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Autor Thema: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte  (Gelesen 987324 mal)

Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1035 am: 24. April 2013, 08:40:24 »

Das ist gut.

Dann gilt es nur noch eine parthenokarpe Art von einer nicht parthenokarpen Art zu unterscheiden...
Denke mal wenn man eine reife Frucht aufschneidet und es sind keine Samen drin, dann hat man eine parthenokarpe Art. :P
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philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1036 am: 24. April 2013, 08:54:18 »

Denke mal wenn man eine reife Frucht aufschneidet und es sind keine Samen drin, dann hat man eine parthenokarpe Art. :P
Leider nicht ;) Auch die parthenokarpen Feigen haben Samen, nur sind diese "taub". Du mußt einfach warten ob die unbekannte Feige reife Früchte (auf dem neuen Austrieb) trägt.
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Mediterraneus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1037 am: 24. April 2013, 10:26:23 »

Das mit dem begrenzten Wurzelraum ist nicht so verkehrt, aber schlecht machbar. Feigen wachsen in Felsen, mit wenig gutem Boden und dort wurzeln sie sehr tief, um an Wasser zu kommen.
Ein eingegrabener Kübel kann das nicht bieten, durch die fehlende Kapillarwirkung des umgebenden Bodens müsste man ständig gießen und düngen, es ist dann einfach eine Kübelfeige.

Pastiliere ist nicht starkwüchsig. Bei Rückfrost ist aber die Wurzel im Verhältnis zur Blattmasse (die dann ja fehlt) viel zu groß, die Pflanze versucht dann, soviel Blattmasse zu bilden, die der Wurzelmasse entspricht. Das gilt für alle zurückgefrorenen Feigen.
Zudem braucht Pastilliere verhältnismäßig viel Wasser, da die Blätter sehr groß und weich sind.

Ich habe 3 Feigen nebeneinanderstehen, alle 3 froren bei -19 zurück bis zum Boden, alle waren nahezu gleich alt, alle bauten sich wieder (starktriebig) auf, alle hatten im selben Jahr noch Fruchtansätze gebildet, AUSSER Pastiliere. Das war der Grund, dass ich mich von ihr getrennt hab.

Brown Turkey ist übrigens ebenfalls keine sehr starkwachsende Feige.
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LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

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mime7

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1038 am: 24. April 2013, 10:40:43 »

Denke mal wenn man eine reife Frucht aufschneidet und es sind keine Samen drin, dann hat man eine parthenokarpe Art. :P
Leider nicht ;) Auch die parthenokarpen Feigen haben Samen, nur sind diese "taub". Du mußt einfach warten ob die unbekannte Feige reife Früchte (auf dem neuen Austrieb) trägt.
Hallo,
ich denke man hat selbst mit einigermassen bewährten Feigen nördlich der Alpen schon genug Probleme (Frostschäden, Reifezeit usw).
Daher würde ich mir die zusätzliche Unsicherheit, ob eine zufällig ausgewählte Feige überhaupt parthenokarp ist, nicht antun.

Zumal dann ja noch bei einem aus dem Süden importierten Exemplar die weiteren Unsicherheiten dazukommen, ob der Steckling frostfest ist (gut, könnte man im Topf überwintern), ob die Zeit bis zur Reife ausreicht...
Wenn man den Steckling zu einer Zeit schneidet, wenn keine Früchte dranhängen, könnte es sich auch leicht um eine Bocksfeige handeln, dann hat sich die Frage nach Früchten sowieso erledigt.

Wenn man das dann als reines Experiment sehen will, zuviel Zeit und Platz hat, dann meinetwegen. Das Ergebnis wird dann vermutlich eine Blattschmuckpflanze im Topf sein. Die Aussichten auf reife Feigen sind jedenfalls gering.
Nicht umsonst gibt es nur wenige Feigensorten, die einigermassen bei uns funktionieren.

Ich bei mir versuche herauszufinden, welche von den bekannten, einigermassen geeigneten Sorten bei mir wie am besten funktionieren.
Da hab ich die nächsten Jahre genug zu tun und ziemlich sicher wenigstens in guten Jahren Früchte.

