Ich muss zum Thema Böhm auch ehrlich sagen dass man nicht weiß was in seinem Kopf so vorgegangen ist. Ob es alleine nur ein kommerzieller Gedanke war kann wohl niemand beantworten.
Ich züchte ja auch seit einigen Jahren Rosen als Hobbyzüchter. Auf die Idee eine bestehende Rose als meine eigene Züchtung auszugeben käme ich nie. Ein Züchter, kommerziell oder als Hobby, ist doch auch stolz auf das was er erreicht. Jeder Züchter hat Ziele und ist happy wenn er sich denen annähert, oder sie erreicht.
Wer lügt sich schon gerne in die eigene Tasche.
Gerade sitze ich zwischen meinen Aussaaten und freue mich schon wenn die ersten keimen. Sie dann aufzuziehen ist ein einmaliges Erlebnis mit viel Spannung. Das spätere Selektieren fällt mir immer noch schwer, da mir die Pflanzen leit tun.
Einen Steckling machen oder ein Auge zu okulieren ist einfach. Sie dann als mein Geschöpf auszugeben kann ich nicht nachvollziehen.
Sorry dass ich mich da so reinsteigere, aber ich finde so etwas dreist und unfair. Ich kenne einige Hobbyzüchter. Einer hat sogar schon mehrere Preise mit seinen Rosen gewonnen und ich pflege mit ihm ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Da bin ich in keinster Weise neidisch. Das Gegenteil ist der Fall, ich freue mich mit ihnen und tausche auch gerne Erfahrungen aus. Nur um Erfolge vorzuweisen, dann zu betrügen ist in meinen Augen etwas krank und spricht nicht für die jeweilige Person.
Ein Züchter wird mit seinen Rosen "unsterblich". Als "Betrüger" möchte ich nicht in den Geschichtsbüchern stehen.
Mit Rosengruß
Vulkanrose