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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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Autor Thema: Clematis als Bodendecker  (Gelesen 17074 mal)

pearl

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #15 am: 01. September 2010, 21:13:33 »

Baustahlmatten, also Muniereisen, finde ich im Garten immer super.

Das Problem bei niederliegenden Viticellas ist ein anderes. Sie können kriechen, aber suchen sich etwas, an dem sie hochklettern können. Die bodenliegenden Triebe sind dann unbelaubt und nur das, was über 50 oder 70 cm hoch kommt trägt Laub und dann auch Blüten.

So machte es dieses Jahr eine Etoile Violette, die ich vergessen hatte. Sie kroch nach Osten auf die Paeonien zu, musste 1 m auf dem Boden überwinden und rankte dann in die abgeblühten Paeonien. Es war unmöglich dort zu jäten, was ich nach der Iris- und Peonienblüte ganz gerne tue.

Es war überraschend, Clematis so verwenden zu können, aber nachdem ich die Nachteile dieses Verfahrens kennen gelernt hatte, werde ich darauf in Zukunft verzichten.

Mit mehreren Integrifolias habe ich das auch schon versucht. Arabella lebt noch, aber so richtig effektiv ist es nicht. Nur die Durandii, die ist stark genug sich energisch in kleine Gehölze zu zwängen und dort angelehnt nach oben raus Blüten zu treiben.
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Biotekt

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #16 am: 01. September 2010, 22:13:11 »


Es war überraschend, Clematis so verwenden zu können, aber nachdem ich die Nachteile dieses Verfahrens kennen gelernt hatte, werde ich darauf in Zukunft verzichten.

Endlich schreibt mal jemand, dass eine Pflanzenverwendung wieder deren spezielle Natur wohl eher Nachteile als Vorteile verspricht.
Wer - wozu auch immer - wider die Wuchformen experimentiert und z.B. kriechende Gehölze zu Bäumen oder eben Gerüstkletterpflanzen zu Nichtkletterern erziehen will, wird "naturgemäß" einen entsprechenden Aufwand treiben und zahlreiche Nachteile in Kauf nehmen müssen.
So etwas fällt in eine Rubrik der Gartenkunst, die sich viele Menschen nicht auf Dauer leisten können, weil sie Aufwand und Nutzen in eine gewisse Übereinstimmung mir ihrer verfügbaren Freizeit bringen müssen.
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Auch 2018 sollte regelmäßiger nächtlicher Regen (23.00 Uhr bis 05.00 Uhr) auch dann völlig genügen wenn es außerhalb dieser Zeiten > 23° C warm ist.

Treasure-Jo

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #17 am: 01. September 2010, 22:34:27 »

...ich fand es mal interessant, über Clematis als Bodendecker geredet zu haben. Ich würde die Eremurus letztlich aber mit anderen Pflanzenpartner kombinieren, die meines Erachtens besser zusammen passen würden. Da fallen mir beispielsweise zahlreiche einjährige Sommerblumen ein, die nach der Eremurusblüte ihren großen Auftritt haben könnten. Oder Geranium 'Rozanne', die erst nach der Eremurusblte so richtig in Fahrt kommt, um mit langen Ranken durchaus größere Flächen bedecken kann. Auch Präriestauden und -Gräser zwischen den Eremurus gepflanzt, treiben spät im Jahr aus und haben Ihre Höhepunkte nach der Eremurus-Blüte und verschönern so die Zeit von Juli - Oktober.
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Jo

Danilo

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #18 am: 01. September 2010, 22:37:35 »

Endlich schreibt mal jemand, dass eine Pflanzenverwendung wieder deren spezielle Natur wohl eher Nachteile als Vorteile verspricht.
Wer - wozu auch immer - wider die Wuchformen experimentiert und z.B. kriechende Gehölze zu Bäumen oder eben Gerüstkletterpflanzen zu Nichtkletterern erziehen will, wird "naturgemäß" einen entsprechenden Aufwand treiben und zahlreiche Nachteile in Kauf nehmen müssen.
So etwas fällt in eine Rubrik der Gartenkunst, die sich viele Menschen nicht auf Dauer leisten können, weil sie Aufwand und Nutzen in eine gewisse Übereinstimmung mir ihrer verfügbaren Freizeit bringen müssen.
Diese Ansicht teile ich überhaupt nicht, sondern halte die Überlegungen dieses Threads im Hinblick auf staudige Clematis sogar für sehr sinnvoll.
Vorallem die angesprochene C. x jouiniana ist ein ausgezeichneter Bodendecker für Bereiche mit früheinziehenden Geophyten und auch die Verwendung als "Distanz-Bodendecker", wie Querkopf sie beschrieb, hat sich bei mir hier bewährt. Mal was anderes als Lamium, Waldsteinia und Tellima. Warum gestalterische Alternativen nicht nutzen, wenn sie einem geboten werden?
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Treasure-Jo

