Seit gestern ist wieder alles anders. War ich im vergangenen Sommer noch mit mir übereingekommen, keine Rosen mehr zu pflanzen, so kann ich dafür nun, seit ich das Buch von der Post geholt habe, nicht mehr garantieren. Sie ist wieder da, die Leidenschaft, die mit Christine und den Fotos von ihrem Garten ihren Anfang genommen, mit den Jahren jedoch unter den Anforderungen der Realität etwas an Feuer verloren hatte. Um es kurz zu machen: seit gestern plane ich wieder

Zum wirklichen Lesen bin ich noch kaum gekommen, weil die Fotos so überirdisch schön sind, daß man nicht aufhören kann zu blättern - über 350 große, liebevoll gestaltete Seiten lang. Und obwohl ich nicht daran gezweifelt habe, daß da etwas Besonderes entstehen würde - die Grande Dame der Zunft gewissermaßen und zugleich Fotokünstlerin -, übertrifft das Buch bei weitem meine Erwartungen.
Zu jeder Rose gibt es eine ausführliche, sehr persönliche Beschreibung und am Ende den Steckbrief, wie man ihn von der
Rosenmeile kennt: Blüte - Farbe - Duft - Laub - Stacheln - Früchte - Höhe - Frosthärte - Klimazone.
Soweit ich das verfolgen konnte, waren vergleichende Studien und Forschung immer schon Christines besonderes Anliegen, die Ergebnisse dieser jahrzehntelangen Arbeit bereichern das Buch ebenso wie kleine Geschichten und Historisches, letzteres besonders im Kapitel
"Rosenschreiber" in alter Zeit. Hintergründe und Lebensbilder, für das eine Fülle an Material zusammengetragen wurde.
24 Seiten Anhang - Quellen, Literatur, Rosenregister, Personenindex, eine Übersicht über Informationsseiten und Vereine im Internet und Anbieter Alter Rosen, nicht zuletzt ein ausführlicher Dank, eine heutzutage kaum mehr übliche Geste des Autors - ein Buch, wie man es sich nur wünschen kann, aber auch hochgradig gefährlich. Ich meine nur, wegen dem Virus
