Hm,
ich finde auch, dass die Quitte als reiner Schattenspender und Blickschutz ausbaufähig ist - kräftiges Aufasten wird den Baum nicht umbringen, im Gegenteil, er treibt verstärkt nach.
Das erste jahr wird er sehr sparrig ausschauen, aber du baust die Krone ja völlig neu auf mit recht dünnen Ästen von weiter oben und dem Neuaustrieb, die dicken Äste, die ab 1,2m abgehen, sind entbehrlich.
Soweit man auf den Fotos sehen kann, haben die obersten Spitzen schon eine ordentliche Höhe, die du sofort da an dem Platz hättest und nicht darauf warten müsstest, dass es wächst - möglicherweise, bis du ausziehst.
Soweit man auch auf den Fotos sehen kann gibt es eine Gabelung des Stammes, der eine Zweispitzigkeit zur Folge hat - da kann man sich anschauen, welcher Trieb der schönere und für deinen Zweck geeignetere ist, der auf dem ersten Foto zum Betrachter zeigende, oder der eher Richtung Thujen:


Jedenfalls hätte die Quitte einige Vorteile:
sie ist schon da und eingewachsen und kommt mit dem Standort zurecht, die Mühsal des Entfernen, Geld ausgeben, Neupflanzen und Hoffen aufs Anwachsen entfällt, der Baum wird nicht zu hoch für den Standort.
Alternativ fiel mir grad Crataegus x lavallei carrierei ein, Blüte im Mai-Juni ist zwar auch nur weiß und nicht so spektakulär, aber das Laub ist schön dunkelgrün-glänzend, der Wuchs langsam, knorrig, nicht zu hoch und die roten Früchte im Herbst und Winter bleiben sehr lange erhalten.
Müsstest halt ein etwas stärkeres Exemplar setzen lassen, damit er sofort seine Aufgaben erfüllt.
Nachteil ist ein möglicher Befall mit Birnenprachtkäfer je nach Region, was zu absterbenden Ästen führen kann
Und ich weiß nicht, wie er sich als Rosengewächs nach der Quitte verhält.
Der Baum ist jedenfalls der Dreh- und Angelpunkt der Gestaltung der Ecke, alles andere kommt erst danach.
Viele Grüße,
Gartenplaner