Ist schon interessant das gerade die windebestäubten pollenverschwendenden
Bäume so genau zu dokumentieren sind. Knapp vor und während der Birkenperiode, war das alles eine blühende Tundra. Kein Beleg?
Allerdings hat Polygala oder Gentiana nur wenig Pollen zu verteilen. Dafür benutzt er auch den Boten. Die Massenpost lässt sich leichter nachweisen.
Vermutlich läßt sich aus einem Hektar Buchenwald millionenmal mehr Pollen finden als für die einzelnen Arten auf einer Blumenwiese der gleichen Größe.
Es hat sich in der Stadt noch keiner Beschwert das der Blütenstaub von Gänseblümchen aus den Anlagen sein Auto verdreckt. Von einer einzelnen Birke habe ich das schon oft gehört.
Anwesenheit von Blütenpollen der Bäume spricht für eine Bewaldung. Wie dicht die war bedarf schon ganz anderer Untersuchungsmethoden.
Das nach dem Verschwinden der großen Herden der Wald dichter werden konnte ist anzunehmen. Da werden wohl nur Extremstandorte wie Steilhänge oder die Flußtäler mit ihrem dynamischen Verhalten für offenere Flächen sorgen können.
Viele dieser Lichthungrigen Arten haben Samen die im Boden Jahrhunderte keimfähig bleiben um die durch ein Großereignis freigeräumten Flächen wieder besiedeln zu können. Stürme gab es zum Beispiel schon immer.
Das so ein paar Jahre bis maximal Jahrzehnte Zwischennutzung auf kleinen Teilflächen im Pollendiagramm kaum Spuren hinterlassen liegt an der Untersuchungsmethode und nicht an der Unmöglichkeit solcher Verhältnisse.
Die vielen Eiszeitrelikte in den oberen Lagen der Gebirge und in den Wilden Flußtälern bis in die Ebene sprechen auch für eine dauerhafte Anwesenheit von Freiflächen und die entsprechenden Arten.
In den Bergen gibt es eine Baumgrenze, die durch Beweidung tiefer liegt. Das es ohne den Menschen in den Gebirgen größere Tierherden gibt die die gleiche Arbeit wie unsere Haustiere jetzt machen sollte einem schon einfallen. Halt nicht so ordentlich wie hier.
In Asien und Nodamerika kann man noch eine schwache Ahnung solcher Zustände finden. Nicht umsonst wird versucht durch extensive Beweidung solche Landschaften bei uns zu pflegen.
Das diese Landschaften viel kleinräumiger gestaltet sind als Kulturlandschaften ist bei gründlichem Nachdenken schon erkennbar.
Wenn Engerlinge im Wald die Büme so stark schädigen das sie sogar absterben können , kommen zum Beispiel Wildschweine zu einer guten Mahlzeit und der ehemalige Wald sieht aus wie ein Acker. Solche Stellen sind natürlich in artenreichen Wald kleiner als bei gepflanztem.
Wo dann ein Aas verludert oder Großwild seine Markierungshaufen macht wächst anderes, als an einem Hang der gerade mal durch ein Unwetter abgeschwennt wurde oder ein alter Baum geworfen wurde.
Das erzeugt alles viel größere Grenzflächen unterschiedlicher Zustände. Das wiederum sind die artenreichsten Biotope.
Leider alles Theorie.