Was bedeutet eigentlich "Blühfreudigkeit"?
Ich zwei Astern, die zur Zeit ein einziges "Blütenmeer" zeigen. Dies sind sind die kleinblütigen A. vimineus 'Lovely' und A. 'Coombe Fishacre'. Die neugepflanzte A. x frikartii 'Mönch' (Wunder aus... wie auch immer) überzeugt mich hingegen durch ihre stark verzweigten Blütenstände mit großen Blütenständen, die seit vielen Wochen Fernwirkung zeigen.
Haben Blütezeit(raum), Blütenfarbe und Wuchseigenschaften nicht auch Einfluss auf einen Vergleich der "Blühfreudigkeit" verschiedener Arten und Sorten?
Der Gegensatz wäre für mich "Blühfaulheit". Dies kenne ich jedoch bei Astern kaum. So würde ich Stauden und andere Pflanzen bezeichnen, die gar nicht oder nur wenige Einzelblüten hervorbringen.
In der Tat sind deine aufgezählten Sorten wahre Blütenwunder! Aber Blühfaulheit existiert schon bei einigen Sorten. So können hier Aster 'Herbstpurzel', 'Nesthäkchen', 'Niobe', 'Schneezicklein' und einige andere der Dumosus-Gruppe zu faulen Blühern gerechnet werden, besonders wenn sie zu lange an einem Ort stehen. Viele der alten Foerstersorten der Dumosus-Gruppe sind noch nahezu echte Aster dumosus, aber die Reichblütigkeit der neueren Sorten ist wesentlich besser. So zumindest bei uns!
Ein weiterer, wichtiger Punkt ist die Ausdauer. So ist in manchen Gärten 'Treffpunkt' nicht so ausdauernd, wie wir es wünschen. Auch die Oudolfsche 'Poollicht' lässt mancherorts zu wünschen übrig.
Als gartenwürdige "Langspielplatten" können auf jeden Fall die Sorten der Staudengärtnerei Frikart bezeichnet werden. Soferne sie noch echt im Handel sind! Denn in Deutschland kursiert als 'Wunder von Stäfa' eine Sorte herum, was aber 'Flora's Delight' ist. Die ist zwar auch gut, aber mit 'WvSt.' nicht zu vergleichen. Letztere blüht über Monate und besitzt riesige, hellblaue Blüten.