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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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Autor Thema: Wieviel naturnah ist menschenfern?  (Gelesen 49738 mal)

moreno

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #240 am: 27. November 2013, 22:03:14 »

interesting topic but too difficult for me (translation)
Mediterraneus has certainly given considerations to think about

I have sympathy for those "alone against all" ;)
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hargrand

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #241 am: 27. November 2013, 22:05:57 »

Ich auch ! Klasse moreno :D
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zwerggarten

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #242 am: 27. November 2013, 22:11:35 »

sympathy for the devil - und sei es der advocatus diaboli... ich halte pearls wahrnehmung für sehr wahrscheinlich, manchen ist mit dem löss einiges anderes weggeflogen. ;)
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troll13

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #243 am: 27. November 2013, 22:26:26 »

Ich denke, es ist das "sowohl als auch". ;)

Der artenarme Buchenhochwald in seinem Sukzessionshöhepunkt hat ebenso seine Berechtigung, wie das "menschenferne" Hochmoor oder eine "menschengemachte" und "menschengepflegte" artenreiche Streuobstwiese.

Nur die Vielfalt kann Artenreichtum erhalten und leider viel zu oft stehen wirtschaftliche Interessen dem entgegen.
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pearl

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #244 am: 27. November 2013, 22:31:49 »

danke zwerggarten, :D

troll kippt mal wieder Zuckerguss auf die Buttercremetorte! ;D
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Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #245 am: 28. November 2013, 07:25:27 »

Ich denke, es ist das "sowohl als auch". ;)

Der artenarme Buchenhochwald in seinem Sukzessionshöhepunkt hat ebenso seine Berechtigung, wie das "menschenferne" Hochmoor oder eine "menschengemachte" und "menschengepflegte" artenreiche Streuobstwiese.

Nur die Vielfalt kann Artenreichtum erhalten und leider viel zu oft stehen wirtschaftliche Interessen dem entgegen.

Irgendwie ist es aber das, was ich die ganze Zeit sage, oder?
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #246 am: 28. November 2013, 07:41:55 »

inzwischen ist ja klar geworden, worauf Mediterraneus mit seinem menschengemachten Argument hinaus will. Gar kein behördlicher Naturschutz.


NEIN!
Nur kann man nicht behördlich ALLE Kulturlandschaften schützen, wie soll das gehen?
Am allereinfachsten behördlich zu regeln ist ein totales Naturschutzgebiet "Urwald". Da brauchts keine Arbeitskräfte vor Ort, die eingreifen müssen. Einfach "verwildern" lassen und gut ist. Das passiert eh schon überall, wie z.b. uliginosa schrieb.

Alle anderen Bereiche, welche vom letztendlich von allein entstehenden natürlichen Vegetationsbild (meistens ist das in Mitteleuropa irgendein Wald) abweichen sollen, also die Kulturlandschaften Feld, Wiese, Hecke, Magerrasen, Felssteppe und was weiß ich noch, diese Kulturlandschaften sind weitverbreitet.
Wo soll bitte eine Behörde da schützen. Alle Beamten mit Sense rausschicken und mähen lassen? Am besten die Stadbewohner, die Natur eh nicht kennen und verstehen. Bildungsunterricht am lebenden Objekt.
"Behördlicher Naturschutz" bedeutet für mich auch "Menschliche Eingriffe in die Natur" um ebendiese zu erhalten. "Behördlicher Naturschutz" ist nicht, "einfach alles in Ruhe zu lassen". Außer beim Urwald.

Die Feldholzinseln im Kraichgau, waren doch sicher Hecken, oder? So eine Hecke muss auch gepflegt werden, wenn sie auf beschränktem Platz eine Funktion erfüllen soll. Regelmäßiges "auf Stock" setzen sichert ihre Funktion. Sonst wird sie immer höher und unten lichter.
Pearl, wie sollen die Hecken denn deiner Meinung nach erhalten werden? Jedes 10. Flurstück unter Naturschutz stellen? Und wer erhält das dann? Gründen wir ein Naturschutzministerium mit Tausenden von neuen Arbeitsplätzen? Vertrauen wir auf die Akademiker in den Naturschutzverbänden, die dann mit Machete Tabula Rasa machen?

Ich weiß es nicht.



« Letzte Änderung: 28. November 2013, 07:48:54 von Mediterraneus »
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #247 am: 28. November 2013, 07:43:57 »

sympathy for the devil - und sei es der advocatus diaboli... ich halte pearls wahrnehmung für sehr wahrscheinlich, manchen ist mit dem löss einiges anderes weggeflogen. ;)

Sicher, manchen Handelnden ist was weggeflogen. Handeln tun recht wenige, ob richtig oder falsch. Die meisten Nichthandelnden sitzen jedoch in Städten, und zwar Millionen. Und denen ist oft alles Wurscht, Hauptsache alles ist billig.
« Letzte Änderung: 28. November 2013, 07:52:02 von Mediterraneus »
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #248 am: 28. November 2013, 07:50:15 »

interesting topic but too difficult for me (translation)
Mediterraneus has certainly given considerations to think about

I have sympathy for those "alone against all" ;)

Ich bin ja nicht völlig alleine. Manche Gleichgesinnte vermag ich in diesem Thread zu erkennen. :D
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uliginosa

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #249 am: 28. November 2013, 08:26:26 »

Medi, mit vielem, was du sagst bin ich durchaus gleichgesinnt.
Und würde mir gern mal Wiesen in eurer Gegend ansehen, um zu wissen, ob die Welt bei euch tatsächlich noch so in Ordnung ist. ;)

Ich denke, es ist das "sowohl als auch". ;)

Der artenarme Buchenhochwald in seinem Sukzessionshöhepunkt hat ebenso seine Berechtigung, wie das "menschenferne" Hochmoor oder eine "menschengemachte" und "menschengepflegte" artenreiche Streuobstwiese.