Gruss
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Günther

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1039 am: 24. April 2013, 11:13:19 »

"Wilde" Feigen im Gelände wachsen allerdings unter kümmerlichen Platzverhältnissen, nach meinen Beobachtungen aber gerne in "Bach"-Nähe.
Die kultivierten Feigen allerdings hab ich meistens in eher guten Böden gesehen, und dort oft überreichlich tragend. Letzten Sommer in der Toskana .....
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Raritätensammler

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1040 am: 24. April 2013, 12:06:39 »

Meiner Meinung nach sind die ganzen Heizversuche bei Feigen nicht notwendig, wenn das Makroklima halbwegs passt und anschließend ein dementsprechendes Mikroklima gesucht wird. Übrigens die Winterhärte von Pflanzen sinkt mit steigender Sonneneinstrahlung. Daher kann man in kalten gebieten einfach für Dunkelheit sorgen. Also anstatt eines Vlieses einfach eine Tonne über die Feige => dunkler => bessere Winterhärte. Bei mir im Weinbauklima reichen 15 cm Laub aus um den Boden frostfrei zu halten.
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Mediterraneus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1041 am: 24. April 2013, 13:31:32 »

Denke mal wenn man eine reife Frucht aufschneidet und es sind keine Samen drin, dann hat man eine parthenokarpe Art. :P
Leider nicht ;) Auch die parthenokarpen Feigen haben Samen, nur sind diese "taub". Du mußt einfach warten ob die unbekannte Feige reife Früchte (auf dem neuen Austrieb) trägt.
..
ich denke man hat selbst mit einigermassen bewährten Feigen nördlich der Alpen schon genug Probleme (Frostschäden, Reifezeit usw).
Daher würde ich mir die zusätzliche Unsicherheit, ob eine zufällig ausgewählte Feige überhaupt parthenokarp ist, nicht antun.

Zumal dann ja noch bei einem aus dem Süden importierten Exemplar die weiteren Unsicherheiten dazukommen, ob der Steckling frostfest ist...

Nur so könnten aber weitere und noch frostfestere parthenokarpen Feigen entdeckt werden.
Man muss den Steckling aus dem Süden nur wenige Jahre hier kultivieren, um zu merken, obs Früchte gibt.
Mit etwas Glück kann das sein.
Falls nicht, dann kann man die Feige ja wieder verwerfen.

Nur mit dieser Methode hat man die (wenigen) bekannten parthenokarpen Feigensorten herausgefunden. Diese stammen auch alle aus dem Mittelmeerraum.
« Letzte Änderung: 24. April 2013, 13:33:02 von Mediterraneus »
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mime7

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1042 am: 24. April 2013, 14:11:08 »

Hallo,
Nur mit dieser Methode hat man die (wenigen) bekannten parthenokarpen Feigensorten herausgefunden. Diese stammen auch alle aus dem Mittelmeerraum.
Es ist richtig, dass die aus dem Mittelmeer stammen.
Aber die meisten davon wurden über Jahrhunderte selektiert (z.B. in Frankreich für den Anbau bei Hofenahe Paris), geeignete sind dann immer weiter verbreitet und aus denen wieder selektiert/gekreuzt worden.

2 Eigenschaften sind bei uns besonders notwendig: parthenokarp und eine ausreichende Frostfestigkeit.
(naja, daneben sollten sie auch noch schmecken)

Beide sind bei Feigen selten.
Die Chancen, bzgl 2-er kritischer Eigenschaften bei einer Zufallsauswahl aus im Süden vorkommenden Feigen jeweils die im Norden gewünschten Eigenschaften zu erhalten, sind sehr gering.

Wenn man wirklich neue Sorten für unseren Raum entdecken wollte, sollte man das systematisch angehen. Z.B. durch eine Vielzahl an getesteten Sorten.
Zudem würde man versuchen, zumindest bzgl einer der Eigenschaften bessere Startbedingenungen als eine Zufallsauswahl zu erhalten.
Z.B. solche Sorten auf Frosthärte testen, die sicher parthenokarp sind.
Oder Feigen verwenden, die auch am Ursprungsort schon bewiesen haben, dass sie Frost vertragen.

Theoretisch ist sicher auch ein Zufallstreffer möglich. Sollte das jemandem gelingen bin ich auch gerne bereit das erweiterte Angebot zu nutzen. Keine Frage, es gibt zu wenig Sorten für uns hier im Norden.

Aber die Ausgangsfrage war ja, ob es aussichtsreich ist, eine Feige aus Kroatien mitzubringen.
Um Enttäuschungen von vornherein zu vermeiden sollte schon gesagt werden, dass die Chancen nahe null sind. Wer das dann trotzdem ausprobiert kann dann nur noch positiv überrascht werden.

