Wem sagst Du das. Und wie andere hier im Forumsfaden schon seit dem Jahre 2004 festgestellt haben: einige englische oder britische Gartenzeitungen scheinen immer einen Deut besser zu sein, als die deutschen. (Gilt übrigens auch für die Gartensendungen der BBC und anderer. Viele sind auf Youtube.)
Ich kann dem nicht zustimmen. Die Programme sieht sich in England kein Gärtner an. Sie sind auch voller Fehler und nur als Unterhaltung gedacht, ebenso die diversen Magazine.
Meine GP ist heute angekommen und ich finde sie sehr ansprechend obwohl Oudolf drin ist mit seinem malen nach Zahlen Gestaltungsstil. Wenn im August alles einmeterachzig hoch ist kannst du sicher sein Oudolf war da, zumindest im Geiste. Die GP hat KEINE Konkurrenz in Europa was monatliche Veröffentlichungen betrifft. Es gibt ein zwei Quartalsmagazine die ähnliche Qualitäten haben aber viel spezifischer sind.
Die Noergelei ueber Kleinigkeiten ist eigentlich meckern auf allerhöchstem Niveau.
Ihr solltet froh sein dass es sie gibt. Es gibt viel zu viele Publikationen die das Papier nicht wert sind. Wenn ich was lese moechte ich auch gerne etwas lernen.
Es gibt natürlich Sachen die besser sein könnten. Wenns ums technisch geht sind die Artikel zu schwach und es waere wünschenswert kompetentere Schreiberlinge zu finden, und manchmal waere es auch schoen nicht immer alles toll zu finden. Ein Artikel von Schleipfer waere auch gut, denn wie sollen wir sonst wissen was da vor sich geht und was es geben koennte. Ich habe auch mit Werbung kein Problem, muss ja nicht gleich fuer Autos und Bier sein. Ich denke kostenmaessig ist Die GP am Limit egal wie gut sie auch ist.
„Die Programme sieht sich in England kein Gärtner an.“
In Deutschland auch nicht. Zu den üblichen Sendezeiten hat der Berufsgärtner frei und der Hobbygärtner ist in seinem Garten und reinigt den Grill.
Dies Jahr habe ich keine einzige deutsche Gartensendung gesehen, aber als Drehbuch habe ich aus der Vergangenheit in Erinnerung:
Moderatorin fährt auffällig gekleidet in einem neuen gesponsorten Cabriolet bei einer Adligen vor und heuchelt Garteninteresse. Adlige legt wert darauf zu betonen, dass sie ihre 25 Hektar allein und selbst und nur mit der Hand bearbeitet. Zur Bekräftigung kratzt sie mit einem funkelnagelneuen Utensil mit dem grossen Schriftzug Gardena oder Wolf oder Florabestflorenaneudorfcompo irgendwo herum.
Auftritt ein smarter Herrr, Marke eiskunstlaufender Heintje mit Schafwollpullover um den Hals, um den GärtnerInnen zu zeigen, wie man eine verzinkte und dunkelgrün lackierte Giesskanne mit Wasser und einer Prise Brennesseljauchepulver befüllt und dann als Vordergrund stehen lässt.
Im Abspann singen dann alle im Chor: Sie, der unbestechliche Zuschauer, haben es sicher unserer gestelzter Schauspielerei entnommen, Gärtnern interessiert uns überhaupt nicht, Ahnung haben wir auch nicht, aber das Honorar ist zu verlockend. Und vielen Dank für die Deppen der XYZ-Gärtnerei, die sich honorarfrei haben hergeben lassen, etwas Niveau in diesen Film zu bringen.
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Was den aktuellen Piet-Oudlof-Artikel angeht, so steht in seinem Aufmacher :“… Das, was die Besucher heute hier sehen, ist jedoch etwas ganz anderes, als sie noch vor ein paar Jahren entdecken konnten. …“
Nach solch einem Satz fehlen dann die Vorher/Nachherbilder. Ansonsten schreit der Text des Aufsatzes geradezu nach einem Grundriss, und zwar in einem Massstab lesbar ohne Lupe.
Befremdlich: mit Noel Kingsbury, der zugegeben und glücklicherweise schreiben kann, rezensiert Oudolfs Koauthor quasi indirekt sein eigenes neues Buch.
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„Die Noergelei ueber Kleinigkeiten ist eigentlich meckern auf allerhöchstem Niveau.“
Eben, oben wird die Luft dünn.