@Vanessa,
...das fragst Du mal besser den Fachmann!

Nur soviel von mir basierend auf meinen eigenen, spärlichen Erfahrungen:
Erstens halte ich Anaphalis für eine gestalterisch
sehr interessante Pflanze, aufgrund des sehr lange schmückenden silbrigen Laubs und der weißen Blüte, die sich mit allen Farben und Formen wundervoll kombinieren lässt.
Zweitens: Anaphalis triplinervis wird in fast jedem Buch als Staude für trockene Standorte empfohlen oder gar gerühmt. Ich kann diese Euphorie nicht teilen. Auf sehr durchlässigen, sommertrockenen Standorten kommt Anaphalis an ihre Grenzen. Wenn man auf einem konsequent extensiv gepflegten Beet auf Wässern verzichtet, sehen die Pflanzen nach trockenen Sommermonaten auf sandigem Boden so aus:

Anaphalis triplinervis nach trockenem SoDie Ausfallrate nach 4 Jahren Kiesbeet betrug ca. 70-80%.
Eigentlich nicht überraschend, wenn man weiß, dass Anaphalis aus frischen bis sogar feuchten Himalaya-Regionen stammt. Die silbrigen Blätter sind daher weniger ein Zeichen von besonderer Trockenheitsresistenz, wie das typischerweise viele mediterranen Pflanzen aufweisen (Lavendel und Co). Das silbrige Blatt ist hier eher ein UV-Schutz gegen die Himalaya-Höhenstrahlung.
Mein Hauptinteresse bezüglich neuer Anaphalis-Sorte bezieht sich auf eine möglicherweise bessere Trockenheitsverträglichkeit und die bessere Eignung für trockene Kiesbeete u. ä.
Auch andere Blattformen, sowohl schmälere oder auch breitere Blätter, können gestalterisch interessant sein.
Im Übrigen erwähnt auch Hansen, dass Anaphalis auf sandigem Boden als kurzlebig einzustufen ist (Lebensdauer 3-5 Jahre). Auf lehmigem Boden, wo in der Regel auch die Wasserversorgung besser ist, kann Anaphalis als durchaus langlebige Staude (> 10 Jahre ?) angesehen werden. Das macht mir für die Verwendung in dem gezeigten Garten Hoffnung auf ein langes und erfülltes Anaphalis-Staudenleben.
Gruß
Jo