Stimmt, man könnte einen breiten Schnitt der Hemerocalliszucht zeigen, nicht nur die Spider, damit wieder mehr Leute Hemerocallis pflanzen.
Wie schon an anderer Stelle geäußert, fand ich diese BUGA im Gegensatz zu anderen gesamtheitlich sehr gut, stimmungsvoll, das Personal freundlich, die Pflanzungen durchwegs o.k, das Gesamtkonzept inmitten einer historischen Stätte am Zusammenfluss von Rhein und Mosel sehr gelungen.
Was mir allerdings nicht gefiel, war der Präriegarten, der viel zu sehr auf Show ausgerichtet war. Wenn ohnehin alle anderen Staudenpflanzungen dekorativen Beetcharakter hatten, dann sollte wenigstens eine Prärie dahingehend stimmungsvoll wirken, indem differenziert und artenreich gepflanzt wird. Dies ist jetzt meine Meinung hierzu, andere sehen es eben anders.
Ich wünschte mir hierbei durchaus einmal viele der neueren Echinacea locker gepflanzt, durchwoben mit Sporobolus, Panicum und Eragrostis, nicht nur Quadratmeterschauen, welche Oehme und Sweden besser machten, indem sie sich an der Weite der Fläche und der vorhandenen Architektur orientierten, primär dabei nicht aber an eine Prärie dachten, sondern sich lediglich die Pflanzen dafür nahmen, um Gartenarchitektur mit Pflanzen zu bewerkstelligen! Ich vermisste außerdem viele Astern, Monarden.
Gerade die Stelle auf der Bundesgartenschau wäre prädestiniert für einen Präriegarten gewesen (nach Westen offen, "Conquest of Paradise") und sogar von oben zu besichtigen! Aber 1 a Helenium neben 10 qm Panicum und 100 qm Helianthus machen für mich keine Prärie aus, auch wenn sie vordergründig noch so wirkungsvoll scheinen.
Eine Gartenschau ist auch dazu da, neue Wege der Pflanzenverwendung aufzuzeigen, inkl. der nötigen Pflegekonzepte. In diesem Fall für das Öffentliche Grün, nicht nur für den Otto Normalverbraucher und die Mizzitant.
Und das zweite Minus waren die Themengärten, die zwar in der Bebauung teilweise sehr kreativ waren, nicht aber in ihrer gärtnerischen Seele.