Bei mir haben sie in Ermangelung von Kohl vor 2 Jahren mal die ganze Kappuzinerkresse skelettiert. Wußte gar nicht, daß sie auch damit Vorlieb nehmen.
"Schatzsuche"
Ich habe mir diese Woche mal gemerkt, was ich in dem neu gepachteten alten ehemaligen Gemüsegarten in den letzen 3 Wochen so an "Schätzen" gefunden und ausgegraben habe.
Harmlos:
Berge von kleineren bis kleinsten Schieferplatten. (Da steht an der Grenze eine uuuuralte Bruchsteinmauer aus Schiefer, die langsam vor sich hinbröselt). Manche der Platten zerfallen bei Berührung fast zu Staub. (Kann man eigentlich den zerbröselten Schiefer gezielt für was nutzen?)
Rätselhaft:
Reichlich Glasscherben, Tonscherben, Keramikscherben, Porzellanscherben. Wer hat da irgendwann mal was verbuddelt, um alles in der Welt? Finde ich womöglich noch nen Schatz. Verbogene angerostete Suppenlöffel aus Blech? Gibts auch..
Verwunderlich:
Wo kommen die Hähnchen?- Knochen her? Hä? Ein komplett verrostetes bröseliges Teil eines schweren alten Metallrohres. Ein meterlanges Stück rostiger alter Stacheldrahtzaun. *aua!*
Hier im Garten zeigt sich reichlich Vergangenheit, aber welche bloß?
Aber egal. Der Boden ist wirklich super! Leicht, locker und gut zu bearbeiten. Die ersten geernteten Radieschen sind dick und fett, sie haben lecker geschmeckt. Die spät gesetzten Kartoffeln gucken aus der Erde, die quadratmeterweise Brennnesseln in den Ecken haben zu meinem Leidwesen immer noch keine Schmetterlingsraupen und ein Hausrotschwänzchen sitzt auf dem Handgriff der Grabegabel mit 2 m Abstand zu mir und wippt erwartungsvoll mit dem Schwanz. Was ich für es zum Fressen an Getier so ausbuddele. Es kommt täglich.
Ein Zweitgarten für Gemüse hat was.