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Autor Thema: "New German Style" - was ist das?  (Gelesen 57839 mal)

pearl

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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #345 am: 01. Januar 2014, 00:43:45 »


Mit Begriffen, wie Gravel Garden, Prairiegarten oder aber auch "Ostasiatischer Monsunwald" kann ich etwas anfangen, weil sie versuchen, die Ästhetik ein konkreter Landschaften in Gartenbilder umzusetzen. Das sind für mich moderne und fassbare Gartenstile.


 :-* und da ist auch die Urheberschaft immer klar. Wer hat seine Gartengestaltung so genannt und wann, das ist nachvollziehbar. Das sind Begriffe, die Inhalt haben. Genau wie der Heidegarten und der Steingarten. Oder english border.

Kaukasische Heuwiese und europäische Steppenlandschaft, das gibt es alles und darauf bezieht sich die Sorte Gartenliteratur, die es zu lesen lohnt. Da sind Persönlichkeiten dahinter, Beth Chatto, Karl Plomin, Karl Foerster, Martyn Rix, Christopher Lloyd.
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pearl

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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #346 am: 01. Januar 2014, 01:28:44 »


Lebensbereiche nach Hansen

heißen Lebensbereiche nach Hansen. Oder deutsche Staudenverwendung oder neue deutsche Staudenverwendung oder klassische deutsche Staudenverwendung nach Lebensbereichen oder Staudenverwendung nach dem Vorbild des Berggartens in Hannover oder des Hermannshofs oder des Westparks in München. Oder Staudenverwendung nach Hans Simon, Urs Walser, Hans Luz und Heiner Luz, Rosemarie Weisse, ...
« Letzte Änderung: 01. Januar 2014, 01:33:45 von pearl »
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Mediterraneus

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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #347 am: 01. Januar 2014, 09:55:54 »


Mit Begriffen, wie Gravel Garden, Prairiegarten oder aber auch "Ostasiatischer Monsunwald" kann ich etwas anfangen, weil sie versuchen, die Ästhetik ein konkreter Landschaften in Gartenbilder umzusetzen. Das sind für mich moderne und fassbare Gartenstile.


 :-* und da ist auch die Urheberschaft immer klar. Wer hat seine Gartengestaltung so genannt und wann, das ist nachvollziehbar. Das sind Begriffe, die Inhalt haben. Genau wie der Heidegarten und der Steingarten. Oder english border.

Kaukasische Heuwiese und europäische Steppenlandschaft, das gibt es alles und darauf bezieht sich die Sorte Gartenliteratur, die es zu lesen lohnt. Da sind Persönlichkeiten dahinter, Beth Chatto, Karl Plomin, Karl Foerster, Martyn Rix, Christopher Lloyd.

Dass der Begriff "New German Style" "New German Planting Style" oder wie auch immer es die Engländer getauft haben, nur ein Überbegriff für die Art der Staudenverwendung sein kann, ist mir schon klar.

Die "English Border" gibt es auch nicht, genausowenig DEN Steingarten. Das sind genauso Oberbegriffe. Cottage Garden, Bauerngarten usw.

Dass man den NGS dann noch unterteilt, in die verschiedenen Staudenverwendungen bzw. Lebensbereiche, ist auch klar. Dann hab ich halt "eine mediterrane Felssteppe nach Vorbildern des NGS" oder einen "Balkanwald" etc.

Und wo bitte ist der große Unterschied zu "neue deutsche Staudenverwendung" und "New German (Planting)Style"?
Ich finde das schon verdammt ähnlich.

Und um einen Nichtfachmann an das Thema heranzuführen, finde ich diesen Oberbegriff erst mal besser als ihm zu erklären, dass er "einen Garten nach dem Vorbild des Berggartens von Hannover nach Dr. Hans Simon" unbedingt haben sollte. Der geht doch erst mal in die Apotheke und fragt nach.

« Letzte Änderung: 01. Januar 2014, 09:57:52 von Mediterraneus »
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sarastro

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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #348 am: 01. Januar 2014, 10:09:48 »

Neue Deutsche Staudenverwendung hieße nach meiner Auffassung, New German Style der 80er und 90er plus Staudenmischpflanzungen. Wenn hierzu überhaupt ein Begriff notwendig ist. Es ist doch alles im Fluss und wer will in 10 Jahren noch behaupten, er könne diese oder jene Bepflanzung betiteln. Auf das kommt es doch überhaupt nicht an!

Gutes Neues Jahr, das wünsche ich allen!
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Mediterraneus

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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #349 am: 01. Januar 2014, 10:17:55 »

Aber z.B."Mixed Border" kann ich doch heute auch noch betiteln.