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #19 am: 01. September 2010, 22:54:17 »

...ich hatte ja Bilder versprochen, hier sind zwei davon. (kommt nicht ganz wunschgemäß rüber, aber immerhin...)

 Wie gesagt habe ich Clematis x jouiniana Nicht als alleinigen Bodendecker eingesetzt, sondern als horizontalen "Ranker" zwischen anderen Stauden. In diesem Fall in einem Gehölzrandbeet zusammen mit Aster ageratoides (gleiche Blütenfarbe, gleiche Blütezeit), Mahonien, Berberis, Hakonechloa und andere. Die gleiche Clematis in diesem Beet rankt sich an Gehölzen in die Höhe, kriechr aber auch über und zwischen Stauden, verwebt quasi das gesamte Beet.



Clematis x jouiniana zwischen Stauden 1



Clematis x jouiniana zwischen Stauden 2




Clematis x jouiniana Blüten



Clematis x jouiniana neben Hakonechloa



Clematis x jouiniana zwischen Stauden 3

« Letzte Änderung: 01. September 2010, 23:05:18 von Treasure-Jo »
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Jo

Biotekt

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #20 am: 01. September 2010, 22:58:41 »

Warum gestalterische Alternativen nicht nutzen, wenn sie einem geboten werden?

Ich will darüber nicht streiten, denn wahrscheinlich lassen unsere offensichtlich verschiedenen Perspektiven hinsichtlich der Beurteilung des "normalen" Umganges mit Gestaltung und "gestalterischen Alternativen" wenig übereinstimmende Meinung zu. M.E. sollte zuerst die "nichtalternative" Gestaltung beherscht werden, ehe man sich zu Gestaltungszwecken jenseits der üblichen Pflanzenverwendungen betätigt.
Mag ja sein, dass ich das den Umgang mit Kletterpflanzen zu zweckorientiert betrachte, aber mit wäre es lieber, wenn dieses Thema im "Atelier" behandelt würde...
« Letzte Änderung: 01. September 2010, 22:59:41 von Biotekt GR a.D. »
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Katrin

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #21 am: 01. September 2010, 23:08:58 »

sollte zuerst die "nichtalternative" Gestaltung beherscht werden, ehe man sich zu Gestaltungszwecken jenseits der üblichen Pflanzenverwendungen betätigt.

Meinst du das ernst? Wer trifft denn die Einteilung? Wieso sollte jemand, der Clematis als Bodendecker hübsch findet, diesen nicht nehmen, weils eine 'alternative' Pflanzenverwendung ist? Weiß auch der Clematis darüber Bescheid?

Danke für die erhellenden Bilder, Jo. Das sieht ja richtig gut aus.
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Treasure-Jo

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #22 am: 01. September 2010, 23:11:25 »

...die in meinem Beet gezeigte Clematis fühlt sich offenbar sowohl kletternd als auch aufliegend sichtlich wohl und die Pflanzenkombination empfinde ich durchaus passend. Das diese Verwendung von Clematis im Allgemeinen eher die Ausnahme als die Regel bleiben wird, denke ich schon.
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Jo

Querkopf

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #23 am: 01. September 2010, 23:12:28 »

Hallo, Biotekt,

... M.E. sollte zuerst die "nichtalternative" Gestaltung beherscht werden, ehe man sich zu Gestaltungszwecken jenseits der üblichen Pflanzenverwendungen betätigt.
Mag ja sein, dass ich das den Umgang mit Kletterpflanzen zu zweckorientiert betrachte, aber mit wäre es lieber, wenn dieses Thema im "Atelier" behandelt würde...
da steckt ein Missverständnis drin. Einige Leute, die hier Bodendecker-Verwendungen von Clematis beschrieben haben - ich auch -, beziehen sich ausdrücklich auf staudige Clematis. Und die klettern nun mal nicht. Jedenfalls nicht wirklich ;).

