Sind es dann nur die schon beschriebenen schmalen Honorare, die den Kenner und Sammler einer Pflanzengattung davor abschrecken, ein Buch zu schreiben, das auch Einsteiger animiert, sich intensiver damit zu beschäftigen?
Das Beispiel Paeonia finde ich geradezu passend. Halda ist sicherlich eine "Bibel" für den Liebhaber von Wildarten. Das alte Pfingstrosenbuch von Reinhilde Frank von 1989 habe mir von meinem ehemaligen Chef während meiner Umschulung schenken lassen. (Damals war ich also schon vorbelastet.

)
Wenn ich meiner Gartenfreundin, die einen wunderschön gestalteten Garten mit "Standardstauden" hat, mit dem "Pfingstrosenvirus" infizieren möchte, würde ich ihr jedoch keines der beiden zum Geburtstag schenken.
Ersteres halte ich zu wissenschaftlich für den Einsteiger, obwohl die Zeichnungen einfach wunderschön sind. Das zweite finde ich einfach zu "trocken" mit den vielen Sortenbeschreibungen ohne Abbildung.
Das "Büchlein" von Frau Tornieporth finde ich dagegen richtig gut. Es beschreibt und bildet die wichtigstens Spezies ab, zeigt wesentliche Beispiele von den verschiedenen Züchtungslinien bei Stauden- und Strauchpfingstrosen auf und ist auch in Hinblick auf die Kulturhinweise glaubhaft. Im Literaturverzeichnis wird übrigens auch auf Halda hingewiesen.
Zu Deinem Hinweis auf die "Vorbelastung" der Forumsmitgleider will ich nur anmerken, dass ich nicht möchte, dass man uns für elitär hält, weil einige "vom Fach" sind oder andere "fachkundige Laien" sind, die in ihrer Liebhaberei sicher mehr Fachkenntnisse haben als die meisten ausgebildeten Gärtner (mich eingeschlossen

).