Wie schon öfters erwähnt wurde, geschehen Fehler und Schnitzer, wo gehobelt wird und Menschen am Werk sind. Bei diesem Büchlein wäre es trotzdem gut gewesen, wenn ein Mensch mit tiefer Sortenkenntnis quer gelesen hätte. Denn diese Materie ist diffizil und unüberschaubar geworden, kaum wer blickt da noch durch.
Kulturtipps gelten nur für die Gegend des Verfassers, nicht unbedingt für jeden Ort. Hier bei uns ist die Narzissenfliege kein Thema, sondern der Grauschimmel, andernorts eben andere Probleme.
Nichtdestotrotz dürfen auch die besten Kenner der Materie sich nicht anmaßen, Wissenschaftler zu sein. Die echten sitzen in England und haben wahrscheinlich weder Zeit noch Lust, eine deutsche Ausgabe zu korrigieren. Das berechtigt aber nicht, dass nun alles, was außerhalb Englands geschrieben wird, gleich als minderwertig einzustufen. Es ist vielleicht flacher, das mag sein. Ich wehre mich aber, dass das Thema Galanthus nur einem erlauchten Freimaurerclub vorbehalten bleibt, die sich nicht in die Karten schauen lassen, wie ich mich auch dagegen stelle, ein durchaus spannendes Gebiet gleich wieder markttechnisch auszuschlachten und hochzujubeln, nur weil dies jetzt gerade modern ist. Auf dem Teppich bleiben. Und kritisch sein.
Rechtschreibung kann man im Übrigen auch korrigieren und bekritteln.

Das wäre angebrachter und fällt der Mehrheit gleich auf, im Gegensatz zu einer weißen Sorte mit fünf Strichelchen und einer anderen mit sechs.

Die Rezension in der GP kann ich ebenfalls nicht ganz nachvollziehen. Ich habe ihr daraufhin einen Brief geschrieben. Denn die Aufmachung allein kann es nicht sein, dass ein Buch relativ schlecht bewertet wird.