Gruss
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Didi, Mittelbaden

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1043 am: 24. April 2013, 14:57:52 »

Hallo,
ein ehemaliger Geschäftskollege hat mir vor 2010 2 Stecklinge aus Kroatien mitgebracht. Diese haben im Topf den letztjährigen starken Frost im Februar im Gegensatz zu anderen zumindest überlebt.
Eine davon sogar im Freien in einer als Pflanzkübel umfunktionierten Badewanne (Steckling mit Vlies geschützt).
Jetzt muß ich nur noch abwarten, ob sie Früchte ansetzt..........
Für solche Versuche mit Stecklingen aus südlichen Ländern eignen sich Topffeigen doch bestens.
Macht doch auch Spaß zu experimentieren, ob man nicht die Feige für sein Klima und seinen Geschmack findet.
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Dietmar

paulche

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1044 am: 24. April 2013, 18:19:50 »

Ich habe ja in den letzten Jahren jeweils zehntausende Feigensamen ausgesäht. Ein paar haben den Winter jeweils als junge kleine Pflanze überlebt, meist aber auch nur in den Wurzeln. Ganz sicher weis ich das nicht immer, weil ich viele Jungpflanzen erst im Frühling entdecke. Normalerweise müßte ihre Frosthärte dann ja im Alter noch zunehmen. Jetzt müssen diese Sämlinge noch "Persistent o. Parthenocarp" sein. Das sieht man dann in 5 bis 7 Jahren.
Inzwischen sähe ich vermehrt auch Wildfeigen aus Trockenfeigen aus, weil man so an Raritäten kommen kann, die nicht als Pflanzen gehandelt werden.
So habe ich Trockenfeigensamen aus Anatolien, dem iranischen Zagros-Gebirge und aus Afghanistan verwendet. Ficus Palmata aus Afghanistan könnte möglicherweise eine extreme Frosthärte mit Persistens o. sogar Parthenocarpie verbinden. Ficus Palmata aus Indien und Pakistan sind ja wahrscheinlich nicht vergleichbar frosthart, sollen aber Persistent sein. Eine Feige aus Kaschmir könnte natürlich auch frosthart sein. Ficus Palmata Caucasus kann eventuell auch interessant sein.
Bei Gelegenheit suche ich auch immer Trockenfeigen aus anderen zentralasiatischen Staaten. So exportiert Usbekistan ja auch viele Trockenfrüchte. Leider konnte ich von dort noch keine Trockenfeigen finden.
Es könnte interessant sein Wildfeigen mit unseren Fruchtfeigen zu kreuzen.

Das Bocksfeigen keine Früchte tragen ist nicht pauschal richtig. Alle Wildfeigen sind Bocksfeigen, also Zwitter und tragen einmal im Jahr Früchte. Manche müssen dazu bestäubt werden, manche scheinbar nicht. Wahrscheinlich sind viele Fruchttragende Feigenbäume im Süden Bocksfeigen, deren Blüten befruchtet wurden. Sie tragen rezessiv oft das weibliche Kulturfeigengen.
Es gibt auch Kulturbocksfeigen, die essbare Früchte, auch ohne Befruchtung tragen.
Über das Merkmal Persistenz habe ich in den verschiedenen Artikeln bisher widersprüchliche Angaben gefunden.
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viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn) 7b

Vamperl

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1045 am: 25. April 2013, 09:34:06 »

Gestern Abend habe ich die ersten Fruchtansätze entdeckt. ;D
Schöne 3-5mm dicke Kügelchen.
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"Lachen reinigt nicht nur die Zähne; es säubert auch die Runzeln vom Staub."
Aus Angola

hargrand

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1046 am: 25. April 2013, 11:13:36 »

muss ich mir sorgen machen, wenn meine Topffeigen erst laaaangsam ihre Knospenschuppen lockern? :-[
Ich habe Angst dass sie vielleicht im Winter zu nass hatten :-\
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alter-schwede

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1047 am: 25. April 2013, 14:00:45 »

muss ich mir sorgen machen, wenn meine Topffeigen erst laaaangsam ihre Knospenschuppen lockern? :-[
Ich habe Angst dass sie vielleicht im Winter zu nass hatten :-\

keine problem! meine verhalten sich ganz unterschiedlich. die meisten haben unterdessen kleine blaetter, andere sogar recht grosse feigen. wieder andere kleine feigen ohne blaetter. selbst gleiche sorten verhalten sich -zu meiner verwunderung- unterschiedlich %-)

im winter haben fast alle extrem trocken gestanden. zwei waren im fremdkeller und ganz klar zu feucht gehalten. ALLE haben ueberlebt ;-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
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.... weich ist weich und hart ist hart! .-. .... aber immer weich das ist hart...

hargrand

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1048 am: 25. April 2013, 16:13:50 »

 :D gut!
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Mediterraneus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1049 am: 25. April 2013, 17:09:31 »

Stand des Austriebes bei mir:

Kübelfeigen (frostgemindert in der dunklen Garage überwintert), stehen an der Südwand des Hauses.

rötlicher Austrieb: Negronne
grüner Austrieb: Longue d aout?
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Mediterraneus

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