Das empfinde ich ganz genauso.
Ich habe oft das Gefühl, das in den Gärten, die sozusagen mit Mutterboden aufgefüllt bei Null starten, auch die neuen Pflanzen Mühe haben sesshaft zu werden. Da gibts einfach nur dass, was man selbst eingepflanzt hat, es wirkt immer ein bischen künstlich.
Der Mittelweg ist es. Ich habe gern bestimmte Beet auch sehr ordentlich, z.B. Kräuter, Rosen und liebe aber die Zufälligkeit, die mit in o.g. Gärten einfach fehlt. Da gibt es keine Ecke Vergissmeinnicht oder Männertreu in der Wiese, und keine Silbertaler im Gebüsch, keine Nachkerzen oder Königskerzen um die man vorsichtig mit dem Rasenmäher rumfährt, wenn sie mitten in der Wiese eine Insel bilden. Naja, jeder nach seiner Fasson eben.
Ich würde wahrscheinlich auch keinen Kirschlorbeer pflanzen, der soll für die heimische Tierwelt genauso nutzlos sein, wie Thuja und die Pflege ist intensiv, weil man keinen Heckenschnitt machen kann, sondern die Zweige einzeln schneidet, damit man die großen Blätter nicht anschneidet. Soll die Hecke denn unbedingt wintergrün sein? Da gibt es sicher auch noch Alternativen.
Der Teil bei mir hinter dem Haus ist auch so ca. 50 m lang. Erst Grasterasse, dann Spielwiese, dann Obstwiese, dann Gemüsegarten. In der Mitte etwa eine Lagerfeuerstelle bissel dahinter der Wohnwagen. Die ganze rechte Seite sehr ausladende verwilderte Hecken (bis 4m tief) Die gehen langsam kaputt. Irgendwann ist dort leider auch Roden angesagt und dann muss ich mir was überlegen, damit dort schnell wieder Sichtschutz ist. Ich hätte nicht mal ein großes Problem mit strauchig wachsenden Kiefern, die passen hierher und bieten viel Unterschlupf für Vögel - wäre aber ziemlich teuer auf die Länge und bissel eintönig, das verkleinert den Garten.
L.G.
PS. sind wir grad bei Atelier? Ooops
L.G.
Gänselieschen