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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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Autor Thema: Kamillebad für Samen?  (Gelesen 2043 mal)

Pinguin

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Kamillebad für Samen?
« am: 04. Februar 2009, 13:03:55 »

ich habe bei den Chilis gelesen, dass recht oft empfohlen wird, die Samen über Nacht in Kamillentee einzuweichen, um die Schale weicher zu machen und Bakterien vor der Aussaat abzutöten
- bei welchen (Gemüse-)Samen funktioniert das noch?
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LG Pinguin
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Jay

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #1 am: 04. Februar 2009, 13:36:22 »

Für Kürbisgewächse habe ich gelesen, soll man anstelle von Kamillebad, Milch nehmen.
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brennnessel

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #2 am: 04. Februar 2009, 13:41:28 »

bei bohnen habe ich keine so gute erfahrung mit viel baden machen können. die faulen da manchmal ehe sie keimen.
verdünnten kamillentee kann man auch den sämlingen und jungpflanzen ab und zu im gießwasser spendieren.
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Susanna

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #3 am: 04. Februar 2009, 14:00:01 »

Samen von auberginen und Tomaten kann man auch darin einweichen.
Ausserdem fällt mir noch Andenbeere ein.

pfiade
Susanna
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macrantha

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #4 am: 04. Februar 2009, 14:56:02 »

Habt Ihr auch festgestellt, dass dann mehr Keimlinge erscheinen? Oder isses mehr ein "Schaden kanns nicht"?
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WernerK

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #5 am: 04. Februar 2009, 15:09:14 »

ob mehr Keimlinge erscheinen kann ich schlecht sagen, dazu müßte man ja einen Vergleich machen. Aber nach meiner Erfahrung keimen die Chili, Paprika und Tomaten gleichmäßiger, bei meinen Cilis und Paprika hatte ich eine Keimquote von 80 Prozent, bei den Tomaten von mindestens über 70 Prozent.
Ich werde meine Samen auch in Zukunft vor der Aussaat in Kamilentee mit etwas Salzzusatz baden.

Gruß Werner
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Pinguin

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #6 am: 04. Februar 2009, 15:27:29 »

danke, das ist ja spannend! :D
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anja1411

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #7 am: 04. Februar 2009, 16:48:55 »

Hallo. Ich schwöre auf meinen Schwarztee. Habe aber auch schon von vielen mit Kamilletee gehört und gelesen, da gibt es wohl keine Unterschiede. Wenn Du ohnehin recht frisches Saatgut hast, dann weiche ich nur ein, damit es schneller geht. Du verkürzt die Keimzeit durch das Einweichen enorm. Wenn es sich um älteres Saatgut handelt, gerade bei Chili/Paprika, dann erhöht sich auch die Keimrate, denn gerade altes Saatgut ist oft schon sehr hart und ausgetrocknet. Die Samenhülle wird weich durch den Tee und der Sämling hat es somit erheblich leichter.
Liebe Grüsse
Anja
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brennnessel

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #8 am: 04. Februar 2009, 17:01:51 »

ich säte meine für dieses jahr geplanten 6 sorten am 25.1. aus, nachdem ich die fünf sorten mit vorjährigen oder älteren samen erst einen halben tag in molke einweichte, die ich zufällig hatte, weil ich topfen (quark) bereitet hatte. nur eine sorte (romeo) nahm ich frisch aus einer frucht und säte diese ohne einweichen.
sie keimten alle ab dem 5. tag (kann ihnen nicht gleichmäßige bodenwärme bieten). ich bin sicher, dass die getrockneten "alten" samen sonst länger gebraucht hätten!
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macrantha

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #9 am: 04. Februar 2009, 17:13:58 »

Dankeschön - dann werden meine letztjährig gesammelten Tomatensamen auch eingeweicht (aber erst in 2 Monaten).
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knorbs

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #10 am: 04. Februar 2009, 18:01:51 »

vorweg...ich bin kein gemüseausäer, aber das wissen eh die meisten hier ;D. ich will euch auch euere diversen "badezusätze" nicht ausreden, aber gebe mal folgendes zu bedenken: gemüsesamen muss im gegensatz zu den mir vertrauteren kaltkeimern aus dem bereich der wildstauden relativ zeitnah keimen, macht ja sonst keinen sinn.

