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Autor Thema: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte  (Gelesen 987366 mal)

Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #60 am: 30. April 2010, 19:14:18 »

Bei mir ähnlich. Sämtliche kürzlich ausgepflanzten Feigen wie Dalmatie, Ronde de Bordeaux und Pastiliere scheinen weit zurückgefroren, treiben aber im unteren Drittel wieder aus (aus dem Stamm). Negronne ist schon länger ausgepflanzt und dürfte nur einzelne Triebschäden haben, beginnt aber auch aus einigen Knospen auszutreiben.
Dass länger ausgepflanzte Feigen eine größere Frosthärte haben, scheint sich zu bestätigen. Allerdings eine seit 5 Jahren augepflanzte Feige deren Sorte ich nicht kenne, sieht gar nicht gut aus.

Grüße
Hallo philippus,

wie gross bzw. wie alt waren deine Feigen die du frisch ausgepflanz hattest ? Waren sie vorher bis zu einer bestimmten Grösse im Kübel gehalten worden ?
Ich hatte meine Pastilliere direkt als ca. 60 cm hohe Pflanze ins Freie gepflanzt und mit einer ca 50cm hohen Stohschicht abgedeckt. Trotzdem scheint sie bei - 17,5 Grad C bis zum Boden zurückgefroren.
Ebenso Dalmatie und Brown Turkey, mit Winterschutz auf dem Balkon überwintert. Zwei andere no - name sind jedenfalls hinüber.
Für Pastilliere, Dalmatie und Brown Turkey mache ich mir grosse Sorgen. Da schwellen keine Knospen und treibt auch nichts Grün aus, alles trocken und tot.
Ich werde dieses Jahr wohl noch einmal anfangen müssen.
Was könnte man dagegen tun, dass empfindliche Jungpflanzen in solchen Extremwintern trotz Winterschutz kaputtfrieren ?
Erst mal im Kübel zunächst in Garage oder Keller überwintern bis die Jungpflanze 3 -4 Jahre alt ist und dann ins Freie pflanzen ?

Gruss
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philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #61 am: 01. Mai 2010, 16:03:40 »

Hallo Lizzy,

alle Feigen waren > 4 Jahre alt und davor im Kübel gehalten worden. Pastiliere und RdB wurden 2006 als einjährige Pflanzen bestellt, Dalmatie ein Jahr später ebenfalls einjährig. Das Problem war, dass dieser Strenge Winter gleich nach der Auspflanzung im Fj 09 kam und die Feigen noch nicht etabliert waren. Eine 2006 ausgepflanzte Negronne scheint zwar auch ein wenig beleidigt, beginnt aber aus den Triebspitzen auszutreiben (allerdings mit mindestens 2 Wochen Verspätung). Nur einzelne dünne Triebe haben Frostschäden, zu einer Ernte dürfte es aber kommen (auch zu einer ersten).
Dalmatie und Pastiliere treiben im untersten Teil des Stammes aus (bis ca. 15 cm über der Erde, vielleicht kommen noch Triebe weiter oben), RdB macht noch nichts. Ich habe sie allerdings ausgegraben, das könnte sie ein wenig irritiert haben.

es ist immer ein Dilemma. Einerseits ist bekannt, dass ganz junge Feigen frostempfindlicher sind und daher (bei uns) nicht ausgepflanzt werden sollten. Das gilt besonders für ein- bis zweijährige Pflanzen. Spätestes ab dem 3. Jahr kann ausgepflanzt werden (allerdings im Fj und das gilt für die frosthärteren Sorten). Andererseits etablieren sich junge Pflanzen besser, daher sollten auch nicht zu große Exemplare ausgepflanzt werden.
Die Frosthärte dürfte auch damit zusammenhängen, wie lange die Feige schon ausgepflanzt sind. In den ersten ein bis zwei Jahren, in der Etablierungsphase, ist die Frosthärte offensichtlich noch nicht voll entwickelt. Dass die Verholzung / Reife der neuen Triebe für die Winterhärte ganz wesentlich ist und die Feige nach dem Auspflanzen einmal ihre Energie in die Einwurzelung und nicht in die Triebe investiert, spielt bestimmt eine Rolle. Dazu kommt noch eine gewisse Gewohnheit an Standort und Klima, die auch zur Etablierungsphase gehört.

