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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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Autor Thema: Wieviel naturnah ist menschenfern?  (Gelesen 49738 mal)

uliginosa

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #300 am: 02. Dezember 2013, 23:08:16 »

Hier gibt es öfter mal Infotafeln fast ohne Bezug zu den Flächen bei denen sie stehen - die sind eher kontraproduktiv. :-X

In Sachsen gibt es 2 Programme, AuW für umweltgerechte Landwirtschaft und die Förderung von Biotoppflegemaßnahmen auf artenreichem Grünland, das eine Erschwernis aufweist, also nicht normal bewirtschaftet werden kann, weil es zu nass, zu steil, zu steinig ist oder zu viele Gehölze drauf rumstehen.
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Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli

Amur

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #301 am: 03. Dezember 2013, 06:54:04 »

Die Diskussionen der letzten Seiten (hab aber nicht alles gelesen) sind auf jeden Fall reichlich von Naturnah abgekommen.
Ich glaube wirklich naturnahe oder gar belassene Gebiete würden den meisten nicht besonders gefallen.
Zumindest das aktuelle Klima würde hier recht schnell bis auf wenige extreme Standorte einen dichten Wald wachsen lassen.
Das Problem des Betretens, wie es sich im Moment an ein paar Biotopen stellt, würde sich (abgesehen von der Bevölkerungsdichte) schnell von selber lösen. Wege gibt es keine, auch keine richtigen Schneisen, allenfalls Wildwechsel, die sich aber als tückisch erweisen können, da die Verursacher derselben nicht immer freundlich gesonnen sind.
Der Weg abseits wäre verstellt von alten, faulenden Baumstämmen über die man ständig klettern müßte oder man sie bestenfalls mal für ein paar Meter als Weg benutzen könnte.
Umgefallene Baumriesen würden mehrere Bäume der Umgebung u. U. mitreissen. Flächen die man wohl für mehrere Jahre umgehen muß, da man dort nicht durchkommen würde.
Die Freiflächen von Sturm und Feuer wären dicht bewachsen mit Büschen und jungen Bäumen.
Prärien, wie in Nordamerika, gab es bei uns, so weit mir bekannt ist, die letzten paar tausend Jahre nicht.

Eine beschauliche Wanderung unter einem Blätterdach wäre also wohl reichlich anstrengend und eher selten möglich.

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nördlichstes Oberschwaben, Illertal, Raum Ulm

Staudo

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #302 am: 03. Dezember 2013, 07:14:27 »

Ein etwas romantischeres Bild hättest Du ruhig zeichnen können. ;D

Um auf den Threadtitel einzugehen: menschenfern wäre am naturnahesten. Aber es sähe anders, sehr viel anders aus als jetzt.
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Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #303 am: 03. Dezember 2013, 07:29:27 »

... Und nicht für welche, mit Stacheldraht außenrum, in denen alles verboten ist. ...

ach, musst du ausgerechnet in besonders geschützten (und gegenüber störungen empfindlichen) biotopen durchlatschen?

der von dir so kritisierte, durch rechtsnormen bestimmte behördliche naturschutz kennt genau darum sowohl naturschutzgebiete, die weitgehend störungsfrei bleiben sollen (und für ihre funktion auch müssen) als auch landschaftsschutzgebiete, die neben naturschutzrelevanten aspekten auch der menschlichen erholung dienen sollen. frauenschuhsträuße für mutti sollte man in beiden gebietskategorien nicht pflücken, nur weil man gerade lust darauf hat und das früher vielleicht alle getan haben. ::)

Du hast gar nichts verstanden, oder?

Du wohnst in Berlin. Hast du wenigstens irgendwelche Erinnerungen an "Landschaft" ? (Und dann wird sich gewundert, wenn die Landeier von "Städtern" sprechen, ts ;) )

Ansonsten verweise ich auf Katrins, Amurs und Staudos Kommentar.
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2013, 07:39:22 von Mediterraneus »
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #304 am: 03. Dezember 2013, 11:29:54 »

... Du hast gar nichts verstanden, oder? ...