Nur die Vielfalt kann Artenreichtum erhalten und leider viel zu oft stehen wirtschaftliche Interessen dem entgegen.

Ich denke, das stimmt. Man kann eben nur nicht überall alles haben. In manchen Gebieten liegt der Schwerpunkt eben auf landwirtschaftlicher Produktion, in anderen auf einem kleinteiligen Mosaik aus (Obst-)Wiesen, Wäldern, Hecken und kleinen Äckern und in wieder anderen auf einem großen zusammenhängenden Waldgebiet oder einem wiedervernässten Moor, in denen menschliche Eingriffe möglichst ganz vermieden werden sollen.
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #250 am: 28. November 2013, 08:32:14 »

In manchen Gebieten liegt der Schwerpunkt eben auf landwirtschaftlicher Produktion, in anderen auf einem kleinteiligen Mosaik aus (Obst-)Wiesen, Wäldern, Hecken und kleinen Äckern und in wieder anderen auf einem großen zusammenhängenden Waldgebiet oder einem wiedervernässten Moor, in denen menschliche Eingriffe möglichst ganz vermieden werden sollen.

Wobei sich einzig die landwirtschaftliche Produktion auf großen Flächen von allein trägt. Für alle anderen Bewirtschaftungs- und Naturformen muss die Gesellschaft die Kosten tragen, wenn sie denn gewollt sind. Ein paar Spinner gibt es dann auch noch, die Einzelflächen als ihr Hobby betrachten. ;)
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Zuccalmaglio

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #251 am: 28. November 2013, 08:52:05 »

Das sich landwirtschaftliche Produktion allein auf großen -was noch zu definieren wäre- Flächen wirtschaftlich trägt ist eine pauschalierende Mär.
Es gibt nach wie vor Bauern, die wirtschaften erfolgreich auf "kleinen" Teil- und/oder Gesamtflächen. Und das der Konzentration von Unternehmen und Flächen zum Trotz.
Wenn man die ökologischen Folgen chemisierter und industrialisierter Landwirtschaft einrechnet, wird es für die Gesellschaft sehr schnell unwirtschaftlich
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lerchenzorn

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #252 am: 28. November 2013, 08:56:57 »

Wobei sich einzig die landwirtschaftliche Produktion auf großen Flächen von allein trägt. Für alle anderen Bewirtschaftungs- und Naturformen muss die Gesellschaft die Kosten tragen, wenn sie denn gewollt sind. Ein paar Spinner gibt es dann auch noch, die Einzelflächen als ihr Hobby betrachten. ;)

Die Gesellschaft zahlt schon lange. Wo und wann wird geliefert? (Bitte keine glanzvollen Metadaten als Ware anbieten, sondern handfeste Ergebnisse auf der Fläche.)

Zuccalmaglio hat völlig recht, dass es ausreichend Gegenbeispiele zur ungehemmten Flächen(aus)nutzung gibt. Es geht anders und es trägt sich. (Wobei die Größe einer Nutzfläche nicht ausschlaggebend sein muss.)
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Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #253 am: 28. November 2013, 08:58:12 »

Medi, mit vielem, was du sagst bin ich durchaus gleichgesinnt.
Und würde mir gern mal Wiesen in eurer Gegend ansehen, um zu wissen, ob die Welt bei euch tatsächlich noch so in Ordnung ist. ;)

Sie ist es natürlich nicht mehr. Aber anscheinend noch mehr als Andernorts.

Unser Vorteil ist die ländliche Lage, die kleinräumige Landschaft und relativ schlechte Ackerböden. Dazu eine von früher her bettelarme Bevölkerung. Das hat wohl eine gewisse Wertschätzung für Grund und Boden entstehen lassen.

Es gibt hier auch Bauern, die Gülle verspritzen. Bauern, die hauptsächlich Mais anbauen. Hecken, die zu Wald werden und die Magerwiesen überwachsen.

 Aber es gibt auch den Most. Selbstgemachter Most scheint wieder so langsam gefragt zu sein. Das führt dazu, dass halt doch noch hie und da die Streuobstwiesen gepflegt werden.

Also insgesamt keine Intensivnutzung, wenn man vom Staatswald mal absieht.

Allerdings, eine Intensivnutzung gibt es neuerdings. Photovoltaikfelder überall. Und hunderte von Windkraftanlagen. Kilometerweite Monokulturen an Windmühlen.
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Staudo

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #254 am: 28. November 2013, 09:05:33 »

Die Gesellschaft zahlt schon lange.

Sie zahlt für Landwirtschaft, nicht für Naturschutz.
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