was muss denn im samen ablaufen, damit er keimt? das wird im gemüsesamen nicht viel anders ablaufen als bei den wildstauden...durch die samenhülle muss wasser eindringen, damit die enzyme in gang gesetzt werden können, die die eingelagerte stärke in zuckerverbindungen aufspaltet + diese erst dann vom embryo als energiequelle genutzt werden können (mit der stärke kann er nichts anfangen). diese prozesse werden durch wärmeeinwirkung forciert, der samen keimt je nach temperaturverlauf mehr oder weniger schnell. da ich annehme, dass im gemüsesamen nicht noch zusätzlich keimungsverzögerer wie z.b. die abscisinsäure abgebaut werden muss (z.b. durch kälteeinwirkung beim stratifizieren wie bei den kaltkeimern), sind m.e. außer wasser + wärme keine "mittelchen" nötig um die keimung zu befördern. ob eine desinfizierende wirkung durch "badezusätze" wie z.b. kamillentee tatsächlich die vitalität der auflaufenden sämlinge erhöht, bezweifle ich. bis zum erscheinen des keimlings ist der samen im substrat schon längst wieder "besiedelt". das sameninnere ist, solange die samenhülle noch nicht durch die austretende keimwurzel perforiert ist eh frei von schädlichen bakterien oder pilzen. die probleme treten erst beim wachsen im substrat auf + bis dahin sind die vermuteten desinfizierenden effekte durch diverse badetees schon längst dahin, wenn es sie überhaupt gab.

also wenn sowas propagiert wird, dann bitte kontrollaussaaten mit unbehandelten saatgut aus der gleichen charge unter gleichen kulturbedingungen. wenn dann in den töpfen mit behandelten samen signifikant mehr keimlinge erscheinen sollten, könnte man vermuten, dass das baden in irgendwelchen zusätzen tatsächlich was bringt.
« Letzte Änderung: 04. Februar 2009, 18:06:21 von knorbs »
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z6b
sapere aude, incipe

Wiesentheo

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #11 am: 04. Februar 2009, 18:01:58 »

Ist ja interessant.Ich hab das noch nie gemacht.Werde es aber auch Mal probieren.
Irgendwo in der Freyburger Ecke hab ich Mal gehört,dass da jemand seine Samen in Federweißen beizt.Normal ist das ja zum trinken.Ob das was hilft,weiß ich nicht,jedenfalls schwört er drauf und macht sich die Arbeit und tut seine Samen in diese Flüssigkeit.

Frank
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Der Vorteil der Klugheit besteht darin,dass man sich dumm stellen kann. -  Umgedreht ist das schon schwieriger.

max.

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #12 am: 04. Februar 2009, 18:10:44 »

ich quelle manche samen höchstens über nacht in wasser vor, um die keimung zu beschleunigen. das genügt. an die diversen zusätze muß man halt glauben...aber schaden wird das wohl nicht.
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rosetom

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #13 am: 04. Februar 2009, 18:16:50 »

durch die samenhülle muss wasser eindringen, damit die enzyme in gang gesetzt werden können, ...
... sind m.e. außer wasser + wärme keine "mittelchen" nötig um die keimung zu befördern.

D.h., dass es völlig genügen müsste, die Samen in Leitungswasser einzuweichen, um den in den oberen postings beschriebenen gewünschten "Aufweicheffekt" zu erreichen.
Tut´s jedenfalls bei den Hem-Samen - also warum nicht auch bei Paprika.




edit: max, unsere Einträge haben sich überschnitten - ich bin ganz deiner Meinung.
« Letzte Änderung: 04. Februar 2009, 18:18:15 von rosetom »
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tomatengarten

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Re:Kamillebad für Samen?
« Antwort #14 am: 04. Februar 2009, 19:05:05 »

Zitat
D.h., dass es völlig genügen müsste, die Samen in Leitungswasser einzuweichen, um den in den oberen postings beschriebenen gewünschten "Aufweicheffekt" zu erreichen.

der begriff leitungswasser irritiert derart,

weil ich im winter eigentlich nur das wasser zum giessen nutze, das aus der internen wasserversorgung aus dem rest-grubenloch nebenan kommt.

vielleicht hilft aber auch die chemie, die aus der wasserleitung des angepriesenen oertlichen netzes kommt mal - und hat einen positiven aspekt ;)
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