Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
01. Juli 2021, 09:34:04
Erweiterte Suche  
News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)

Neuigkeiten:

|15|12|Falls ihr eure Weihnachtseinkäufe sowieso online tätigt, dann schaut mal bitte bei unseren Partnerprogrammen rein.  :)

Seiten: 1 ... 21 22 [23] 24 25 ... 49   nach unten

Autor Thema: Wieviel naturnah ist menschenfern?  (Gelesen 49738 mal)

Janis

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3784
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #330 am: 03. Dezember 2013, 23:23:50 »

Janis: Meinst Du bei den Füchsen wirklich Scabies (Krätze) oder Rabies (Tollwut)?

Ersteres ist eine Milbenerkrankung, die relativ leicht behandelt werden kann.

Ich meine Scabies (Krätze oder Räude).
Dass Scabies gut zu behandeln ist, weiss ich, aber auch eine Behandlung gleich welcher Art wird abgelehnt.
Allerdings müssten die Tiere dazu eingefangen werden, damit eine kontinuierliche Therapie möglich ist.

Die Frage ist, ob eine Sich-Selbst-Überlassung der Füchse noch als Naturschutz bezeichnet werden kann.

Verluste an Nutztieren sind in dem Fall nicht eingetreten, aber es haben sich nachweislich Hunde an den erkrankten Füchsen angesteckt.
Gespeichert
LG Janis

enigma

  • Gast
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #331 am: 03. Dezember 2013, 23:25:52 »

Verluste an Nutztieren sind in dem Fall nicht eingetreten, aber es haben sich nachweislich Hunde an den erkrankten Füchsen angesteckt.


Ja und?
Gespeichert

Janis

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3784
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #332 am: 03. Dezember 2013, 23:29:26 »

Verluste an Nutztieren sind in dem Fall nicht eingetreten, aber es haben sich nachweislich Hunde an den erkrankten Füchsen angesteckt.


Ja und?

Und so kann sich diese hoch ansteckende Krankheit immer weiter verbreiten.
Gespeichert
LG Janis

enigma

  • Gast
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #333 am: 03. Dezember 2013, 23:35:46 »

Hä?

Du schreibst doch selbst, dass diese Milbenerkrankung gut behandelbar ist.

Anders herum: Wer einen Hund hat, ist dafür verantwortlich, auf das Wohlergehenm des Tieres zu achten.

Also z.B. den Hund an der Leine zu halten oder/und bei Anzeichen von Erkrankungen den Tierarzt aufzusiuchen.

Was das mit Naturschutz zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.
Gespeichert

troll13

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 13262
    • hydrangeas_garden
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #334 am: 03. Dezember 2013, 23:38:04 »

Aber auch ohne Naturschutz, da sich Füchse, wie andere Wildtiere auch in großstädtischen Bedingungen offenbar gut mit dem Menschen arrangiert haben.
Gespeichert
Gartenanarchist aus Überzeugung! Und ich bin kein Experte sondern immer noch neugierig...

uliginosa

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 7556
  • Carpe diem!
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #335 am: 03. Dezember 2013, 23:51:50 »

Zum Stichwort Besucherlenkung in Naturschutzgebieten in der (sehr pflegebedürftigen) Kulturlandschaft:
Das Leutratal bei Jena beherbergt spektakuläre, artenreiche Orchideenvorkommen. Zur Blütezeit rammeln da herdenweise Leute durch - durch Zäune auf den Wegen gehalten. Ans Orchideen pflücken denkt sowieso keiner, es geht eher darum, die Fotografen zu bremsen.

Das Gebot, auf den Wegen zu bleiben gibt es in den meisten Schutzgebietsverordnungen - soweit es sich eben nicht um Totalreservate handelt, in denen es keine Wege gibt, die dann eben gar nicht betreten werden dürfen.



Hier gibt es noch mehr Bilder von unserem Ausflug.
Gespeichert
Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli

Janis

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3784
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #336 am: 03. Dezember 2013, 23:52:26 »

Hä?

Du schreibst doch selbst, dass diese Milbenerkrankung gut behandelbar ist.

Anders herum: Wer einen Hund hat, ist dafür verantwortlich, auf das Wohlergehenm des Tieres zu achten.

Also z.B. den Hund an der Leine zu halten oder/und bei Anzeichen von Erkrankungen den Tierarzt aufzusiuchen.

