@all: was mich an diesem Thread am meisten verwundert, ist daß sich offenbar keiner wirklich dafür interessiert, seinen abwechslungsreichen/phantasievollen/unverwechselbaren Garten prinzipiell altersgerechter zu gestalten.
Gib doch mal mehr Eindrücke! Hast Du ein paar Fotos?
Ich hätte Fotos - aber da unser Haus/Garten regional sehr aus der Reihe fällt, würden Aufnahmen größerer Gartenteile die Anonymität aufheben.
Vor ca. 10 Jahren wurde ich von einem Stalker verfolgt - die teuren italienischen Pflanzkübel vor der Haustür wurden in den Straßengraben geworfen, die englischen Rosen umgetreten und auch sonst noch einiges verwüstet. Heue lebe ich vollkommen anonym unter neuem Namen an anderer Adresse und ich wünsche mir, daß das so bleibt.
Aber ich werde mich auf die Suche nach kleinteiligen Aufnahmen machen - vielleicht vermitteln die einen ungefähren Eindruck.
Irgendwie irritiert mich allerdings die Annahme, daß die Optik pflegearm gestalteter Anlagen sich stark von denen pflegeaufwändiger unterscheidet.
Ich geb mal ein Beispiel: Beete sollen nur so tief sein, daß man zur Pflege nicht hineinsteigen muß - sind sei von beiden Seiten zugänglich, können sie deswegen breiter werden. Möchte man trotzdem breitere Beete, ist die Anlage eines befestigten Pfades (40 cm Mindestbreite) in die Beetfläche sinnvoll, damit man beim pflegen nicht zwischen den Stauden herumbalancieren muß. Die Trittsicherheit und das Gleichgewicht nehmen im Alter grundsätzlich ab und die Sturzgefahr steigt daher.
Stauden und Gehölze soll man möglichst nicht im Beet mischen (Gehölze am hinteren Beetrand sind kein Problem - sinnvollerweise trennt man sie z. B. mit Rasenkantensteinen vom Staudenbereich, damit unkundige Gartenhelfer im Herbst oder Frühjahr die Stauden abschneiden können, ohne die Gehölze zu ruinieren).
Rosen gut zugänglich in nicht zu breite Rosenbeete pflanzen - die nötige Schneidarbeit läßt sich dann auch noch daneben sitzend am Rollator vornehmen. Kletterrosen kurz halten, damit Leiterklettern entfällt.
Schnitthecken machen in Summe mehr zeitkritische Arbeit als gemischte Blütenhecken oder bewachsene Rankgitter. Obst auf Spalier- oder mit Spindelbüschen kultivieren (Leiterturnen entfällt).Rein- und rausbuddeln von nicht winterharten Zwiebelpflanzen gehört auch zu den Arbeiten, die man sich besser sparen sollte, wenn die Kapazität beschränkt ist.
Hochbeete sind fein - aber nur, wenn sie mit normaler Erde befüllt sind und nicht jedes Jahr mit Kompost neu aufgefüllt werden müssen. Aber auch bei ihnen gilt - die Dimension darf nicht zu groß gewählt werden und die Bewässerung sollte sichergestellt sein.
Zusätzlich noch: rutschfeste befestigte Wege durch den Garten anlegen, viele dauernde und befestigte Sitzgelegenheiten (am besten schattig) aufstellen. Mehrere Wasserentnahmestellen im Garten installieren, den Garten und vor allem die Wege gut beleuchten.
Eigentlich keine großen Sachen - so anders sehen diese Gärten also nicht wirklich aus.
LG