tomir, genau so ist es - ich habe es aus gb bekommen. 
Das hat nichts mit der Herkunft Großbritannien zu tun. Augustus ist in sehr vielen Gärten bzw. bei vielen Händlern virusbefallen. Die beste Methode, sich keine virösen Pflanzen zu holen, ist, sie genau anzuschauen. Auf dem Foto erkennt man schon recht gut, dass das Laub nicht gleichmäßig grün, sondern etwas streifig ist. Bei G. plicatus wirkt das Laub allerdings auch durch die Faltung im jungen Austrieb manchmal etwas ungleichmäßig. Virus erkennt man am besten, wenn das Laub voll draußen ist. Das ist übrigens auch ein (Haupt-)Grund, Galanthus nicht als laubfreie Zwiebel zu kaufen!
Virusfreie Pflanzen ansonsten virös im Handel kursierender Sorten kann man z.B. dadurch bekommen, dass man versucht, Pflanzen aus den ersten Jahren zu bekommen. Wenn man also weiss, wer z.B. eine Sorte entdeckt und wem zuerst weitergegeben hat, dann besteht eine Chance, in den "ersten Gärten" auf virusfreie Bestände zu stoßen, aus denen man weitervermehren kann. Das hat Joe Sharman z.B. bei Augustus und auch bei Trym getan. Er hat hoffentlich noch lange virusfreies Galanthus plicatus 'Augustus' und G. plic. 'Trym', welches ja immer als wenig wüchsig und heikel eingestuft wurde. Das wäre aber für ein G. plicatus eher untypisch und liegt vermutlich an dem Virus, der in den meisten gehandelten Pflanzen mitverkauft wird. Das 'Trym' von Sharman wächst sehr gut.
nun denn. es wird in meinem garten weiterexistieren und/oder irgendwann sterben, aber solange es blüht, werde ich nicht hand daran legen.
dann sehe aber zu das sich der Virus nicht verbreitet, ich würde es dann spritzen damit Blattläuse nicht den Virus übertragen.
Aber eigentlich sollten solche Pflanzen vernichte werden damit der Virus ausgerottete wird.
Pfui, Schäm dich Quercus. Das mit dem Spritzen ist keine gute Idee für diesen Zweck!

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Das einzig Sinnvolle, was man tun sollte, ist die Pflanze komplett zu vernichten. Der Boden muss bei Viren nicht ausgetauscht werden, da sie ja keine Lebewesen wie Pilze oder Bakterien sind und somit nicht im Boden, sondern nur in den Proteinen der Pflanzenteile vorkommen können.
Andere Vorgehensweisen sind meines Erachtens selbst für einen "Privatgärtner" kurzsichtig. Auch bei einer Pflanze, die schon mehrere Jahre virös im Garten blüht, kann jedes Jahr Virus auf andere Galanthus und sogar gattungsübergreifend versprengt werden. Der Schaden bleibt nicht nur im eigenen Garten. Solches Verhalten ist m.E. auch dafür verantwortlich, dass viröse Pflanzen in den Handel kommen und unter Umständen immer weniger gesundes Material zur Verfügung steht.
Außerdem steht schon in der Bibel:
Und wenn dich deine rechte Hand verführt, Böses zu tun, so hack sie ab und wirf sie weg! Es ist besser, ein Krüppel zu sein, als mit Haut und Haaren in die Hölle geworfen zu werden.
Ich finde, wir sollten konsequent denken und uns von dem trennen können, was langfristig Schaden bringen kann. Und es geht ja trotzdem "nur" um ein Schneeglöckchen...
Liebe Grüße von Iris