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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)

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Autor Thema: Wieviel naturnah ist menschenfern?  (Gelesen 49738 mal)

Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #270 am: 28. November 2013, 13:41:55 »

aber wenn mediterraneus nun mal weiß, wie die dinge halt so laufen, in der regel? einen experten muss es doch geben, und weil er genau hinschaut und sich auskennt, haben alle anderen fast ausschließlich unrecht. ;D

Eben. Und wenn DU das sagst, muss es ja stimmen 8)
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Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #271 am: 28. November 2013, 13:51:33 »


P.S. Die dir, wenn es z.B. um Landwirte geht, ja auch nicht behagt.

1.)"Die Landwirtschaft" hat viel verbrochen. Regional unterschiedlich.

2.)"Die Landwirtschaft" war halt früher auch an der Entstehung einiger Lebensräume beteiligt.

3.) "Die Landwirtschaft" wird oft verteufelt

4)."Die Landwirtschaft" hat Maschinen, Arbeitskraft und Wege, zu einer verträglichen Erhaltung vieler Kulturlandschaften beizutragen, wenn man sie nur steuern könnte.

Ich bin halt der Meinung, dass es (wie auch immer) nur mit der Landwirtschaft gehen kann, denn die ist fast überall präsent.
Akademiker sind das auch, haben halt nicht soviel PS ;)
« Letzte Änderung: 28. November 2013, 13:53:20 von Mediterraneus »
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zwerggarten

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #272 am: 28. November 2013, 14:02:04 »

aber wenn mediterraneus nun mal weiß, wie die dinge halt so laufen, in der regel? einen experten muss es doch geben, und weil er genau hinschaut und sich auskennt, haben alle anderen fast ausschließlich unrecht. ;D

Eben. Und wenn DU das sagst, muss es ja stimmen 8)

mit pauschalierungen erreicht man OFT ein größeres publikum und regt daher mehrere leute zum nachdenken an. man kann auch sagen, dass man ein bisschen provoziert. ;)
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Landpomeranze †

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #273 am: 28. November 2013, 14:10:12 »

Wichtig wären so eine Art "Ökopunkte". Nur wenn ein "Ökoobjekt" auf der Fläche vorhanden ist, gibts auch Subvention.

Gibt es ja schon längst in der EU, zumindest für die Natura-2000-Projekte. Die Auflagen - zB Verbot von Düngung, späterer Mähzeitpunkt bei Wiesen, Verbot von Pflanzenschutzmitteleinsatz, Begrenzung der Anzahl von Rindern auf Weideflächen, Verbot von großflächigen Schlägerungen im Wald etc. - werden durch eine großzügige (zumindest nach Aussage der mir bekannten Bauern) jährliche Förderung ausgeglichen.
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Eva

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #274 am: 28. November 2013, 14:23:35 »

Aber die Flächenstilllegungen werden anscheinend nicht (mehr) so bezuschusst wie vor ein paar Jahren, jedenfalls sind die Felder, die hier brach lagen alle wieder umgeackert und es stand dieses Jahr Getreide oder Mais drauf (?)

So wie ich das mitkriege, müssen die Bauern auch ganz schön hüpfen, wenn sie die Förderpolitik mitmachen, dann können Sie alle paar Jahre die Bewirtschaftung umstellen nicht auf das, was sie am besten können, oder was sie für richtig halten, sondern darauf, was sich auf Grund der aktuellen Förderrichtlinien am besten auszahlt.
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Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #275 am: 28. November 2013, 14:31:47 »

Wichtig wären so eine Art "Ökopunkte". Nur wenn ein "Ökoobjekt" auf der Fläche vorhanden ist, gibts auch Subvention.

Gibt es ja schon längst in der EU, zumindest für die Natura-2000-Projekte. Die Auflagen - zB Verbot von Düngung, späterer Mähzeitpunkt bei Wiesen, Verbot von Pflanzenschutzmitteleinsatz, Begrenzung der Anzahl von Rindern auf Weideflächen, Verbot von großflächigen Schlägerungen im Wald etc. - werden durch eine großzügige (zumindest nach Aussage der mir bekannten Bauern) jährliche Förderung ausgeglichen.


