Eigentlich sind dies selbstverständliche Attribute, die man nicht extra in eine Stellenausschreibung hineinschreiben sollte. Sicheres und gewandtes Auftreten ist schlicht und einfach selbstredend, gutes Deutsch als Redakteur - ich bitt euch, no na!!
Auch Englisch ist doch in solch einer Position selbstverständlich, obgleich ich immerhin der Auffassung bin, dass man sich einigermaßen fließend mit Fachpublikum unterhalten können sollte, bzw. um einfachen Schriftverkehr abzuwickeln. Fachartikel zu schreiben verlangt ja niemand, es ist ja eine deutsche Zeitschrift.
Schnöde Artikeln - ich gebe euch sehr Recht. Allerdings, und dies ist hier der springende Punkt: den Spagat zwischen fachlich fundiertem Niveau und gutem Stil zu schaffen gelingt kaum jemandem. Ich weiß hier auf Anhieb nur einen einzigen: Milchert.
Entweder es liest sich trocken ("Temperaturführung bei 5 Grad bis zur Ernte, tagneutral etc. pp.") oder reißerisch, was aber in der GP noch weniger Platz hat.
Ich war einmal in der Stuttgarter Redaktion und wollte wissen, welcher Stil der Verlag für ein evt. Buch von mir bevorzugt: den von Ellen Fischer, Richard Katz, Jürgen Dahl oder Beth Chatto. Die Antwort kam postwendend: keine von alle denen!
Es seien dies Ladenhüter am deutschen Gartenbuchmarkt und wir seien schließlich nicht in England, dort verkaufe sich so etwas. Und dieses oder jenes Buch "Stauden von A-Z" sollte wieder überarbeitet werden, das könne ich doch machen. Na, wenn ich zu etwas keine Lust verspüre, dann das.

Jelitto-Schacht ist genug!
Mir sind solche Bücher wie das von Dan Hinkley, Beth Chatto oder Roy Lancaster am liebsten. Fachlich sehr anregend, sie können auch von solchen Gartenliebhabern gelesen werden, die nicht von vorne herein super "gebildet" sind.
Auch was die Fotos anbelangt, muss ich Macrantha völlig Recht geben. Lieber ein wenig unschärfer, dafür mehr Spannung und fotografischer Kreativität, in einem typischem Umfeld der Pflanzen.