Auch die diesjährigen Kürbispflanzungen wollen jetzt geplant werden, zwecks Saatgutbeschaffung. Da sitze ich wieder vor der übergroßen Auswahl und muß mich entscheiden...
Ich möchte diesmal gerne anbauen:
- einen Butternut. Der bekannteste ist
Early Butternut, aber bei kuerbis-company.de ist z.B.
Barbara F1 deutlich besser bewertet. Nachteil: F1. Und die starken Ranken, wie die meisten Moschuskürbisse.
- Einen Kürbis aus janischer Züchtung vom Kabocha-Typ. Die Japaner haben einfach sehr hohe Qualitätsansprüche, und der ebenfalls japanische
Puccini war ein voller Erfolg.
http://ahs.cqu.edu.au/info/science/psg/AsianVeg/Kabocha.html schreibt, daß die Kabochas Kreuzungen von C. maxima und C. moschata seien.
Delica / Ebisu (nicht zu verwechseln mit 'Delicata') gehört dazu. Aber eben auch
Iron Cup F1 / Tetsukabuto. Tja, wieder ein F1, noch dazu pollensteril... Aber einen samenechten Kabocha wird man wohl nicht finden, oder?
- Evtl. einen Buttercup. Die Sorte
BonBon F1 hat zumindest auf dem winzigen Bild bei K-C. eine geradezu unwirkliche Form. Aber vielleicht ist die Ähnlichkeit im Fruchtfleisch zu den Kabochas so groß, daß ich auf einen Buttercup verzichten kann? Wer kennt beide? Kann man die Schale mitessen?
- Einen Kuri. Mein Hokkaido 'Baby Bear' hat 2004 nicht überzeugt. Gerademal zwei kleine Früchte...
k-c. führt den
Sunny Hokkaido F1 und nennt ihn den 'besseren Hokkaido'. Listet ihn aber andererseits als Kabochatyp, aber aus amerikanischer Zucht. Hautvorteil (neben dem guten Fruchtfleisch): kompakter Wuchs!
- Ein Ölkürbis. Seltsam, laut k-c. ist das Fruchtfleisch kaum zum Verzehr geeignet, laut Gerhard Bohl für Marmelade und Einkochen. In einer Zeitschrift (möglicherweise 'Obst-Wein-Garten'?) habe ich etwas von der Züchtung auf Virustoleranz hin gelesen. (Etwas für Dich, Bea!)
Irgendwie war auch von der Einkreuzung von Resistenzgenen aus C. moschata die Rede. Seltsam, bisher dachte ich, daß sich C. pepo und C. moschata nicht kreuzen lassen?
Leider werden die neuen Ölkürbissorten wohl noch nicht im Einzelhandel zu finden sein. Also einfach
Steirischer?
Hat jemand von Euch schon
Lumina,
Blue Hubbard,
Purple Prince oder
Triple Treat angebaut?
Bea, hattet Ihr auch bei C. moschata-Sorten Probleme mit der Viruskrankheit?
Hier nochmal der Link zu Sorten und Ernte 2004:
http://forum.garten-pur.de/index.php?board=20;action=display;threadid=1910;start=30- Auf jeden Fall wieder angebaut wird Tondo Padana. Sowohl Geschmack als auch Aussehen waren top. Der einzige Nachteil sind die langen Ranken. Zum Glück habe ich noch drei Korn von letztem Jahr...
Wenn jemand selbst geerntetes Saatgut von mir haben möchte, bitte jetzt melden! Habe leider nicht handbestäubt, es kann also irgendetwas hereingekreuzt worden sein. Im Garten wuchsen aber nur gute Speisekürbisse, das Ergebnis wird also zumindest eßbar sein.
- Den zweiten Stammplatz hat sich Puccini gesichert. Viel kleiner als T.P., aber ansonsten gilt das oben gesagte (super Fruchtfleisch, tolles Aussehen, kann Kerne unbekannter Bestäubung abgeben.)
- Auch Sweet Dumpling wird wieder angebaut. Qualitäten ähnlich gut wie Puccini, ein wenig größere Früchte, Aussehen ganz anders. Saatgut siehe oben.
- Der einzelne mittelgroße C. maxima mit hellblaugrauer Farbe war auch sehr überzeugend. Aussehen und Geschmack wie Karotten. Leider weiß ich die Sorte nicht genau. Samen stammten entweder aus einem 2003 verzehrten Kürbis oder von jemandem, der sie mit 'Blauer Kürbis' beschriftet hatte. Möglicherweise Blauer Ungarischer. Gleicht sein gegartes Fruchtfleisch exakt dem von Karotten (in Aussehen und Geschmack)?