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Autor Thema: Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen  (Gelesen 24774 mal)

tapir

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #180 am: 18. Dezember 2009, 21:30:52 »

@Barbara:
Zum Substrat wüsste ich gerne noch was.
Ich bin, wie schon irgendwo geschrieben, keine sehr verlässliche Topfgießerin - bei mir passiert es im Sommer schon mal, dass Kübel recht trocken werden. Wenn ich danach versuche, "durchdringend" zu wässern, kriege ich bei meinen wenigen Dauer-Töpfen ein Problem mit der Mischung, die ich in #25 geschildert habe: Die Erde weigert sich erstmal beharrlich, wieder Wasser aufzunehmen. Bis Substrat und Ballen neuerlich zu saugen beginnen und endlich mal blubbernde Luftblasen aufsteigen, rinnt allerhand Wasser einfach so durch.

Das ist kein Drama, ich kann das Wasser auffangen und anderweitig verwenden. Aber es ist doch ein Indiz dafür, dass die Substratmischung - ähm - verbesserungsfähig ist ;). Was würdest du beim Mixen tun, um solche "Durchlauf"-Effekte zu vermeiden?

Torfhaltige Pflanzerde vermeiden! Seitdem ich aus Umweltschutzgründen darauf achte, torffreie Pflanzenerde zu verwenden, habe ich das Problem des "Durchlaufens" nicht mehr. Und dann möchte ich dir noch gerne das Aufbringen einer Mulchdecke (kann z.B. auch aus gebrauchten Weinkorken bestehen, da gab es mal einen netten thread über das Thema, leider finde ich ihn gerade nicht) an Herz legen!

Oder ist womöglich die Drainageschicht am Topfboden - Seramis, ca. 2 cm hoch, beidseitig von Unkrautvlies umhüllt - allzu wirksam?

Bei Seramis am Boden hätte ich eher den Verdacht, dass es zu Wurzelfäule führt, für den "Durchlauf-Effekt" würde ich es nicht verantwortlich machen. Ein weiteres Problem mit Seramis als Bodenschicht: im Winter hat es dank dem darin gespeicherten gefrierenden Wasser einen stark kühlenden Effekt, da hilft dann auch eine Styroporplatte unter dem Topf nicht viel gegen "kalte Füße".

Liebe Grüße, Barbara


P.S. und jetzt gönn' ich mir auch mal ein gehässiges OT: manche Leute drehen sich's wie sie's brauchen - dann sind nämlich Oleander plötzlich keine Gehölze und somit für Kübelkultur geeignet. ;D
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sansal

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #181 am: 18. Dezember 2009, 21:50:38 »


Torffrei - ja :) . Ich habe wenig Erfahrungen mit Kübelrosen - aber mit einer guten torffreien Erde habe ich viele Wurzelnackte durch den letzten Winter gekriegt, der hier sehr heftig war. Oben trocknet sie ab, unten hält sie Feuchtigkeit ohne zu matschen.
Die gleiche Erde verwendet - wie ich durch Zufall erfahren hab - ein großer Rosenbetrieb jetzt auch für die Containerrosen statt der Drittelmischung, die manchesmal schief ging - trotz allem zu feucht im Winter hier :-\ .
Torffrei ist auch im Sommer klasse, für die, die wurzeln sollen.
LG
sansal
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Grüße von sansal

Querkopf

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #182 am: 18. Dezember 2009, 22:07:42 »

Danke, Barbara :)!

Eine Mulchschicht, das hatte ich zu erwähnen vergessen, ist bei meinen wenigen Dauerpötten sowieso drauf, in Form länger abgelagerten Rindenmulchs.

Der sommerliche Wasserspeicher-Effekt der Seramis-Drainageschicht ist durchaus erwünscht. Erstens, weil die Kübel im Regenschatten des Hauses stehen. Zweitens, weil ich, wie schon gesagt, keine 100pro-Pottgießerin bin ;). Der winterliche Kühleffekt ist unproblematisch, weil in den Dauerpötten - dickes Robinienholz, gut 50 Liter Volumen (demnächst eine Nummer größer) - Winterjasmin und Clematis wohnen, also Robustis. Plus eine Bougainvillea, die den Winter ohnehin drinnen zubringt.

Die Durchlauferei müsste also mit dem Substrat selbst zu tun haben. Hm. Mein Mix ist Pi mal Daumen dieser:
... 3-4 Teile eigener - lehmiger - Reifkompost oder besser Komposterde (fürs Futter), 3-4 Teile Blumenerde aus der Baumarkttüte (für die Wasserhaltung), 1-2 Teile Sand (fürs Lockern und Lüften). ...

