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Autor Thema: ADR-Rosen 2010  (Gelesen 14979 mal)

Raphaela

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #105 am: 10. Dezember 2010, 22:27:46 »

"...Resistenzbruch? Wenn Pilz und Rose nach langer Zeit wieder zueinander finden...." - Danke für die Erklärung.

Vom thread aus dem Link hab ich die ersten zwei Seiten gelesen: Die dort in verschiedenen Gegenden jeweils als "krank" oder "gesund" eingestuften Sorten finde ich auffallend verschieden...Eine weitere Bestätigung, daß die Gesundheit einer Sorte standortbedingt extrem variieren kann.
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Staudo

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #106 am: 10. Dezember 2010, 22:34:00 »

Das ist eben ein Vorteil der ADR-Rosen. Diese wurden geprüft und bleiben mit großer Wahrscheinlichkeit an verschiedensten Standorten gesund. ;)
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Raphaela

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #107 am: 10. Dezember 2010, 22:35:45 »

In meinem (Haus-) Garten ist Schneewittchen auch ein Beispiel für wachsende Gesundheit mit wachsendem Alter: In den ersten Jahren standen die Pflanzen auch öfter schon im Sommer blattlos da.
Inzwischen hat sich die Widerstandskraft gegen SRT merklich erhöht: Am Laub ist auch im Herbst nix mehr auszusetzen (ohne Spritzen).
- Übrigens stehen sie auch halbschattig bis schattig.

Im Rosenpark gibt es jetzt auch eins ( "aus Versehen", war eine Fehllieferung), das allerdings vollsonnig steht. Die Gesundheit war im ersten Standjahr durchwachsen. Bin mal gespannt, wie es sich zukünftig entwickelt (gespritzt wird da auch nix).
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Raphaela

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #108 am: 10. Dezember 2010, 22:39:49 »

Genau das erscheint mir zweifelhaft, Staudo: Warum würden sonst relativ viele nach relativ kurzer Zeit wieder "degradiert"?
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Staudo

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #109 am: 10. Dezember 2010, 22:42:37 »

Was ist relativ kurze Zeit? 15 Jahre, 20 Jahre, 30 Jahre? Wenn sie solange durchgehalten haben, ist es doch gut. Schließlich wird weiter gezüchtet. Dass die Sorten, die mit Spritzung das ADR-Zeichen bekamen, so nach und nach rausfliegen liegt in der Natur der Sache.
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invivo

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #110 am: 10. Dezember 2010, 22:43:34 »

@Staudo
Danke. (Kosten?)
Wenn man bei der Vorsichtung sieht wie unterschiedlich manchmal dieselbe Staudensorte bei verschiedener Herkunft ist, dann könnte ich mir vorstellen, dass das bei Rosen nach jahrelanger Vermehrung ähnlich sein wird.

@Raphaela
Ich denke es ist der Thread, bei dem es irgendwann um die SRT-Stämme, genetische Abstammung der Resistenzen usw. geht. Weiterlesen lohnt für Interessierte.
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Grüße
invivo

Raphaela

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #111 am: 10. Dezember 2010, 22:46:15 »

Ich diskutiere dieses Thema manchmal mit (zwangsweise "privaten") Züchtern ;)
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Staudo

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #112 am: 10. Dezember 2010, 22:49:15 »

@Staudo
Danke. (Kosten?)
Wenn man bei der Vorsichtung sieht wie unterschiedlich manchmal dieselbe Staudensorte bei verschiedener Herkunft ist, dann könnte ich mir vorstellen, dass das bei Rosen nach jahrelanger Vermehrung ähnlich sein wird.

Die Kosten tragen zum ganz überwiegenden Teil die Forschungseinrichtungen.

Zitat
Wenn man bei der Vorsichtung sieht wie unterschiedlich manchmal dieselbe Staudensorte bei verschiedener Herkunft ist

Das ist ein großes Problem. Mit der Zeit gibt es Verwechslungen und mogeln sich Sämlinge in die Bestände und manchmal vergisst ein Gärtner auch durchgängig zu etikettieren und erinnert sich hinterher vage, was es gewesen sein könnte ...
Das die Staudensichtung wieder etwas Ordnung in die Sortimente bringt, ist hoch zu achten.
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invivo

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #113 am: 10. Dezember 2010, 22:50:13 »

Je nachdem wo an der Pflanze das Auge genommen wird soll sich doch sogar der Habitus der daraus entstehenden Rose verändern. Dann kommt noch die Unterlagenfrage ... ::)
Ich glaube die Ordnung im Sortiment wünscht sich Raphaela auch manchmal. ;D

@Staudo
Ihr bekommt das bezahlt? Welch Luxus.
« Letzte Änderung: 10. Dezember 2010, 22:54:17 von invivo »
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invivo

Starking007

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #114 am: 10. Dezember 2010, 22:53:29 »

Rosen gehen manchen an die Seele, denen passt dann einfach ein Schema grundsätzlich nicht und da heißt nun mal eines ADR.
Andererseits vergiessen diese Leute Freudentränen im Angesicht einer duftenden romantischen Blüte und sehen nicht mehr, dass diese auf einem kahlen Stängel von 1,2m Höhe und mehr steht.
Ich hab schon zuviele dieser "betörenden" Kragel (bayrisch, kahle krumme Stange) gesehen.
Die ADR-Sichtung (auch Staudensichtung etc.) beobachte ich zumindest an der LWG in VH (und selten auch anderswo) seit Jahren, das sind harte, sehr neutrale Testbedingungen!
Natürlich gibt es gute Rosen ohne ADR, wie die genannte Jaques Cartier, die ich 2009 für je 99ct erworben habe.
« Letzte Änderung: 10. Dezember 2010, 22:56:22 von starking007 »
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Gruß Arthur

