An dieser Stelle sie mal klar gesagt, dass es möglich ist, einen Gemüsegarten ohne Tomaten anzulegen. 
Irgendwo las ich mal: Ein Leben ohne Katze ist möglich, aber es macht keinen Spaß.
Also ich gönne mir Tomaten im Gemüsebeet und Katzen im Bett.
Heuer habe ich zum ersten Mal rote Rüben angebaut. Ein paar zu dicht gesäte wurden bereits gerupft und verkostet - köstlich, wieso habe ich mir das bisher entgehen lassen? Und was mir an den roten Rüben auch noch gut gefällt: sie wachsen unter den großen Blättern der Zucchinis, das Beet ist also doppelt belegt.
Mit den Kürbissen schaut es leider diesmal nicht so gut aus, die wurden von ihrer Beipflanzung aus Ringelblumen fast erstickt. Jetzt sind die Ringelblumen untergegraben, aber die Kürbispflanzen sehen im Vergleich zum Vorjahr doch noch sehr mickrig aus und bekommen gerade erst Blüten. Da muß ich auf einen langen warmen Herbst hoffen, damit das noch was wird mit den Hokkaidos und Butternuts.
Erstmals hat sich eine Nacktschnecke in mein Gemüsebeet innerhalb des Schneckenzauns geschlichen. Offensichtlich habe ich sie mit einer gekauften Aubergine-Jungpflanze eingeschleppt. Dass sie irgendwo wütet, war mir aufgrund der zerbissenen Blätter klar, nur wo? Gefunden habe ich sie jetzt, nach Wochen, endlich: fettgefressen hat sie es sich im ersten erntereifen Paprika gemütlich gemacht.
An den Auberginenpflanzen hängen die ersten Früchte, nachdem ich aber viele verschiedene Sorten (rosafarben, weiß, lilagestreift etca.) gekauft habe, weiß ich nicht, ob sie schon erntereif sind. Nächstes Jahr dann vielleicht doch wieder die obligaten dunkelvioletten, mit denen kenne ich mich besser aus.
Nachdem ein Spätfrost im Mai meine liebevoll vorgezogenen Stangenbohnenpflanzen vollständig ruiniert hat, mußte ich Ende Mai nochmal nachsäen. Jetzt gibt es endlich die ersten frischen Fisolen, aber so richtig in Gang kommt die Sache noch nicht. Die Blüte dürfte durch das schwülheiße Wetter beeinträchtigt werden.
Tomaten ernten wir seit Anfang Juli, da haben die Hitzewellen in Wien gute Arbeit geleistet. Eine von 8 verschiedenen Sorten hatte Blütenendfäule. Eine Handvoll Steinmehl und ein wenig Flüssigdünger hat da rasch Abhilfe geschafft. Mich wundert es, dass nur Pflanze diese Krankheit hatte, da doch alle die gleichen Bedingungen haben.
Liebe Grüße, Barbara