Durch was könnte ich denn nach deiner Ansicht den Baumarkttüten-Anteil (so gut wie immer torfhaltig) ersetzen? Den Anteil an eigenem Kompost kann ich nicht erhöhen, denn der ist sehr "bappig" und wird bei Trockenheit für Kübelpflanzen viel zu fest. Und mehr Sand wäre ja auch kontraproduktiv ;). Welche Erde hat denn humose Anteile und ist zugleich torffrei?

Merci :) & schöne Grüße
Querkopf

P.S. Was das mit Rosen-Kübelkultur zu tun hat? Zum einen verwende ich den gleichen Substratmix für meine rosigen Topfprovisorien, die aber oft etliche Jahre dauern. Zum anderen werden, wenn ich demnächst zwei der 50-Liter-Robinien-Kübel durch größere ersetze, in die bisherigen Pötte wahrscheinlich Rosen einziehen - und da möchte ich's von vornherein besser machen als jetzt :).
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2009, 22:23:15 von Querkopf »
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tapir

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #183 am: 18. Dezember 2009, 22:26:40 »

Sollte es denn tatsächlich so sein, dass die Baumärkte und Gartencenter in Deutschland noch nicht auf den Kundenwunsch nach torffreien Substraten reagiert haben? In Wien gibt es diese Pflanz- bzw. Blumen-Erden von verschiedensten Herstellern für diverse Anwendungen. Leider sind sie recht teuer (so um die 12 Euro für 80 Liter) und schauen manchmal wie 100-prozentige Abfallprodukte der Holzwirtschaft aus (Rindenhumus).

Liebe Grüße, Barbara
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Querkopf

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #184 am: 18. Dezember 2009, 22:51:49 »

Hallo, Barbara,

merci, danach schaue ich mich mal um :). (In dieser Preisklasse habe ich bisher nicht eingekauft ;)...)

Schöne Grüße
Querkopf
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mame

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #185 am: 18. Dezember 2009, 23:22:32 »

Sollte es denn tatsächlich so sein, dass die Baumärkte und Gartencenter in Deutschland noch nicht auf den Kundenwunsch nach torffreien Substraten reagiert haben?
Hier gibt es in manchen Gärtnereien (Baumarkt und Gartencenter weiß ich nicht) "Ökohum", das müsste torffrei oder zumindest torfarm sein. Das kostet sogar noch etwas mehr, ich glaube um die 14 € für 80 Liter und ist jeden Cent wert. Man kann die Pflanzen (nicht nur Rosen, ich topfe alles da rein)jahrelang da drin lassen und wenn ich jetzt die ganzen Vorzüge dieser Erde aufzähle denkt ihr wahrscheinlich, daß ich Ökohum-Vertreterin bin, also lass ich es lieber. ;)
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pearl

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #186 am: 19. Dezember 2009, 01:45:00 »

na, einige feiern hier ja ganz schön ihre eitelkeiten ::)
festhalten möchte ich nur drei dinge
1.) es soll in diesem thread um langzeiterfahrungen mit kübelrosen gehen
2.) wenn einige die erfahrung gemacht haben, dass ihnen eine korrekte aufwändige kübelhaltung zu anstrengend ist, dann reicht eigentlich diese einmalige erklärung für diesen thread völlig aus, denn
3.) nicht jeder hat einen garten, so dass die kübelhaltung oft genug die einzige möglichkeit ist, der liebe zu pflanzen nachzugehen. es ist in meinen augen schlechter stil sich über diese zu erheben, was man automatisch tut, wenn man sagt, man selber wüsste es besser und nur anfänger würden rosen im kübel halten.
wer generell glaubt, der weisheit letzten schluss gefunden zu haben, hat sicher auch die innere größe einfach zu schweigen, wenn andere es anders machen, statt diese- wie geschickt auch immer- zu versuchen zu belehren bzw zu verlachen 8)


roro, du wirst doch zugeben, dass ich hier sehr ausführliche und konkrete Erfahrungen zur Lanzeitkultur von Rosen in Kübeln beigetragen habe. Das Problem von Teerosen beleuchtet und auch wenn es Widersprüche herausfordert, oder im Gegensatz zur sonstigen in der Rosenszene geäußerten Dingen steht, so sind meine Erfahrungen doch außerdem bestätigt durch die der bedeutendsten Rosenbaumschule Deutschlands.

Das ist dir also diese Bemerkung wert?
« Letzte Änderung: 19. Dezember 2009, 01:50:24 von pearl »
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pearl

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #187 am: 19. Dezember 2009, 01:47:47 »


Hat denn hier niemand sonst Erfahrung mit der Rosen-Überwinterung im kalten Gewächshaus?

