inzwischen ist ja klar geworden, worauf Mediterraneus mit seinem menschengemachten Argument hinaus will. Gar kein behördlicher Naturschutz.
NEIN!
Nur kann man nicht behördlich ALLE Kulturlandschaften schützen, wie soll das gehen?
Am allereinfachsten behördlich zu regeln ist ein totales Naturschutzgebiet "Urwald". Da brauchts keine Arbeitskräfte vor Ort, die eingreifen müssen. Einfach "verwildern" lassen und gut ist. Das passiert eh schon überall, wie z.b. uliginosa schrieb.
Alle anderen Bereiche, welche vom letztendlich von allein entstehenden natürlichen Vegetationsbild (meistens ist das in Mitteleuropa irgendein Wald) abweichen sollen, also die Kulturlandschaften Feld, Wiese, Hecke, Magerrasen, Felssteppe und was weiß ich noch, diese Kulturlandschaften sind weitverbreitet.
Wo soll bitte eine Behörde da schützen. Alle Beamten mit Sense rausschicken und mähen lassen? Am besten die Stadbewohner, die Natur eh nicht kennen und verstehen. Bildungsunterricht am lebenden Objekt.
"Behördlicher Naturschutz" bedeutet für mich auch "Menschliche Eingriffe in die Natur" um ebendiese zu erhalten. "Behördlicher Naturschutz" ist nicht, "einfach alles in Ruhe zu lassen". Außer beim Urwald.
Die Feldholzinseln im Kraichgau, waren doch sicher Hecken, oder? So eine Hecke muss auch gepflegt werden, wenn sie auf beschränktem Platz eine Funktion erfüllen soll. Regelmäßiges "auf Stock" setzen sichert ihre Funktion. Sonst wird sie immer höher und unten lichter.
Pearl, wie sollen die Hecken denn deiner Meinung nach erhalten werden? Jedes 10. Flurstück unter Naturschutz stellen? Und wer erhält das dann? Gründen wir ein Naturschutzministerium mit Tausenden von neuen Arbeitsplätzen? Vertrauen wir auf die Akademiker in den Naturschutzverbänden, die dann mit Machete Tabula Rasa machen?
Ich weiß es nicht.