Für mich ist der NGS ja nicht auf die 80er und 90er beschränkt. Solange ich mich an die Grundsätze halte, ist NGS doch sehr flexibel.

Die Pflanzungen von damals waren ja nur der Punkt, auf diese Lebensbereiche (mit Winteraspekt, naturnah, dynamisch) überhaupt aufmerksam zu werden. Hansen und Co haben das wohl früher nicht in diesem Maße geschafft, bzw. nicht in der breiten Masse.

Gehört ein echtes Alpinum nicht auch dazu? Passende Steine, passende Pflanzen, passende Erde, ohne Hacken, ohne alles Abschneiden im Winter.
« Letzte Änderung: 01. Januar 2014, 10:21:03 von Mediterraneus »
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Mediterraneus

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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #350 am: 01. Januar 2014, 10:41:00 »


Lebensbereiche nach Hansen

heißen Lebensbereiche nach Hansen. Oder deutsche Staudenverwendung oder neue deutsche Staudenverwendung oder klassische deutsche Staudenverwendung nach Lebensbereichen oder Staudenverwendung nach dem Vorbild des Berggartens in Hannover oder des Hermannshofs oder des Westparks in München. Oder Staudenverwendung nach Hans Simon, Urs Walser, Hans Luz und Heiner Luz, Rosemarie Weisse, ...

Da haben wir ja Glück, dass es bisher nicht soviele Staudenverwender gab. Wie soll das weitergehen?
Staudenverwendung nach Sarastro, Staudenverwendung nach Till Hofmann, Staudenverwendung nach Pearl, Staudenverwendung wie in Höxter, erster Kreisel links....

In England wird ja auch nicht jede Staudenrabatte nach ihrem Pflanzer benannt und danach ein ganzer Stil .

Und für mich als Halblaien sind ehrlich gesagt die Feinheiten zwischen den deutschen berühmten Staudenverwendern nach Lebensbereichen nicht ganz klar. Es wurden halt unterschiedliche Pflanzen verwendet, jede Pflanzung schaut anders aus. Was mir klar ist, ist lediglich der Grundgedanke, der dahintersteckt.
« Letzte Änderung: 01. Januar 2014, 10:43:33 von Mediterraneus »
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sarastro

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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #351 am: 01. Januar 2014, 12:07:55 »

In England sind die Leute ja auch nicht so verrückt und bücken sich nach jeder Tätigkeit um eine systematische Definition und eine Art "Versorgungsnummer", das ist wieder einmal typisch deutsch.

Steingärten sind ein weitgefächerter Begriff, es würde sich lohnen, einmal über die vielen Macharten der Gegenwart und der Vergangenheit zu schreiben. Auch gibt es wenig Literatur, die gute Beispiele in Wort und Bild zeigt. Steingärten sind ganz und gar nicht länderspezifisch. Sie haben lediglich in Tschechien und Österreich eine lange Tradition.
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Chica

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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #352 am: 01. Januar 2014, 13:58:13 »


Ein neuer Trend? "New german sand-gravel garden" ;D ;D


Trend würde ich das nicht nennen, eher Lebenseinstellung und neu ist es sowieso nicht. Ich schmökere in Reinhard Witts "Wildgärten" seit 1995. Er hat u. a. auch Ideen für Staudenmischpflanzungen zu bieten mit dem unschlagbaren Vorteil, dass einheimische Tiere damit etwas anfangen können ;) . Und schön sind sie auch noch- für mich jedenfalls :D .
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tubutsch

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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #353 am: 01. Januar 2014, 14:01:47 »

In England sind die Leute ja auch nicht so verrückt und bücken sich nach jeder Tätigkeit um eine systematische Definition und eine Art "Versorgungsnummer", das ist wieder einmal typisch deutsch.
;D gut beobachtet. Und wer nicht mitmacht, bekommt (verbal) eins über die Mütze ;D
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pearl

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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #354 am: 01. Januar 2014, 14:17:50 »


Ein neuer Trend? "New german sand-gravel garden" ;D ;D


Trend würde ich das nicht nennen, eher Lebenseinstellung und neu ist es sowieso nicht. Ich schmökere in Reinhard Witts "Wildgärten" seit 1995. Er hat u. a. auch Ideen für Staudenmischpflanzungen zu bieten mit dem unschlagbaren Vorteil, dass einheimische Tiere damit etwas anfangen können ;) . Und schön sind sie auch noch- für mich jedenfalls :D .

ah, das ist interessant! Den Boden metertief austauschen um dann nur heimische Arten zu verwenden. ;D Im Grunde sehen die ungestalteten Ränder der Land- und Bundesstraßen so aus. Malva alcea und sowas. Die begehrten Salvia kommen auch unter den Bedingungen nicht über 3 Jahre hinweg, dann muss wieder der Boden ausgetauscht werden ...