Grüße
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #62 am: 01. Mai 2010, 20:22:49 »

Hallo philippus,

danke, dass konnte man ja auch nicht wissen, dass der letzte Winter erneut mit Tiefsttemperaturen bis - 18 °C zuschlägt. Ich war davon überzeugt, dass der Winter 2008/2009 davor ein Ausrutscher war. Wir hatten die Jahre davor nie unter -10 °C.
Gut, meine Lehre habe ich daraus gezogen und werde neu beginnen. Erst mal 3 - 4 Jahre im Kübel halten und nicht ganz so frostig. Ich werde sie auf dem Dachboden überwintern, denn wir haben ein Kaltdach, dort herrschen im Winter ca. max. 5°C. Will kein Risiko mehr eingehen.

Gruss
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Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #63 am: 01. Mai 2010, 20:45:16 »

Ja, das war der zweite Extremwinter in Foge. Insbesondere die sehr lange Dauerfrostperiode im Januar u. Februar war aeusserst ungewoehnlich. Dieses Jahr werde ich ab Dezember den neuzuwachs mit Ismaterial umhuellen, so wie Heizungsrohre... Aber dann wird es garantiert wieder in milder Winter, so wie vor 3 oder 4 Jahren. Damals hatten sogar die Knollen der Feuerbohnen quasi frostfrei im Boden ueberwintert und waren dann tatsaechlich erneut ausgetrieben!
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #64 am: 01. Mai 2010, 22:35:51 »

....ja und ich hatte mehrere Winter einen riesigen Opuntien-Kaktus immer draussen ohne Probleme überwintert.
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Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #65 am: 02. Mai 2010, 15:08:58 »

Das kann ich mir gut vorstellen- welche Opuntia-Art war das denn? Denke, die mediterran verbreitete O. ficus-indica?
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #66 am: 02. Mai 2010, 18:51:55 »

ja, so einer war es. der mit den essbaren Kaktus - Feigen. Meiner war bis ca. -5 bis - 8 °C winterhart. Ich weiss nicht mehr woher ich den hatte. Wenn er nicht so entsetzlich haarfeine Stacheln hätte, die in der Haut steckenbleiben und dann abbrechen, dann hätte ich mir wieder einen besorgt.
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Giaco85

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #67 am: 02. Mai 2010, 19:17:28 »

Ich glaube man muß in diesem Jahr sehr viel Geduld mit den Feigen haben.

Wurzelausschläge sind in diesem Jahr auch bei den alten Feigen aus Bornholm zu beobachten (sonst nicht üblich) .

Dalmatie wird austreiben. Ich hatte versuchsweise einen einjährigen Trieb abgeschnitten. Dieser war grün und feucht.

Sultane treibt Wurzelausschläge.
Jetzt warte ich nur noch auf Madeleine des deux saison und Ronde de Bordeaux.

Bis jetzt also keine Totalausfälle. :D

VG
Giaco
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Bergfeige

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #68 am: 03. Mai 2010, 16:37:11 »

Hallo,
mein großer Feigenbaum, als Hochstamm auf 1,70 m gezogen, wunderschöner Baum, treibt endlich aus. Er scheint kaum Frostverluste zu haben. Es ist ein Brigiotto Nero. Ich hatte ihn von Rammes/Grünland, Lohmar, für 35 Euro mit vielen Früchten gekauft, es folgten viele neue Früchte, aber keine wurde reif. Ich hörte tel. vom Rüdiger Ramme, dem WDR-Fernsehgärtner, dass er vorletztes Jahr etwa 40 Feigen von seiner Brigiotto Nero erntete, sehr lecker. Mein Feigenbaum wurde letztes Jahr umgesetzt, Früchte kamen danach in Massen, aber fielen ab oder wollten nicht reifen. Also kann ich bisher nur eine gute Frosthärte und sehr gute Fruchtbildung bestätigen. Ich hoffe auf leckere Ernte in diesem Jahr.

Drei kleine Feigenbäume, 2007 in der Bucht ersteigert, sollen Stecklinge von Bayernfeige u.a. Markenfeigen sein, schlafen noch. Wachsen übrigens sehr langsam.
Zwei weitere Feigen ersteigerte ich 2009 bei M.H., leider sind es Kübelfeigen, nicht geplant, passierte:
1 x israelische Bergfeige, eine Kübelpflanze, die längst ausgetrieben hat.
1 x ung. Bauernfeige, die weiß der Geier warum, den Winter draußen blieb und jetzt überlegt, ob sie sauer ist, bleibt oder mit mir Frieden schließt, also noch keine Ahnung, ob... aber sie steht jetzt drinnen im Haus, könnte ja noch Frost kommen. Doch wenn sie den letzten Winter überlebt hat, pflanze ich sie in den Garten.
Hat jemand Erfahrung mit diesen Feigenbäumen?

