28 »

Manfred, kannst Du noch den link zu den streams setzen?
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pearl

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Re:Gibt es "Trends" in der Gartengestaltung
« Antwort #194 am: 20. Juli 2008, 01:50:58 »

man kann nicht ernsthaft das für und wider asiatischer Gärten diskutieren. Sie sind da und auch hier und man kann sie schön oder gelungen finden oder sie können einen berühren oder das auch bleiben lassen.

Was Gärten in Asien an sich haben ist eine längere Gartentradition als wir sie haben und das sieht man diesen Gärten an. Alleen uralter Zierkirschen, greise Ginkgos mit diesen Auswüchsen wie Zapfen, wirklich alte Bonsai und ehrwürdige an Gerüsten gezogene und sorgfältig gestutzte Koniferen.

Was ich lächerlich finde ist, das kopieren zu wollen und für schnell vermarktbar zu halten. Geschaffen wurden diese gärtnerischen Kunstwerke ursprünglich um uns die Zeit vor Augen zu halten. Die Notwendigkeit für Kontinuität im Leben und die Behutsamkeit mit der man damit umgehen muss.

Erschrecken tut mich, dass diese bedeutsamen Dinge unachtsam verramscht werden.

Genauso erschüttert bin ich, wenn solche Maler wie Cesanne ihren Namen für total bekleckste Rosenzüchtungen hergeben müssen.

Solche Gefühle haben mit dem grundsätzlichen Pluralismus, dem ich in Gartenfragen und auch sonst anhänge nichts zu tun.

Im eigenen Garten ist alles möglich. Kunst und Kitsch und Minimalismus und Überschwang und Barock oder Moderne. Am liebsten sind mir Gärten, die die Biographie ihrer Gärtner wiederspiegeln. Unwohl fühle ich mich in Gärten, die zu viel von mir wollen, die anstrengend sind oder verlogen oder geheuchelt.

Die Kombination von Delbard Rosen mit Wolkenschnitt und schwarzwälder Geländer ist anstrengend. Diese Gartenbesitzer wollten von mir zu viel Bewunderung. Hatte ich nicht mit dabei.

Nackte Kiesflächen wie auf Friedhöfen sind anstrengend. Diese Gartenbesitzer wollen von mir, dass ich keine Spuren hinterlasse, keinen Dreck mache, kein Lebenszeichen von mir gebe und wollen mich nur in ihrem Garten, wenn ich ein sauberer und ordentlicher Mensch bin. Bin ich nicht. Mensch sein reicht mir.

Beth Chattos Kiesgarten ist eine Reise wert! Den Chinesischen Garten in Frankfurt kenne ich noch nicht. Nur die Rhododendronpflanzung im Palmengarten. Die fand ich gut gelungen mit den großen runden Granitsteinen.

Der asiatische Garten in Münzesheim ist auch liebevoll angelegt. Etwas schräg, etwas überladen und ein wenig ja-panisch aber in keiner Weise effekthascherisch, sondern eher expressiv, was ja nun weniger im japanischen Sinne ist.

Wunderbar ist es, wenn aus allen Teilen der Welt in den eigenen Garten das getragen und übertragen wird, was eine persönliche Bedeutung und einen Bezug zum eigenen Leben hat. Wenn man sozusagen zwischen den eigenen Erfahrungen und Erinnerungen jäten kann. Wirkliche Begegnungen mit Gartenmenschen finde ich überhaupt nicht anstrengend.
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