Eine interessante Frage. ;D
« Letzte Änderung: 19. Dezember 2009, 01:48:02 von pearl »
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pearl

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #188 am: 19. Dezember 2009, 03:19:48 »

http://forum.garten-pur.de/Rosarium--23/Rosen-in-Kuebeln-Langzeiterfa-34223_0A.htm

Querkopf macht einen auf geschlossene Gesellschaft, das ist ja raffiniert! ;D

Seid ihr mir wenigstens dankbar, dass ich in die anderen Rosenfreds nicht reinblöke? Ich finde, das könnt ihr mal anerkennen. Außerdem sammelt zwerggarten hier jede Menge Punkte, weil ihr auch im Dezember und überhaupt aktiv seid und ich muss sehen wo ich bleibe.

Dieses hat jetzt gerade mal für meinen 7000 Beitrag gereicht! Danke und tschüs! ;) ;D
« Letzte Änderung: 28. Dezember 2009, 03:33:02 von pearl »
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tapir

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #189 am: 19. Dezember 2009, 10:05:31 »

... so sind meine Erfahrungen doch außerdem bestätigt durch die der bedeutendsten Rosenbaumschule Deutschlands.

Hm, interressant.
Heinrich Schultheis schreibt aber in seinem Buch "Rosen, die besten Arten und Sorten für den Garten" , 2. Auflage, 1996, Seite 118, folgendes:
Die Grundstücke für Häuslebauer werden immer kleiner und oft sind sie so geschrumpft, daß nur noch eine Terrasse übrigbleibt.
Rosenliebhaber haben dann nur noch die Möglichkeit, ihre Lieblinge in Kübel, Töpfe oder Kästen zu pflanzen. Dafür können alle Materialien verwendet werden, die Behältnisse sollten jedoch ausreichend Platz für die Wurzel haben und der jeweiligen Sorte angepaßt sein.
Kletterrosen und Strauchrosen brauchen ein viel größeres Gefäß als Edel- oder Zwergrosen.


und:
Alle Sorten lassen sich so mit der nötigen Pflege über viele Jahre hinweg kultivieren

und in seinem Buch "Rosen, frische Ideen und bewährte Sorten " 1. Auflage, 2005, Seite 84 und 85:
Grundsätzlich lässt sich jede Rose in einem Gefäß pflegen - es muß nur groß genug sein. Für die wildwüchsigen Rambler und viele Strauchrosen ist es aus praktischen und ästhetischen Gründen allerdings kaum sinnvoll, sie als Kübelpflanze in Erwägung zu ziehen.

und:
Die besten Sorten für Gefäße sind öfter blühende, eher schwachwüchsige Strauch- und Edelrosen sowie Beetrosen.

für mich klingt das doch ein wenig abweichend von deinen Aussagen?

Liebe Grüße, Barbara
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tapir

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #190 am: 19. Dezember 2009, 10:06:40 »

Dieses hat jetzt gerade mal für meinen 7000 Beitrag gereicht! Danke und tschüs! ;) ;D

Gratuliere, viele davon sind auch wirklich gut und/oder lustig! :D

LG, Barbara
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rorobonn †

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #191 am: 19. Dezember 2009, 11:06:52 »

Dieses hat jetzt gerade mal für meinen 7000 Beitrag gereicht! Danke und tschüs! ;) ;D

Gratuliere, viele davon sind auch wirklich gut und/oder lustig! :D

LG, Barbara

ja, das sind sie auf jeden fall.

sorry wg ot... :-[
« Letzte Änderung: 19. Dezember 2009, 11:07:32 von rorobonn »
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pearl

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #192 am: 19. Dezember 2009, 19:28:23 »

... so sind meine Erfahrungen doch außerdem bestätigt durch die der bedeutendsten Rosenbaumschule Deutschlands.

Hm, interressant.

das habe ich auf die Kennzeichnung im Katalog bezogen. So sagte ich auch.
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kaieric

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #193 am: 19. Dezember 2009, 21:26:08 »

ja, katalogbezeichnungen können auch schon mal irreführend sein ;), indem man beispielsweise rosen listet, die man gar nicht hat, oder sachen behauptet, die man woanders leugnet ::)
verkäufer sind leider nicht immer die besten ratgeber.

ich denke, wir haben hier gewichtigere erfahrungen bereits zusammengetragen.
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pearl

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Re:Rosen in Kübeln - Eure Langzeit-Erfahrungen
« Antwort #194 am: 20. Dezember 2009, 02:31:47 »

Das Problem ist - nach langjähriger eigener Erfahrung und Austausch mit anderen Rosenkennern sowie Fachleuten (Rosenzüchtern) - dass die Rosen in den Rosenschulen frei ausgespflanzt auf lehmigen Ackerböden stehen. Ihre Wurzeln sind den Lehm gewohnt. Dies gilt natürlich in erster Linie für wurzelnackte Ware. Diese Rosen brauchen, um zufriedenstellend gedeihen zu können (auf längere Sicht natürlich, also mehrere Jahre) unbedingt ein Lehm-Humus-Gemisch, da ihre Wurzeln den Lehm des Ackers gewohnt sind.

