Hallo, Felidae,
Clematis Tubulosa-Hybride und Clematis x jouiniana können sehr gut auch als Bodendecker verwendet werden. Ich habe das in meinem Garten auch gemacht, allerdings in Kombination mit anderen Stauden und klassischen Bodendeckern, die Clematis liegen auf und zwischen anderen Stauden. Die Clematis werden im Spätwinter auf ca. 20 cm zurückgeschnitten. ...
bei mir gibt's eine Variation davon: Clematis jouiniana 'Praecox' dient als "Distanz-Bodendecker" für Flächen, an denen wg. Wurzelfilz sonst kaum was wächst. "Distanz-Bodendecker", damit meine ich: Die Ranken werden so lang, dass man ein ganzes Stück entfernt vom Filzzentrum pflanzen kann und dort dennoch gute Bodendeckung erreicht.
Den ersten Versuch damit habe ich im Umfeld eines Flieders gemacht. Der hatte oberflächennahes Wurzelwerk meterweit ausgesendet, in einem Kreis mit gut 2 m Radius hielten es nur Zwiebelblüher unbeschadet aus. Die Clematis, jenseits der kritischen Grenze gesetzt, hat die kahle Stelle mühelos überwachsen. Nach dem plötzlichen Pilztod des Flieders ist sie umgezogen an eine Riesenfichte und macht auch da einen ordentlichen Job.
Einmal eingewachsen, schafft sie lässig 3-4 qm und mehr.
Zwei praktische Hinweise:
- Unbedingt an die Nord- (oder Schatten-)Seite der gewünschten Deckfläche pflanzen, sie wächst gnadenlos zum Licht.
- Wie dicht es im Frühjahr wird, kannst du über den Schnittzeitpunkt steuern. Mit späterem Schnitt verzögerst du den Austrieb; so bleibt, logo

, im Frühling mehr Luft und Licht für andere Gewächse. (Die Blüte verzögert sich dann auch, aber weniger; die Pflanze holt zwischenzeitlich auf.)
Schöne Grüße
Querkopf