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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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|14|11|Das Leben pfeift eben seine eigenen Melodie (rorobonn)

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Autor Thema: EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf  (Gelesen 11628 mal)

Eva

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #45 am: 13. Juli 2012, 11:55:32 »

Insbesondere, wenn alte Sorten mit schöner Verpackung und dubiosem Inhalt im Supermarkt verhökert werden, weil die schauen sicher nur drauf, wo sie am billigsten einkaufen bzw. die größte Spanne machen.

Ich denke mal eine gewitzte Genossenschaft schafft einen regionalen Saatgutvertrieb mit guter Qualität auch nach den existierenden Richtlinien.
« Letzte Änderung: 13. Juli 2012, 11:57:03 von Eva »
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brennnessel

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #46 am: 13. Juli 2012, 12:31:44 »

Wie funktionierte denn das früher, als jeder Bauer noch sein eigenes Saatgut verwenden durfte? Die Menschheit wäre schon längst verhungert, wenn das damals nicht geklappt hätte.
Ich erinnere mich noch, wie die Bauern unserer Gegend untereinander Saatgut (auch von Kartoffeln, genauso wie zum Bebrüten vorgesehene Hühnereier) tauschten, damit es keine Bodenmüdigkeit bzw. Inzucht gäbe. Hat doch alles bestens funktioniert! Natürlich brachte das nicht Überschüsse, die - wie heute - oft vernichtet werden. Auch wurden keine Kartoffelpflanzen totgespritzt, wenn die Knollen "Speisekartoffelgröße" hatten, oder Gurken, die größer als es die Industrie erlaubt oder gar gekrümmte anhängerweise auf Abfallhalden gekippt!

Selbst wenn man heute Futter für seine Hühner kaufen möchte, muss man sich bei uns im Lagerhaus (Raiffeisen...) registrieren lassen! Ich glaubte, ich hörte schlecht, als mir das gestern meine Tochter erzählte! Ist das für die nächste Vogelgrippe oder ähnliche Späßchen vorgesehen?


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Eva

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #47 am: 13. Juli 2012, 12:36:45 »

Wegen der Vogelgrippe ist ja sowieso schon jede Hobby-Hühnerhaltung meldepflichtig. Bloß halten sich dem Hörensagen nach ;) fast keine Hendlhalter dran :D
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Amur

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #48 am: 13. Juli 2012, 12:40:00 »

... Die Menschheit wäre schon längst verhungert, wenn das damals nicht geklappt hätte.
Ich erinnere mich noch, wie die Bauern unserer Gegend untereinander Saatgut (auch von Kartoffeln, genauso wie zum Bebrüten vorgesehene Hühnereier) tauschten, damit es keine Bodenmüdigkeit bzw. Inzucht gäbe. Hat doch alles bestens funktioniert! Natürlich brachte das nicht Überschüsse, die - wie heute - oft vernichtet werden. Auch wurden keine Kartoffelpflanzen totgespritzt, wenn die Knollen "Speisekartoffelgröße" hatten, oder Gurken, die größer als es die Industrie erlaubt oder gar gekrümmte anhängerweise auf Abfallhalden gekippt!

Die ganze Menschheit ist früher nicht verhungert, aber jedes Jahr doch etliche davon.

Wobei die letzte von der (unzureichenden) Landwirtschaft verursachte Hungersnot die von 1817 war. Danach waren die Hungersnöte Folgen von Kriegen oder Politik.
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fars

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #49 am: 13. Juli 2012, 12:40:40 »

Wie funktionierte denn das früher, als jeder Bauer noch sein eigenes Saatgut verwenden durfte? Die Menschheit wäre schon längst verhungert, wenn das damals nicht geklappt hätte....
...Hat doch alles bestens funktioniert!

Heute ist man weiter und hat bestimmte Qualitätsanforderungen, die der Verbraucher auch erfüllt sehen will. Zu Recht. Früher hat der Bauer lediglich seine unmittelbare Umgebung versorgt und die war mit den lokalen Produkten zufrieden (oder auch nicht).

Wenn ich eine bestimmte Kartoffelsorte kaufen will, erwarte ich auch die geliefert zu bekommen (obwohl gerade auf dem Sektor offenbar fürchterlich geschummelt wird).
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Staudo

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #50 am: 13. Juli 2012, 12:45:35 »

Die Einführung des Saatgutverkehrsgesetzes wird schon seine Gründe gehabt haben.

Interessant finde ich in den Pressemeldungen, wie die Begriffe Art und Sorte kunterbunt durcheinander geworfen werden. Selbst Politiker machen da mit. Das Urteil hat absolut überhaupt nichts mit Artenvielfalt zu tun. ::)
Mit den Wörtern Artenvielfalt und Biodiversität kann man so schon Kompetenz und Aktualität vortäuschen.
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brennnessel

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #51 am: 13. Juli 2012, 12:46:44 »

Aha, danke, Eva ! Werde gleich meine beiden hühnerhaltenden Ableger aufmerksam machen, ihrer Pflicht nachzukommen ;) !

Bei uns wurde jetzt wenigstens hier ein wenig Licht ins Dunkel gebracht, als sich herausstellte, dass der Ehegespons der damaligen Gesundheitsministerin u.a. dafür hunderttausende Euro an Provision von der Maskenfirma kassierte, dass sich der Staat (vorbeugend) mit diesen Dingern eindeckte! Aber das gehörte wohl unter : Über Ö sprechen!
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Froschlöffel

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #52 am: 13. Juli 2012, 12:59:17 »

Aber irgendwer müsste schon mal drauf gucken, ob auch das drin ist, was drauf steht, oder?

Wir könnten uns natürlich auch mit freiwilligen Selbstverpflichtungen der Industrie begnügen. Die wären allerdings in sehr vielen Fällen die Druckerschwärze nicht wert.