Daher erübrigt sich eigentlich die Frage, welche Art von Humus man verwendet: torffreie Öko-Erde, TKS2 oder eigenen Kompost. Es ist schlicht egal. Die besten Erfahrungen - sieht man auch an vielen Antworten hier - erzielt man mit einem Erd-Gemisch, in dem mind. 40%-Gartenerde beigemischt ist. Rosen, die in solchen Substraten wachen, haben später, falls sie ausgepflanzt werden, weniger Probleme, in reiner Gartenerde weiterzuwachsen. Im Gegensatz dazu tun sich Rosen sehr schwer, in Gartenerde weiterzuwachsen, wenn sie jahrelang in einer 100%igen Humus-Erde (egal ob torfig oder torffrei) gewachsen sind. Die Wurzeln dieser Rosen haben sich an die 100%ige Humus-Erde gewöhnt, und können den Gartenboden nicht mehr optimal durchwurzeln. Das ist auch das Problem bei Container-Rosen, also Container-Ware, dass diese mehrere Jahre brauchen, bis sie sich aus dem Humus des Containers befreit haben und die Gartenerde (die alle einen gewissen Lehmanteil haben) durchwurzeln können. Das erweckt dann den Anschein, dass die Rose im Gartenboden kümmert, wo sie doch vorher so schön im Container gewachsen ist. Das Problem ist nicht die Rose sondern das Substrat in dem sie vorher saß.

Es gibt etliche Gewächse (auch Rosen oder Steingartenpflanzen), die in den Baumschulen in reinem Torf-Kultur-Substrat herangezogen werden und ausgepflanzt im Gartenboden versagen. Das liegt ausschließlich an dem in der Baumschule verwendeten Substrat, nicht an der Pflanze selbst.

Bei bestimmten Gewächsen halte ich es so, dass ich die Wurzeln komplett von dem Humus-Substrat befreie, in dem sie beim Kauf sitzen, sie in einer Wasserwanne reinlege und das Wurzelwerk auswasche. Danach pflanze ich sie vorübergehend in einen Gartenerde-Humus-Sand-Gemisch und pflanze sie ein paar Wochen oder Monate später an Ort und Stelle in den Garten. Habe damit exzellente Erfahrungen gemacht. Den Aufwand betreibe ich aber nur bei Pflanzen, von denen ich weiß, dass sie empfindlich sind und die einen mineralischen Boden brauchen.


Lisa15, du hast meine Zustimmung in Bezug auf den Lehm sowieso. Du hattest auch in vorherigen Beiträgen, die aus meiner Sicht unverständlicherweise abgewertet wurden, genau das Substrat benannt, das für die Kübelkultur geeignet ist. Aber hier kommt ein Publikum zusammen, das Obi und Dehner und Hornbach und wie sie alle heißen mehr vertraut als der traditionsreichen Rosenbaumschule Schultheis, die ihr Handwerk ja nun wirklich versteht.

Es ist ein allgemeines Phänomen unserer Werbewelt, dass die unsäglichsten Dinge mehr geglaubt werden, als das, was die Erfahrung und das Verständnis von und die Einsicht in biologische Zusammenhänge sagt.

Wir werden überflutet von Pflanzen aus holländischen Billigproduktionen, die diese Transportsubstrate verwenden, von denen du sprichst, und nach denen die Pflanzen verzweifelt schreien: "ich will wieder ins Gewächshaus, mit Fungiziden und Dünger und künstlichem Licht und gleichmäßigen Temperaturen und Tröpfchenbewässerung."

Ich kaufe solche Pflanzen nicht, Rosen kaufe ich nur wurzelnackt im Herbst. Deine Methode das Substrat auszuwaschen ist bei denjenigen Gehölzen und Stauden, die man nur als Containerware bekommen kann, das einzig richtige. Wie oft ist es schon passiert, dass eine Pflanze im Frühjahr mit ihren Wurzeln auf Stelzen in ihrem Pflanzloch stand. Reste von Perlite und Torffetzen dran, aber mausetot.
« Letzte Änderung: 26. Dezember 2009, 03:10:49 von pearl »
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