Um jetzt wieder für meine Region zu sprechen:

Z.b. Obstbäume können von Landwirten als Landschaftselemente gemeldet werden. Das ganze läuft über Cross Compliance.
Anscheinend ist das aber recht kompliziert. Und wenn man einen Obstbaum auf dem Acker meldet, fällt wohl auch Ackerfläche dafür weg, welche wohl auch bezuschusst wird. Ende vom Lied: Obstbaum wird lieber nicht gemeldet. Und wird nicht gerne gesehen vom Bauern.

Und wie du oben schon schreibst, das Wörtchen "Verbot" würde mich auch erst mal mehr abschrecken als überzeugen.
Vielleicht sollte man dem Landwirt nicht alles verbieten. Einmal Gülle auf der Wiese ist schlimm, tötet so einiges ab. Aber ist es schlimmer als überhaupt keine Wiese? :-\
« Letzte Änderung: 28. November 2013, 14:34:44 von Mediterraneus »
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Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #276 am: 28. November 2013, 14:37:51 »

So wie ich das mitkriege, müssen die Bauern auch ganz schön hüpfen, wenn sie die Förderpolitik mitmachen, dann können Sie alle paar Jahre die Bewirtschaftung umstellen nicht auf das, was sie am besten können, oder was sie für richtig halten, sondern darauf, was sich auf Grund der aktuellen Förderrichtlinien am besten auszahlt.

Voila!
 :-*

Und Schuld sind.... die Bauern. Die Bauern?
« Letzte Änderung: 28. November 2013, 14:38:39 von Mediterraneus »
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #277 am: 28. November 2013, 14:57:31 »

...
Der Weg zu einem effektiven Zusammenarbeiten aller betroffenen und engagierten auf den Land läge politisch in der Befreiung der Kommunen von der Gewerbesteuer als hauptsächlicher Einnahmequelle.

Die Gewerbesteuer ist die Wurzel allen Übels.

So, das wollt ich noch vorholen, war mir im Hinterkopf geblieben.

Find ich gar nicht so falsch, pearl !

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Landpomeranze †

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #278 am: 28. November 2013, 19:19:54 »

Der Spiegel berichtet über den Schwarzwälder Kulturkampf.
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enigma

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #279 am: 28. November 2013, 19:31:09 »

Danke für den Link!

Leider nur auf Englisch, aber immerhin.

Es lohnt sich, in der aktuellen Ausgabe des "Spiegels" den Artikel über den geplanten Nationalpark Nordschwarzwald zu lesen (leider nicht auf SPON verfügbar). Dort wird sehr gut auf die Sichtweise "Wir hier wissen es besser als ihr dort und wollen, dass alles so bleibt, wie es uns passt" eingegangen.
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pearl

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #280 am: 28. November 2013, 21:30:36 »


Ich bin halt der Meinung, dass es (wie auch immer) nur mit der Landwirtschaft gehen kann, denn die ist fast überall präsent.
Akademiker sind das auch, haben halt nicht soviel PS ;)

Akademiker haben oben Hirn im Kopf und Bauern haben PS unterm Hintern?

Aus deiner Sicht unüberwindbare Gräben zwischen beidem?

In England und Amerika geht das zusammen. Da gibt es Leute, die Hirn haben und ihr Land bewirtschaften und zwar ökologisch. Eine Lady Oppenheimer in den Cotsworlds zum Beispiel. Oder eine Universität in USA, in der landschaftserhaltende Landwirtschaft gelehrt wird. Einer der Superreichen hat in Argentinien ein Megaprojekt aus dem Schlamm gestampft, auf verwüstetem Land eine landschaftsästhetische Landwirtschaft mit allem und organic. Ich hatte da mal Bilder verlinkt.

