Grundsätzlich besteht der Unterschied in der Robustheit von alten und neuen Rosensorten darin, daß wir es bei den neuen noch ausprobieren muß, bei den alten weiß man, was sie taugen!
Hört sich nach Binsenweisheit an, ist aber so: bei neueren Züchtungen ist die Wahrscheinlichkeit größer, daß es ein neuer Pilzstamm schafft ihre Resistenz zu "knacken". Bei alten kann das auch noch passieren (siehe Gloria Dei: pünktliche Abbau zum 50. Geburtstag) ist aber unwahrscheinlicher. Also ist es bei echetn alten Sorten wie die angesprochene Jacques Cartier leichter eine sichere Empfehlung auszusprechen.
Trotzdem wird die nie mehr ADR Rose.
Das mit dem fehlenden Traditionsbewußtsein bei den großen Rosenzüchtern ist leider sehr war. Niemand verlangt von denen ein Rosarium der firmengeschicht zu führen, aber ein wenig Interesse an den eigenen Wurzeln wäre schön.
Als mir der Obergärtner der Porsche-Villa in Stuttgart verzweifelt die letzten "Porsche-Rosen" brachte, die bei Bauarbeiten mitten im Juli rausgebaggert wurden, wandte ich mich an kordes, zwecks recherche, da bekannt war, daß es eine alte kordes-Züchtung sei.
Die hatten noch nicht mal ein Archiv um den Namen zu recherchieren, alles vernichtet!
nur über Literatur aus Australien konnte ich die Rose als Ferry Porsche identifizieren. Zugegeben, ist halt eine 70erjahre durchschnittsedelrose, ohne besondere Resistenz, aber trotzdem ein Stück Geschichte!