Schöne Grüße
Querkopf
« Letzte Änderung: 01. September 2010, 23:13:43 von Querkopf »
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"Konsequenz heißt auch den Holzweg bis zum Ende zu gehen!"
Online-Leserkommentar zu einem Artikel der österreichischen Zeitung "Der Standard" über Donald Trump, 30.04.2020

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #24 am: 01. September 2010, 23:14:03 »

Ich will darüber nicht streiten, denn wahrscheinlich lassen unsere offensichtlich verschiedenen Perspektiven hinsichtlich der Beurteilung des "normalen" Umganges mit Gestaltung und "gestalterischen Alternativen" wenig übereinstimmende Meinung zu. M.E. sollte zuerst die "nichtalternative" Gestaltung beherscht werden, ehe man sich zu Gestaltungszwecken jenseits der üblichen Pflanzenverwendungen betätigt.
Nur um sicher zu sein, daß wir nicht aneinander vorbeireden: Es war nicht allein von kletternden Clematis die Rede.
Der Einsatz nichtrankender, sondern aufrecht oder lagernd wachsender Clematis als Bodendecker ist aus meiner Sicht nicht als "unüblich" zu betrachten. "Gestalterische Alternative" und "alternative Gestaltung" sind schon semantisch zwei verschiedene Paar Schuhe. Im konkreten Fall stellt sich eher die Frage, welche Verwendung für Clematis recta oder C. x jouiniana als üblich bezeichnet werden kann.

EDIT: Querkopf war ein paar Sekunden schneller ;)
« Letzte Änderung: 01. September 2010, 23:14:39 von Danilo »
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fromme-helene

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #25 am: 01. September 2010, 23:14:27 »

Dieser Thread ist im Klettergarten wohl wirklich nicht allzu gut aufgehoben.
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Querkopf

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #26 am: 01. September 2010, 23:16:39 »

Ja, Fromme-Helene, stimmt - er passt viel besser ins Atelier.

Könnte vielleicht mal ein Mod freundlicherweise schieben?

Schöne Grüße
Querkopf
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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #27 am: 01. September 2010, 23:17:47 »

Dieser Thread ist im Klettergarten wohl wirklich nicht allzu gut aufgehoben.
Da stimme ich mit biotekt überein, da es ja primär um gestalterische Aspekte geht.
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Treasure-Jo

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #28 am: 01. September 2010, 23:26:39 »

...wenigstens wei der Bilder mit höherer Auflösung:

Clematis x jouiniana zwischen Stauden 1
Clematis x jouiniana zwischen Stauden 2
« Letzte Änderung: 01. September 2010, 23:28:44 von Treasure-Jo »
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Liebe Grüße

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Querkopf

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Re:Clematis als Bodendecker
« Antwort #29 am: 01. September 2010, 23:42:42 »

Hallo, Felidae,

... Ich wollte die Clemi oberhalb der Steppenkerzen pflanzen. Die langen Ranken sollen dann mehr oder weniger locker dazwischen her wachsen und wenns geht, den ganzen Sommer blühen. Im Januar alles wieder ratzekurz schneiden, damit die Steppenkerzen wieder austreiben können. ...
"ratzekurz schneiden" geht nur mit Clematis der Schnittgruppe 3 (wobei Januar etwas früh sein könnte) - Auswahlkriterium Nr. 1.

Auswahlkriterium Nr. 2 ist sicherlich die Schneckenanfälligkeit. In meinem Garten, wg. Waldrandlage leider reich an Schleimern >:(, sieht es ähnlich aus, wie bei Kraut es beschrieben hat: Vor allem Cl.-Hybriden werden schnell abgeraspelt an Plätzen, an denen sie nicht sofort in die Luft gehen können. Ob es Schneckenfeste gibt unter den Roten, die du gern hättest (bei diesem Farbwunsch müsstest du dich bei großblumigen Hybriden, Viticellas und Texensis-Sorten umsehen), weiß ich leider nicht. Und einen dieser "dekorativen" ::) Schneckenkragen kannst du im Beet, das du schilderst, sicherlich nicht gebrauchen...

Schöne Grüße
Querkopf
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