In Deutschland haben wir auch einen Mann mit Hirn, der mit seiner Frau mit Hirn eine Landwirtschaft in Brandenburg betreibt. Beide sitzen mit dem Arsch auf dem Traktor. Dieter und Sonja Moor. Kennst du nicht Mediterraneus, wenn Dieter Moor im TV ttt moderiert, dann liegst du schon im Bett.

Modellhof Hirschfeld
« Letzte Änderung: 28. November 2013, 21:31:26 von pearl »
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pearl

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #281 am: 28. November 2013, 21:34:31 »

die Moors treten selten zusammen auf, aber einmal sprachen sie über ihre Landwirtschaft und dass es die einzige Methode ist Land zu kaufen und es der industriellen Landwirtschaft zu entziehen, denn immer mehr Bauern wollen auch was von den dicken Trauben in der dicken Hose haben und produzieren Mais für Bio-Sprit. Es gibt eine Petition dagegen. Habe ich gerade unterschrieben. Land in Brandenburg kaufen um es alternativ zu bewirtschaften ist mir leider nicht möglich.

Außerdem funktioniert es nicht. Die Kluft ist auch in diesem Fall unüberwindlich. Wieso funktioniert es in England und in Amerika?
« Letzte Änderung: 28. November 2013, 21:50:13 von pearl »
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troll13

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #282 am: 28. November 2013, 21:58:11 »

Zu meinen Anliegen passt ein Artikel in der heutigen Tageszeitung über die letzte Gemeinderatssitzung in unserem Ort.

Darin heißt es (ich zitiere):

"... Die Gemeinde gestattet dem Verband (... hier dem zuständigen Gewässerunterhaltungs- und Landschaftspflegeverband, Anm. von mir ...), die Böschung des Eschbachs im Bereich des Biotops soweit abzuflachen, dass sich im Seitenraum (bis 1,5 m Breite) Erlen ausbreiten können. ..."

Das sog. "Biotop" ist das Feigenblatt des Landschaftsschutzes bei uns in der Gemeinde, eine ca. einen 1/2 ha große ehemalige Wiese an einem 13 km langen Bach, der durch unser Dorf fließt. Zur Hälfte mit "heimischen Gehölzen" bepflanzt und im verbleibenden Wiesenteil ein künstliches Loch ausgehoben, das sich mit Grundwasser gefüllt hat.

Der Eschbach selbst, der historisch frei weitgehend frei mäandern durfte, ist fast durchgehend begradigt und kanalisiert, die früher als Bruchwald und Wiese und Weide genutzt wurde, ist auf weiten Strecken drainiert und wird heute auch an Stellen, die ich als Kind nicht trockenen Fußes nicht überqueren konnte, bis ans Ufer ackerbaulich genutzt.

1,5 m Uferbreite auf ca. 50 m Länge? "Wir tun doch etwas für den Natur- und Landschaftsschutz"! :P

15 m breite, naturnahe Uferstreifen auf einem Viertel bis Drittel der Gesamtlänge des Bachlaufs, dazu Aufhebung der Entwässerung auf den letzten noch vorhandenen Grünlandflächen dann würde es vielleicht ein Schuh draus werden, der passt. ::)
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Gartenanarchist aus Überzeugung! Und ich bin kein Experte sondern immer noch neugierig...

pearl

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #283 am: 28. November 2013, 22:04:16 »

so ist es!

Sonja Moor kämpft weiter. Ihre Büffel beweiden die Salzweiden auf der Pfaueninsel. Landbau in Hirschfelde (Werneuchen/Barnim)

Potzblitz! Werneuchen, da war ich 2009 oder so zur Taglilientagung der GdS! Was für eine ewige Gurkerei!
« Letzte Änderung: 28. November 2013, 22:07:21 von pearl »
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Staudo

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #284 am: 28. November 2013, 22:13:56 »

Nur Ernst-Thälmann-Straße sollte sie noch schreiben lernen. ::)
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Rasen macht Männer glücklich. Die einen brauchen dazu einen Porsche, den anderen reicht ein Mäher.
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