Es gibt ja auch Vereinigungen wie Demeter, Bioland etc. die ihren Mitgliedern auf die Finger schauen.
Da kann sich der Kunde selbst aussuchen, welcher Philosphie er folgt.
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Froschlöffel

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #53 am: 13. Juli 2012, 13:08:44 »

Endlich mal eine gute Nachricht von den Eurokraten in Brüssel.

Das Urteil ist zu begrüßen.
Es kommt übrigens nicht von "den Eurokraten aus Brüssel", sondern vom Europäischen Gerichtshof.

Aber warum muss man da gleich wieder nationalistische Töne mit dazupacken? Meinst du, deine eigene nationale Herrschaft geht besser mit ihrem Staatsvolk um, nur weil es keine "Eurokraten aus Brüssel" sind?

Den EUGH zähle ich zu den Eurokraken.
Wo habe ich etwas nationalistisches geschrieben?
Wenn ich als Deutscher die Eurokraken nicht kritisieren darf(Nationalismus-Alarm!), dürfen das Dänen, Niederländer, Polen und Italiener dann auch nicht, oder(multipler Nationalismus-Alarm!!! :o ) ?
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Poison Ivy

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #54 am: 13. Juli 2012, 13:19:47 »


Den EUGH zähle ich zu den Eurokraken.
Wo habe ich etwas nationalistisches geschrieben?
Wenn ich als Deutscher die Eurokraken nicht kritisieren darf(Nationalismus-Alarm!), dürfen das Dänen, Niederländer, Polen und Italiener dann auch nicht, oder(multipler Nationalismus-Alarm!!! :o ) ?

Du beklagst dich über ein Verbot, das niemand erteilt hat: "Wenn ich als Deutscher die Eurokraken nicht kritisieren darf"...". Das ist eine oft genutzte Taktik: "Man wird doch wohl noch sagen dürfen, dass..."

Gute Besserung.


« Letzte Änderung: 13. Juli 2012, 13:25:31 von Bristlecone »
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Eva

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #55 am: 13. Juli 2012, 13:24:08 »

Es gibt ja auch Vereinigungen wie Demeter, Bioland etc. die ihren Mitgliedern auf die Finger schauen.
Da kann sich der Kunde selbst aussuchen, welcher Philosphie er folgt.

Ja, aber für Otto Normalverbraucher (die Mehrheit), der im Supermarkt kauft, sollte ein gewisser Schutz vor unlauteren wir-kaufen-was-billiges-aus -China-und-stecken-es-in-die-teure "gutes aus unserer Region" Verpackung-und-verscherbeln es dann an die Diskounter Geschäftemachern gegeben sein.
Ich geh mal davon aus, dass das ohne Kontrolle nicht geht, leider.

Mit Kontrolle geht es ja auch nur zum Teil, ich beobachte derzeit mit Faszination wie viele Stellen in allen möglichen Ecken Deutschlands Dioxin-Eier finden, die angeblich (alle? oder zumindest zum Teil) aus dem Bio-Teil eines Geflügelbetriebes stammen (der zufällig außer dem Bio-Teil auch noch einen konventionellen Teil der Eiproduktion hat). Da wird - es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung - doch umettiketiert, Billigware dazwischengeschoben und in alle Richtungen verteilt, was das Zeug hält und keiner traut es sich zu sagen, weil es nicht niet- und nagelfest beweisbar ist. Wahrscheinlich geht auch noch ein gut Teil der Produktion schwarz und unversteuert über den Tisch, der ist noch schlechter nachvollziehbar als alles andere.
« Letzte Änderung: 13. Juli 2012, 13:28:10 von Eva »
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Günther

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #56 am: 13. Juli 2012, 13:53:43 »

Nur muß sowas nicht unbedingt ein Amt machen.
Die technischen Kontrollen von z.B. Fahrzeugen, Elektro- und Gasinstallationen, Rauchfängen, udgl., funktionieren ja auch so halbwegs - "amtlich" wäre es sicher teurer und umständlicher.
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fars

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #57 am: 13. Juli 2012, 14:58:54 »

Ob Amt oder Privatfirma: Es muss eine Institution geschaffen werden. Und das kostet Geld. Bei Privatfirmen drängt sich schnell der Verdacht auf, dass sie mit dem Erzeuger kungeln. Auch aus Haftungsgründen.

Was die Dioxineier betrifft, so gibt es offenbar in der "Produktionskette" einige Ungereimtheiten. Woher stammt das Futter? Man muss dem Erzeuger noch nicht einmal unredliche Machenschaften unterstellen. Er ist gar nicht in der Lage, Futterverunreinigungen rechtzeitig zu erkennen.

Sind die Eier vom Bauernhof nebenan etwa besser? Wenn die Bauersfrau den Hühnern Lebensmittelreste hinwirft die kontaminiert sind, wohl kaum.
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Martina777

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #58 am: 13. Juli 2012, 15:03:56 »

Bei Privatfirmen drängt sich schnell der Verdacht auf, dass sie mit dem Erzeuger kungeln.

Und das ist bei Ämtern anders? Sorry, aber was wir täglich hören und sehen, spricht eine deutlich andere Sprache.

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fars

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Re:EuGH hebt Verbot alter Saatgutsorten auf
« Antwort #59 am: 13. Juli 2012, 15:24:29 »

Na ja, mag ja sein. Bei Ämtern ist es wohl eher Schlamperei, Untätigkeit oder Angst vor Regress. Bei Privatfirmen stelle ich mir die "Infektionsfähigkeit" größer vor. "Wes Brot ich esse..."

Der TÜV ist ja, mal so als Beispiel, wiederholt ins Gerede gekommen.
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