Starking007

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #115 am: 10. Dezember 2010, 22:53:54 »

Rosen gehen manchen an die Seele, denen passt dann einfach ein Schema grundsätzlich nicht und da heißt nun mal eines ADR.
Andererseits vergiessen diese Leute Freudentränen im Angesicht einer duftenden romantischen Blüte und sehen nicht mehr, dass diese auf einem kahlen Stängel von 1,2m Höhe und mehr steht.
Ich hab schon zuviele dieser "betörenden" Kragel (bayrisch, kahle krumme Stange) gesehen.
Die ADR-Sichtung (auch Staudensichtung etc.) beobachte ich zumindest an der LWG in VH (und selten auch anderswo) seit Jahren, das sind harte, sehr neutrale Testbedingungen!
Natürlich gibt es gute Rosen ohne ADR, wie die genannte Jaques Cartier, die ich 2009 für je 99ct erworben habe.
« Letzte Änderung: 10. Dezember 2010, 22:54:45 von starking007 »
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Gruß Arthur

rosenschule

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #116 am: 10. Dezember 2010, 22:56:51 »



@rosenschule
Schon durch dein Label und dein gemischtes Sortiment bist du doch prädestiniert hier über gesunde Rosen zu referieren. Ich hoffe man findet deinen Erfahrungsschatz auch in deinem Buch wieder.

Je verbreiteter alte Rosen werden, desto höher müsste auch die Wahrscheinlichkeit eines Resistenzbruchs sein.
sorry, über Sorten ist da leider gar nix drin ::)
, höchstens mal Beispielhaft eine besonders robuste erwähnt.
ist nur Rosenpflege, die aber ausführlich auf biologischer Grundlage
und ein eklig komplettes Krankheitsverzeichniss :-X
 
das mit der Verbreitung ist eine einleuchtende Theorie, je mehr sich etwas ausbreitet, desto eher bremst Mutter Natur das ja wieder aus! Leider habe ich da keinerlei Beobachtung in diese Richtung gemacht. Scheint eher auf die Entwicklung der Pilzstämme anzukommen. Wenn man aber sieht, wie bei Salat von "Resistenzen gegen Mehltaustamm 18 bis 27" gesprochen wird, und jeder genau weiß, Stamm 28 entwickelt sich bestimmt noch diesen Sommer, dann scheint reine resistenzzüchtung auch Grenzen zu haben.
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rosige Grüße aus Steinfurth

invivo

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #117 am: 10. Dezember 2010, 23:05:30 »

Eine endgültige Resistenz wird es sicher niemals geben, nur ewiges Wettrüsten. Diesem Dilemma versuchen die Züchter dann durch das bereits angesprochene, glänzende "Plastiklaub" zu begegnen. Das ist dann schon rein mechanisch gesünder.

@rosenschule
Du kannst deine Erfahrungen ja auch exklusiv mit uns teilen, das wird sich dann vielleicht indirekt auszahlen.
« Letzte Änderung: 10. Dezember 2010, 23:05:56 von invivo »
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invivo

Raphaela

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #118 am: 10. Dezember 2010, 23:11:39 »

Zitat von Invivo:
"...Je nachdem wo an der Pflanze das Auge genommen wird soll sich doch sogar der Habitus der daraus entstehenden Rose verändern..."

- Das scheint inzwischen erwiesen zu sein: Wenn man z.B. schwach entwickelte und/oder unreife und/oder sonst untaugliche Augen verwendet, werden die daraus erzielten Pflanzen wohl keine Wonneproppen. Ein Grund, warum Vermehrung in großen Stückzahlen bei noch nicht ausreichend vorhandener Anzahl von Mutterpflanzen qualitativ nach hinten los gehen kann.
Dann gibt es noch das Phänomen, daß (irrtümlich oder aufgrund zu großer Nachfrage) die Verwendung von Blütentrieb- statt Langtrieb-Augen dazu führen kann, daß die so vermehrten Kletterrosen-Nachkommen nicht mehr klettern (das kam wohl bei Gloire de Dijon u.a. öfter vor).
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kaieric

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Re:ADR-Rosen 2010
« Antwort #119 am: 10. Dezember 2010, 23:15:29 »

Ich verstehe, dass die Züchter ihre alten Rosen aus dem Programm nehmen. Nicht nur weil das Geld durch Lizenzen an geschützen Schnitt- und Gartenrosen herein kommt, sondern auch weil sie einfach nicht mehr in das Programm (z.B. wegen fehlender Gesundheit) passen.

allerdings führt das eingeständnis, dass offenbar ehemals als adr-rosen prämierte sorten jahre später 'zu recht' dieser status aberkannt wird, weil die prämierungsrichtlinien 'verschärft' worden seien, den vorgang, den anspruch und vor allem das ergebnis ad absurdum.
was soll das denn heissen: schneewittchern und frisia, die ehemals als das nonplusultra an pflanzengesundheit prämiert und propagiert worden waren, werden nun deklassiert...und was machen ihre besitzer nun mit der angeblich so gesunden pracht - rausreissen???? :P
das ist ganz einfach frecher beschi*s!!!!!!!!!!*pfui*
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