tomaten sind mein absolutes lieblingsgemüse, aber frage mich heuer zum wiederholten mal, ob es sich überhaupt lohnt, sie hier im mühlviertel anzupflanzen; ausser vielleicht im gewächshaus und mit einer ladung chemie. diese kalten, feuchten frühsommer sind einfach tödlich!
ein kurzer lagebericht:
feuerwerk: war ich auch letztes jahr ungeheuer gespannt drauf. hat eine für tomaten unglaublich niedrige keimrate und war die erste die schlapp gemacht hat - so auch heuer, obwohl unter dach im kübel - adieu, wir werden einander niemals kennen lernen!
ananas noir: schöne, große frucht (sic!), der nächste mickrige blütenansatz befindet sich ganze fünfzehn nodien bzw. einen dreiviertel meter darüber - also, bitte!
tschernij prinz: im kübel. sieht (noch) recht gut aus
tschernomor: hat letztes jahr komplett versagt, bin gespannt, wie sie schmeckt! (kübel)
marglobe: da die jungpflanzen immer kurz vorm eingehen waren, bin ich doch positiv überrascht, das ich von drei exemplaren doch wohl bald eine frucht werde ernten können; allerdings hab ich die vom markt anders in erinnerung. meine marglobe ist eine fleischtomate!
harzfeuer: hier in österreich kennt man die nicht so und da dachte ich: an einer in deutschland derart beliebten sorte muß doch wohl was dran sein...... . vielleicht liegt´s am klima, oder ist das so wie mit dem deutschen kaffee, der ja bekanntlich auch eher, nun ja, sagen wir, mild-aromatisch ist? (tschuldigung!)
gelbe johannisbeere: daß die resistent gegen braunfäule ist, halte ich für ein gerücht, aber sie geht zumindest nicht gleich ein. vielleich wär´s am besten, sie in ein gebüsch wachsen zu lassen, da an ausgeizen wegen der sehr zahlreichen fragilen triebe nicht zu denken ist, und innerhalb kurzer zeit ein enormes gestrüpp entsteht. ich schneide sie für den rest der saison mit der heckenschere. sie trägt zwar unglaublich viele früchte, die die geschmacklosesten sind, die ich jemalsgegessen habe. also die hätte von mir aus eingehen können!
goldita:heuer im gewächshaus. sehr süß!
reisetomate: mochte ich auch letztes jahr sehr gern, obwohl sie eher auf der sauren seite daheim ist. leider sind die früchte sehr anfällig für braunfäule; das laub dagegen nicht
tigerella: hat mir vom markt sehr gut gefallen und geschmeckt. schön, aber tot!
ildi: die gewaltigsten blütenstände die ich jemals gesehen habe, hat nur leider im freiland erstens ein bestäubungs- und zweitens ein fäuleproblem. macht sich im gewächshaus ganz gut
tlacolula: eine einzige enttäuschung! die gnädigste war schon über einen meter hoch, bevor sie die erste blüte entwickelte und jetzt sehe ich - sie hat hohle früchte! ich hasse tomaten mit hohlen früchten! ist aber ohnehin am eingehen
white beauty: an sich mag ich ja fast nur dunkle tomaten, aber gekaufte früchte dieser sorte haben mich letztes jahr echt überzeugt. ich hab ihrer gesundheit von anfang an nicht getraut und sie gleich im gewächshaus gelassen. war kein fehler!
black cherry: ich hätte euch wirklich geliebt! (wenigstens kriegt man die auch im geschäft)
justen´s süsse: nicht die ganz allerbeste, aber die allerverlässlichste! kein beflecktes blättchen inmitten der verwüstung!
tschernij mawr: wächst nach oben wie der teufel; stirbt von unten her im gleichschritt ab!
tarasenko: eine meiner lieblingssorten. heuer nicht so gut, ausserdem verstehe ich nicht warum die doch recht durchschnittlich großen früchte so ungeheuer lang zum reifen brauchen!
pol robson: heuer im haus und die pflanze haut mich nicht gerade um. ein recht dünnes ding!