::)

darauf gehe ich nur insoweit ein, als dass ich dir empfehle, mal über deinen waldbewohnertellerrand auf eine karte von berlin zu schauen und wahrzunehmen, in welchen größenordnungen das land und die stadt berlin von erholungswald und gewässerflächen bestimmt ist, abgesehen von naturschutz- und landschaftsschutzgebieten. und dein fortlaufend diffamierendes städterbild finde ich entlarvend.
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uliginosa

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #305 am: 03. Dezember 2013, 12:35:43 »

Jungs, hört auf zu streiten!
Ich glaube, ganz so uneins, wie ihr meint, seid ihr gar nicht! ;) 8)

Amur, das hast du schön beschrieben! :D
Hab ich alles schon gehabt, Bachtäler mit querliegenden Gehölzen, Windwurfflächen, wo niemand aufgeräumt hat seitdem letzten Sturm ...
Ergänzen möchte ich nur noch: Freiflächen im Wald mit Brombeeren :o , brusthoch, oder Aschweiden-Gebüsch= dichtes > 2 m hohes Gestrüpp :P Verlandungsbereiche, Moore, Röhrichte, die so nass sind, dass die Gummistiefel drohen vollzulaufen und Boote nicht durchkommen. :-X
Und was Wildwechsel so gemein macht sind nicht die wilden Tiere, die lauern, die sind nämlich weg, sobald sie mich hören, sondern die Tatsache, dass die normalen Benutzer deutlich niedriger sind als 180 cm.

Das alles gibt es, es kann trotzdem schön sein - und es gibt aber dazwischen immer wieder offene Flächen und weniger unwegsame Wälder. Und wenn man Großherbivoren zu Hilfe nimmt, kommt man ganz schnell zu einer halboffenen Landschaft, die auf ganz andere Weise menschennah im Sinne von menschenfreundlich ist, als es moderne Großstädte und Autobahnen je sein werden.
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Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #306 am: 03. Dezember 2013, 13:41:21 »

... Und nicht für welche, mit Stacheldraht außenrum, in denen alles verboten ist. ...

ach, musst du ausgerechnet in besonders geschützten (und gegenüber störungen empfindlichen) biotopen durchlatschen?

der von dir so kritisierte, durch rechtsnormen bestimmte behördliche naturschutz kennt genau darum sowohl naturschutzgebiete, die weitgehend störungsfrei bleiben sollen (und für ihre funktion auch müssen) als auch landschaftsschutzgebiete, die neben naturschutzrelevanten aspekten auch der menschlichen erholung dienen sollen. frauenschuhsträuße für mutti sollte man in beiden gebietskategorien nicht pflücken, nur weil man gerade lust darauf hat und das früher vielleicht alle getan haben. ::)

Was verstehst du bitte unter störungsfrei? Welcher Frauenschuh wird als erstes abgepflückt, der mit Schild versehene am Wegesrand im Naturlehrpfad oder der versteckt wachsende auf einer privaten Wiese am Waldrand?

Viele wertvolle Flächen sind nur so wertvoll, eben weil sie ständig "gestört" werden. "Störung" im Sinne von ständig notwendigen Eingriffen des Menschen, wie beispielsweise die Verhinderung von dunklem Hochwald oder die ständige Mahd und abtransportieren des Mähgutes einer Trockenwiese. So wurden und werden die Flächen schon immer genutzt, und gerade deshalb gibt es dort die Artenvielfalt.

Man hat irgendwie den Anschein, als gäbe es unsere seltenen Pflanzen nur noch in ausgewiesenen Naturschutzgebieten ohne jegliche Eingriffe.


Du kannst dich ja mal erkundigen, was Berlin unternimmt, damit die Frauenschuhe nicht straußweise gepflückt werden und wie die naturbelassenen Habitate des Frauenschuhs in Berlin aussehen und ob sie eine Pflege brauchen.
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2013, 13:51:10 von Mediterraneus »
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tomir

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #307 am: 03. Dezember 2013, 13:56:49 »


Du kannst dich ja mal erkundigen, was Berlin unternimmt, damit die Frauenschuhe nicht straußweise gepflückt werden und wie die naturbelassenen Habitate des Frauenschuhs in Berlin aussehen und ob sie eine Pflege brauchen.

Eigenartige Diskussion ??? - Berlin war für Frauenschuhe noch nie sonderlich bekannt, könnte an der Geologie liegen...
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #308 am: 03. Dezember 2013, 14:02:44 »

Und noch was zum Nachlesen:

Leider kann ich von hier nicht verlinken, dort kommt nämlich der Gelbe Frauenschuh vor: "Naturschutzgebiet Mäusberg Rammersberg" einfach mal googeln.

