Zu einem Pflanzenmagazin gehören aber auch gesamtheitliche Themen, wie unkonventionelle Verwendungsmöglichkeiten. Wer rein auf Raritätenbeschriebe, Besonderheiten und Neueinführungen aus ist, der ist beim "Plantsman" besser aufgehoben. Ich jedenfalls fände es lebendiger, wenn in einer Publikation beispielsweise nicht nur eine Papaverneuheit nach der anderen beschrieben wird, sondern der Bezug zum Naturstandort, die Bedeutung für die dort lebenden Menschen, die Möglichkeit der Verwendung im Garten etc.pp.
Ebbie, gerade zu früheren Zeiten wurde beispielsweise von vielen Lesern bekritelt, dass die beschriebenen Raritäten nirgends zu bekommen seien, bzw. nur im Ausland, auch zu Zeiten der EU! Kann mich noch lebhaft erinnern, wo verschiedentlich gemeckert wurde, dass bei entsprechenden Autoren keine Bezugsquelle oder höchstens der lapidare Hinweis darauf, dass die Pflanze im internationalen Samenaustausch überall in den Listen seien. Das hilft einen wirklich interessierten Liebhaber nicht weiter.
Und hier hast du mich auf ein wichtiges Thema gebracht, die Bezugsquellen. Wenn etwas schwach ausgearbeitet war, dann dieser Punkt! Das liegt aber nicht an der Redaktion, sondern am Autor des jeweiligen Artikels, der besser recherchieren sollte. Wie oft habe ich erlebt, dass entweder immer die gleichen Lieferanten aufschienen oder welche, die die entsprechende Pflanze nicht mehr hatten oder sogar die Gärtnerei gar nicht mehr existierte. Heute im Zeitalter von Tante Gogle ist es etwas einfacher, wenngleich auch der Blechtrottel geduldig wie das Papier ist. Zwischen Aufscheinen und Verfügbarkeit liegen bekanntlich Welten, das wird jeder Gärtner bestätigen!