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Autor Thema: Was macht eine Staude zum "Kraut"?  (Gelesen 3239 mal)

oile

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Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« am: 15. September 2008, 07:15:57 »

Aus aktuellem Anlass (Muskatellersalbei) würde mich mal interessieren, nach welchen Kriterien eine Staude unter die "Kräuter" eingereiht wird. Ich selbst wäre nie auf die Idee gekommen, allerdings würde ich auch nie meine Pelargonien als "Kräuter" ansprechen.

Neugierige Grüße,
Susanne
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Bis jetzt ist alles  gut gegangen, sagte der Mann, als er am 12. Stockwerk vorbei fiel.

Lilo

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #1 am: 15. September 2008, 07:28:05 »

Staude ist ein weitgehenst botanischer Begriff, dabei handelt es sich grob gesagt um nicht verholzende, mehrjährige Pflanzen.

Kraut ist ein kultureller Begriff, damit sind Pflanzen gemeint, welche sich durch einen erhöhten Anteil wirksamer Inhaltsstoffe auszeichnen.

Ein Kraut kann eine Staude sein, wie Muskatellersalbei oder wie Beinweil. Es kann aber auch ein Kleingehölz wie Lavendel oder Thymian sein. Es gibt anuelle Kräuter wie etwa den Boretsch und auch regelrechte Bäume werden in den Kräuterbüchern aufgelistet wie etwa Holunder oder
Linde.

Das Kräuterforum ist im Verhältnis recht neu und ich habe seinen Sinn nie so ganz verstanden.



 
« Letzte Änderung: 15. September 2008, 07:30:48 von Lilo »
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oile

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #2 am: 15. September 2008, 07:37:25 »


Das Kräuterforum ist im Verhältnis recht neu und ich habe seinen Sinn nie so ganz verstanden.
 

Ich eben auch nicht. Demnach müssten besonders duftende Rosen auch im Kräuterforum abgehandelt werden? :-X
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Crambe

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #3 am: 15. September 2008, 07:44:36 »

Es gibt doch auch Kräuterbücher, in denen extra Pflanzen zusammengefasst sind, die sich zu Tees, Salben, Tinkturen, etc. eignen.
Das ist doch praktischer als sich durch die allgemeine Literatur zu wühlen, um z.B. Pflanzen für Tees zu finden.
« Letzte Änderung: 15. September 2008, 07:45:05 von Crambe »
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callis

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #4 am: 15. September 2008, 08:29:34 »

Zitat
Ein Kraut kann eine Staude sein, wie Muskatellersalbei oder wie Beinweil. Es kann aber auch ein Kleingehölz wie Lavendel oder Thymian sein. Es gibt anuelle Kräuter wie etwa den Boretsch und auch regelrechte Bäume werden in den Kräuterbüchern aufgelistet wie etwa Holunder oder
Linde.

Die erste Begriffsvewirrung ergibt sich schon bei der inhaltlichen Abgrenzung zwischen Kräutern und krautigen Pflanzen.

Nicht alle krautigen Pflanzen sind Kräuter im Sinne von

Zitat
Kraut ist ein kultureller Begriff, damit sind Pflanzen gemeint, welche sich durch einen erhöhten Anteil wirksamer Inhaltsstoffe auszeichnen.

Nicht alle Kräuter im obigen Sinne sind krautige Pflanzen, wie das Holunderbeispiel zeigt.

Es wäre bei 'Kräuterbüchern' sicher sinnvoller von genießbaren Pflanzen(teilen) zu reden und diese in Heil- und Küchenpflanzen zu unterteilen, wobei manche wiederum beides sein können.

Unter einer 'Kräuterfrau' wurde früher (vereinzelt gibt es sie noch heute) eine Frau verstanden, die unter bestimmten Himmelskonstellationen Kräuter zum Heilgebauch (für Gesundheit, Liebeskummer etc.) sammeln ging und je nach Verwendungszweck zusammenmischte oder -braute.

Bei einem privaten 'Kräutergarten' oder einer 'Kräuterspirale'
wird wohl eher an Küchenkräuter im Sinne von Gewürzen gedacht.

Ein botanischer 'Kräutergarten' kann auch oder nur Heilpflanzen vorführen.

Und woran denken wir bei den 'Unkräutern'?