Dort haben wir beides, ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet, das aber ständig gepflegt werden muss, weil es sonst verschwindet,

..... "deren Lebensraum größtenteils nur durch menschliche Einflussnahme in Form und Pflege der Flächen erhalten werden kann"

Die Frauenschuhe dort stehen übrigens noch, obwohl es nur 20 km von mir weg ist ;)
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #309 am: 03. Dezember 2013, 14:04:08 »


Du kannst dich ja mal erkundigen, was Berlin unternimmt, damit die Frauenschuhe nicht straußweise gepflückt werden und wie die naturbelassenen Habitate des Frauenschuhs in Berlin aussehen und ob sie eine Pflege brauchen.

Eigenartige Diskussion ??? - Berlin war für Frauenschuhe noch nie sonderlich bekannt, könnte an der Geologie liegen...

Ach, ich dachte nur, weil zwerggarten damit anfing, dass er sich vor Ort auskennt. ;)
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zwerggarten

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #310 am: 03. Dezember 2013, 14:30:09 »

wer richtig lesen kann, ist klar im vorteil: ich schrieb weder von frauenschuhen in berlin noch von eingriffen durch pflegemaßnahmen im sinne des naturschutzes. aber von mir aus kannst du recht haben, soviel du willst. ;D
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Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #311 am: 03. Dezember 2013, 14:44:32 »

Ich lerne gerne dazu. Und ich kenne mich nur hier aus. Beides schon gesagt.

Ich bin auch kein Akademiker.

Aber es gibt hier Frauenschuh und Waldvögelein, Diptam und Sonnentau. In unterschiedlichen Habitaten, mit unterschiedlichen geologischen und klimatischen Gegebenheiten, alle Habitate menschengemacht, kein Habitat davon ist völlig sich selbst überlassen. Und viele sind kein ausgewiesenes Schutzgebiet. Und ich beobachte und sehe, wie die Habitate gepflegt werden, und von wem. Und was passiert, wenn sie nicht gepflegt werden. Und ich pflege selber ein Habitat Streuobstwiese, weil mir die Vielfalt sowohl alter Obstsorten als auch der Magerwiese wichtig ist.

Ich halte mich also in dieser Hinsicht für nicht ganz ahnungslos ;)

PS: Es gibt hier selbstverständlich auch güllefahrende Bauern und Maisfelder. Leider.

Und eigentlich will ich mich mit dir auch nicht streiten :-* 8)
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2013, 14:48:34 von Mediterraneus »
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Katrin

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #312 am: 03. Dezember 2013, 15:23:42 »

wer richtig lesen kann, ist klar im vorteil: ich schrieb weder von frauenschuhen in berlin noch von eingriffen durch pflegemaßnahmen im sinne des naturschutzes.

So wie ich es verstanden habe, meintest du, geschlossene, unzugängliche, aber trotzdem gepflegte Naturschutzgebiete dürften nicht abgelehnt, sondern sollten begrüßt werden.

Daraufhin habe ich einen Post geschrieben, der sehr genau auf dieses Thema einging und du hast mit keinem Buchstaben darauf reagiert. Ich weiß nun nicht, ob du ihn nicht gelesen hast oder ob es dir hier nicht um Austausch, sondern um einseitige Wissensvermittlung geht. Oder um irgendetwas anderes, das ich nicht verstehe.
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"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."

ich

netrag

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #313 am: 03. Dezember 2013, 15:47:35 »

Hier mal die Ansicht der Verwaltung des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin,bzw. der gesetzlichen Festlegungen.

klick
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Herzl.Gruß aus der Schorfheide
netrag

Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #314 am: 03. Dezember 2013, 15:57:58 »

Sehr schön.

Auch, dass dort auch der Begriff "Kulturlandschaft" fällt und dass der "wirtschaftende Mensch in seiner Wirkung auf die Biosphäre miteinbezogen" wird.

Im Prinzip auch wieder z.B. Katrins Worte, dass es nur mit der Bevölkerung geht. Denn die pflegt und prägt die Landschaft

Leider gibt es nicht überall ausgewiesene Biosphärenreservate oder ähnliches. Die restliche Landschaft muss irgendwie ohne überleben.
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2013, 15:58:58 von Mediterraneus »
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