Es grüßt
Die Bergfeige
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #69 am: 03. Mai 2010, 20:01:30 »

Ja, die rumänische Bauernfeige ist bei mir definitiv hinüber. Habe sie entgegen des Anratens von M.H. auch draussen überwintert. Ich dachte dass rumänische Feigen wohl an eher kontinentales Klima gewöhnt sind, die Feige sah das anders.

Gruss
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paulche

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #70 am: 03. Mai 2010, 20:57:12 »

Ja, die rumänische Bauernfeige ist bei mir definitiv hinüber. Habe sie entgegen des Anratens von M.H. auch draussen überwintert. Ich dachte dass rumänische Feigen wohl an eher kontinentales Klima gewöhnt sind, die Feige sah das anders.

Gruss

Hallo Lizzy,
das kannst du doch eigentlich erst in einem Monat sagen. Die Feige kann doch noch aus dem Wurzelbereich ausschlagen, selbst wenn sie oben erfroren ist. Eine ganz frostharte Feige ist sie aber nicht, auch wenn sie überlebt.
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viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn) 7b

Bergfeige

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #71 am: 04. Mai 2010, 09:23:55 »

Hallo,
ich habe mal am Stamm gekratzt, grün. Sie lebt, die ungarische Bauernfeige. Sie wird austreiben, ich habe bei dieser Feigensorte keine Erfahrung, wann sie normalerweise austreibt, ob früher oder später.
Aber.. wenn sie diesen harten Winter überlebt hat, dann kann ich sie im Garten auspflanzen. Spricht irgendwas dagegen? Ich mag nämlich keine Kübelkultur. Da muss ich zu viel gießen und das kostet Zeit.
Es grüßt
Die Bergfeige
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philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #72 am: 05. Mai 2010, 09:35:44 »

Es ist ein Brigiotto Nero. Ich hatte ihn von Rammes/Grünland, Lohmar, für 35 Euro mit vielen Früchten gekauft, es folgten viele neue Früchte, aber keine wurde reif.
Hallo,

Brogiotto Nero ist grundsätzlich für unser Klima nicht empfehlenswert, weil sie ziemlich spät reift. Du wirst zwar Früchte ernten können, aber vermutlich werden viele unreif bleiben. In Südeuropa wird diese Feige bis in den November hinein geerntet. Es ist allerdings eine sehr schmackhafte Feige.

Grüße
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #73 am: 05. Mai 2010, 15:02:13 »

Man, man, man, wie lange dauert das denn noch ? Ich habe auch an meinen Feigen gekratzt, die Rinde ist bei den meisten im unteren Teil grün, also leben sie wohl noch. Aber wann kommen die dann....
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Bergfeige

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #74 am: 05. Mai 2010, 16:14:10 »

Hallo,
danke für den Hinweis zur Brogiotto Nero. Im Internet gibt es kaum Erwähnungen. Meine Pflanzanleitung ist auf Italienisch. Da steht als Hinweis neben einem dicken Stammknubbel direkt oberhalb der Erde: punto d'innesto. Kennt jemand die Übersetzung in die Pflanzensprache? Und ist diese Feige evtl. veredelt?
Es war damals ein Spontankauf. Ich entdeckte die Früchte tragende Feige, ein wunderschöner kleiner Hochstamm und kaufte im März 2008. Jetzt überlege ich, wieso trug die Feige im März noch Früchte? Sie hat sie leider abgeworfen. Kam sie evtl. direkt aus dem Gewächshaus?

Übrigens... 2009 hatten meine Feigen schon am 9. April ausgetrieben, am 3. Mai trugen sie mindestens 5 - 10 voll ausgebildete Blätter, aber nur im unteren Stammbereich. Dieses Jahr sind sie wirklich sehr spät.
Und heute, liebe Lizzy, halte aus, habe ich die erste grüne Spitze gesehen. Sie kommen. Zwei Feigenbäume wagen es. Die andern zwei schlafen noch.
Interessanterweise ist die Kiwi in diesem Jahr früher als 2009. Ich habe die Fotos verglichen. 14 Tage früher.
Mein Garten, ein wunderbares Rätsel.
Es grüßt
Die Bergfeige
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