Und worunter fällt das inzwischen gesamtdeutsche 'Sauerkraut' (bei Wilhelm Busch noch 'Sauerkohl')?
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brennnessel

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #5 am: 15. September 2008, 09:14:05 »

Der Untertitel dieses Forums
Zitat
Von Alraune bis Ziegenkraut Magie am Wegesrand, Erste-Hilfe-Kräuter und Zauberpflanzen für Stadtindianer und Kräuterhexen
verhieß anfangs mehr, als dann draus wurde, weil es Anwender auch von noch so bekannten und gebräuchlichen Kräutern sehr oft sattbekamen, Wirkungsweisen wissenschaftlich belegen zu müssen!
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Nina

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #6 am: 15. September 2008, 10:31:17 »

Kannst Du ein Beispiel benennen Lisl. Das kann ich mir hier im Kräuterforum nicht vorstellen. Hier gehört doch auch Zauberei und Magie hin.
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Lilo

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #7 am: 15. September 2008, 10:44:45 »

Bei den Kräutern ist es wie beim Obst. Obst gibt es als Stauden etwa Erdbeeren, als Anuelle wie Andenbeeren und als Gehölze.

Zieräpfel, Ebereschen und Apfelbeeren tauchen im Arboretum ebenso auf wie beim Obst und Hagebutten können bei den Rosen wie auch beim Obst erscheinen.

Man kann nicht so streng trennen.
« Letzte Änderung: 15. September 2008, 10:45:18 von Lilo »
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oile

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #8 am: 15. September 2008, 10:49:47 »


Man kann nicht so streng trennen.

Ja, ja, ja :D ! Dann muss man threads aber auch nicht rumschieben...
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Lilo

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #9 am: 15. September 2008, 10:51:42 »

Find' ich auch.
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Nina

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #10 am: 15. September 2008, 10:57:12 »

Da dürft ihr jetzt bitte keinem böse sein. Wir Mods haben da auch noch keine richtige Grenze geschoben und sind manchmal etwas unsicher was wohin soll.
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Wild Bee

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #11 am: 15. September 2008, 11:02:13 »

callis und alle, sauerkraut ist doch auch heilend und fállt unter weiskohl der die heilende wirkung auf sich hat,bei hautentzúndungen-magen zwólffingerdarm geschwúreund reumatische und neuroalgische beschwerden.
in kráuterbúchern die schon sehr alt sind úber 100 jahre sind werden auch báume angegeben die heilend sind ,ich denke das es schwierig ist ein kráuter buch zu finden wo holunder nicht dabei ist und ich finde mit recht,die meisten pflanzen sind heilend natúrlich mit aussonderungen ;)
LG,Lisa
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Nina

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #12 am: 15. September 2008, 11:07:55 »

Es geht natürlich immer um die Intention des Schreibers. Möchte ich über eine Pflanze als Zierpflanze oder über das Wuchsverhalten, Standort (-> Stauden) sprechen oder über die Heilwirkung (-> Kräuter), über kulinarische Qualitäten (-> Gartenküche).
Das weiß der Threadstarter natürlich meist am Besten.
« Letzte Änderung: 15. September 2008, 11:08:17 von Nina »
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uliginosa

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #13 am: 15. September 2008, 11:09:01 »

Kräuter im Sinne des Kräuterforums, egal ob ein- oder mehrjärig, verholzt oder nicht, zeichnen sich durch einen (höheren) Gehalt an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen aus. Dazu gehören u.a.

Ätherische Öle (z.B. Lavendel, Thymian, Zitronenmelisse, duftende Rosen)

Senfölglycoside (z.B. Schwarzer und Weißer Senf, Knoblauch, Küchenzwiebel)

Herzglycoside (Maiglöckchen, Fingerhut)

Saponine (Seifenkraut, Primel, Kastanien)

Flavonoide (Arnica, Birke, Kamille, Holunder, Linde ...)

Alkaloide (Eisenhut, Herbst-Zeitlose, Bilsenkraut, Kalifornischer Mohn ...)

Hier im Forum interessieren wohl vor allem Küchenkräuter, Heilkräuter, die zu Tee verarbeitet werden können und alles was duftet, oder gut aussieht - wie der Muskatellersalbei, auch wenn der Geruch eher unangenehm ist! :D
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Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli

Garten-anna

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Re:Was macht eine Staude zum "Kraut"?
« Antwort #14 am: 15. September 2008, 11:32:27 »

Eine Pflanze wird als Kraut bezeichnet, wenn sie zum Würzen oder zu medizinischen Zwecken verwendet wird. Sauerkraut stammt aus dem süddeutschen und wird ansonsten als Sauerkohl bezeichnet.
Liebe Grüße Anna
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