Aber diese Gartenphilosophie öffnet einem die Augen dafür, dass es so gut ist wie es gerade im eigenen Garten sowieso wächst. Der unkrautfreie Garten vom Obst- Und Gartenbauverlag entzündet in mir die Idee, dass es nur auf die Terminologie ankommt. Kein Unkraut ist, was nicht Unkraut genannt wird. Ich bin sicher, dass die Broschüre es anders gemeint hat. Äh, Herr Witt, natürlich. ;D
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RosaRot

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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #355 am: 01. Januar 2014, 14:33:13 »

Wieso kommen die Salvien dann nicht klar?
Ich beobachte einige der von Herrn Witt erwähnten Referenzpflanzungen im östlichen Harzgebiet, also bei uns, die Salvien haben da keine Probleme. Mutterboden wurde auch nicht ausgetauscht auf diesen Flächen sondern eben das vorhandene genutzt, auf unterschiedlichen Stellen.
Leider sind einige der Pflanzungen bereits zerstört (die Kommune fand sie zu unordentlich...) aber wo noch Salvien stehen, stehen sie, seit Jahren.
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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #356 am: 01. Januar 2014, 14:39:45 »


Im Grunde sehen die ungestalteten Ränder der Land- und Bundesstraßen so aus. Malva alcea und sowas.


Ähem- meine ungestalteten Beetränder auch ;) . Zumindest Salvia pratensis wächst hier prima- über Jahre. Hier müsste man auch keinen Bodenaustausch machen, was der Naturgartenidee für mich tatsächlich widerspricht, wir haben hier natürlicherweise genau den gesuchten mageren Boden. Ich denke es geht um Abmagerung zu fetter und überdüngter Böden. Das dauert sonst ewig. Er schreibt auch, dass sich je nach Standort und durch die unterschiedlichen Böden das Standardrezept unterschiedlich ausformt.

Fakt ist, wenn ich keine oder wenig fertile Stauden pflanze, gibt's auch keine Insekten , also auch keine Schmetterlinge.
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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #357 am: 01. Januar 2014, 15:40:45 »

hier in Heidelberg ist der Wiesensalbei auf dem Bahnschotter verschwunden. Die Stadt hat da ein sehr schönes Projekt in die Wege geleitet. In den Gärten der Gegend verschwindet der Steppensalbei zuverlässig. Selbst im Hermannshof. Wie es aussieht, muss der immer neu gepflanzt werden.

Auf Quarz-Sandböden weit entfernt von den Emissionen der Massentierhaltung, wird er sicher dauerhafter sein. In Ost-Niedersachsen kommen noch solche Böden vor. Wie lange, das weiß man auch wieder nicht.
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Chica

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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #358 am: 01. Januar 2014, 16:01:31 »


Aber diese Gartenphilosophie öffnet einem die Augen dafür, dass es so gut ist wie es gerade im eigenen Garten sowieso wächst.


Ich jedenfalls würde nicht gegen meinen Garten gärtnern, gegen die von Natur aus herrschenden Begebenheiten, gegen den Boden und die Lichtverhältnisse. Meine Blaubeere bekommt ab und zu Sägespäne und entweder reicht ihr das oder auch nicht. Dann kann sie eben nicht hier wachsen.

Natürlich ist alles eine Frage des Blickwinkels aus dem dann die Terminologie folgt, Unkraut gibt es eh nicht, alles sind Wildkräuter und ein guter Teil davon hängt zum Trocknen in meiner Galerie ::) auf dass das Wildkraut zu Tee werde.
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Re:"New German Style" - was ist das?
« Antwort #359 am: 01. Januar 2014, 16:41:42 »

hier in Heidelberg ist der Wiesensalbei auf dem Bahnschotter verschwunden. Die Stadt hat da ein sehr schönes Projekt in die Wege geleitet. In den Gärten der Gegend verschwindet der Steppensalbei zuverlässig. Selbst im Hermannshof. Wie es aussieht, muss der immer neu gepflanzt werden.

Auf Quarz-Sandböden weit entfernt von den Emissionen der Massentierhaltung, wird er sicher dauerhafter sein. In Ost-Niedersachsen kommen noch solche Böden vor. Wie lange, das weiß man auch wieder nicht.

Seltsam. Ich hätte gedacht, der ist variabler und braucht einfach nur magere Böden .
Hier, östlich des Harzes in Sachsen-Anhalt, wächst er jedenfalls problemlos.
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