ich gärtnere durchaus gegen die natur und finde ehrlichgesagt auch nichts dabei.der garten ist mein erweitertes wohnzimmer. das was hier natürlicherweise wächst ist nicht gerade dekorativ, ansonsten gingen diverse reine steppenpflanzungen. die ich prinzipiell, solange ich's nicht jeden tag in meinem garten sehe, durchaus nicht unattraktiv finde. wohl fühlen würde ich mich in so einem garten allerdings nicht. so wächst hier auf sand (in den ich mit nicht wenig aufwand mehr humus und lehmbestandteile einzubringen versuch) eher eine teils kargere variante(viele steppenpflanzen und wildpflanzen teils etwas wild reingemixt, reine prachtstaudenrabatten sind auch wieder nicht meins) eines mixed border.
und obs so ganz gegen die natur ist ist fraglich, zumindest ist der garten bzgl diversem kleingetier und vögeln inklusive igel gut besucht
Seh ich auch so. Gegen die Natur ist das nicht, nur gegen manchen Gedanken des Menschen.
Warum soll ich in meinem Garten das pflanzen, was es drumrum am Feldrand überall in Massen gibt. Damit ist keinem Tier geholfen.
Eher seltenere Biotope ziehen Tiere an, weil sie dort was finden, was in der Natur nicht vorkommt. Winterlinge, Krokusse und Cornelkirschen bieten schon weit vor der freien Natur Nektar für Insekten, mit "fremdländischen" Stauden und Gehölzen bringt man Blüten in Zeiten, wo heimische Natur schwächelt, mit Trockenmauern schafft man Nischen für Eidechsen.
Nicht einheimische Pflanzen sind für die heimische Tierwelt oft eine Bereicherung und eine Gartengestaltung wie auch immer (wenn sie nicht zu aufgeräumt ist, Samenstände stehen gelassen werden, standortgerecht ist...da sind wir wieder in Richtung der Lebensbereiche

) kann eine Bereicherung für Tiere und Pflanzen sein.
In meinem Garten gibt es im Sommer weit mehr Schmetterlinge als auf dem Feld nebenan.
Deshalb stehe ich auf dem Standpunkt, Garten (Hortus) ist Garten und freie Landschaft ist freie Landschaft.