Was das mit Naturschutz zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

In Deutschland normalerweise schon, hier würde man einen an Räude erkrankten Hund unter Beobachtung halten und nicht mehr herum streunen lassen.
Die an Räude erkrankten Füchse sind jedoch nicht in Deutschland dokumentiert worden, letztlich finde ich das aber für meine Fragestellung unerheblich.

Meine Frage war einfach die: darf Naturschutz bzw. die Sich-selbst-Überlassung der Natur so weit gehen, dass man hochgradig ansteckende und unheilbar kranke Tiere auch sich selbst überlässt, oder sollte in solchen Fällen der Mensch eingreifen, noch nicht mal unter Berücksichtigung, dass ihm, Haus-oder Nutztieren Schäden entstehen könnten, sondern einfach unter dem Gesichtspunkt der Hege?
Gespeichert
LG Janis

Mediterraneus

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 23580
  • Spessart: Wald, Main und Wein (310m ü.NN/7a)
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #337 am: 04. Dezember 2013, 07:31:58 »

Kulturlandschaften leben aber davon, vom Menschen bearbeitet und bestaunt zu werden, deswegen muss man hier anders vorgehen.

Auch nicht zum ersten Mal hier niedergeschrieben: Die Vielfalt an Kulturlandschaften hat die Zahl an Lebensräumen und damit die Artenvielfalt begünstigt und z.T. erst erschaffen.

Das hat sich aber gründlich geändert. Die heutige Kulturlandschaft wird zunehmend zu einer Agrarsteppe, wobei das Wort "Steppe" noch ein Euphemismus ist, assoziiert er doch eine Natürlichkeit, die gar nicht besteht.

Diese Umwandlung folgt ökonomischen Zwängen und ist gewollt. Und solange sich daran nichts ändert und alles unter dem Gesichtspunkt der Finanzierbarkeit betrachtet wird, wird sich auch an einer weiteren Nivellierung und damit Verarmung der Kulturlandschaft nichts Grundsätzliches ändern.

So entsteht eine neue "Kulturlandschaft", die eben Ausdruck dieser Zwänge ist: Auf der einen Seite Intensivlandwirtschaft bis an den Straßenrand, wo das letzte an Profit angestrebt wird, auf der anderen Seite aus der Nutzung entlassene Flächen, die eben nicht mehr genug Profit abwerfen und deshalb - aus Sicht eines bewahrenden Kulturlandschützers - verwahrlosen.

Dazwischen bleibt ein Rest an Kulturromantik, der das Landleben verklärt.

Das ist schon klar.

Aber was sind die Lösungsansätze?

In diversen Antworten scheint das einzige Allheilmittel ein Naturschutzgebiet zu sein. Gut. Dann beantrage ich mal ein Naturschutzgebiet für ganz Unterfranken. Hmm. Oberfranken ist auch noch sehr unberührt und unverdorben, das könnte man auch unter Naturschutz stellen. Und der Odenwald natürlich auch, da geh ich ab und zu mal hin.

Oder wir machen die Museumsmethode, überall gibt es einen kleinen umzäunten Zoo mit Schild davor und Fotoplattform.

Ich finde, es redet sich unheimlich leicht über Naturschutz. Aber alles kann er nicht richten.

Übrigens, Janis Einwand zeigt auch gleich ein neues Problem eines "Nationalparks" innerhalb dichtbesiedelter Gebiete auf. Wenn nicht genügend Platz vorhanden ist, kollidiert Natur mit alle ihren Krankheiten (Schweinepest) mit den Lebensräumen des Menschen und seinem Haustier. Stichwort: Bejagung. Aber das ist ein anderes Thema.

Gespeichert
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung

Mediterraneus

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 23580
  • Spessart: Wald, Main und Wein (310m ü.NN/7a)
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #338 am: 04. Dezember 2013, 07:33:16 »

Zum Stichwort Besucherlenkung in Naturschutzgebieten in der (sehr pflegebedürftigen) Kulturlandschaft:
Das Leutratal bei Jena beherbergt spektakuläre, artenreiche Orchideenvorkommen. Zur Blütezeit rammeln da herdenweise Leute durch - durch Zäune auf den Wegen gehalten. Ans Orchideen pflücken denkt sowieso keiner, es geht eher darum, die Fotografen zu bremsen.

Das Gebot, auf den Wegen zu bleiben gibt es in den meisten Schutzgebietsverordnungen - soweit es sich eben nicht um Totalreservate handelt, in denen es keine Wege gibt, die dann eben gar nicht betreten werden dürfen.



Hier gibt es noch mehr Bilder von unserem Ausflug.

 :D
Gespeichert
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung

Mediterraneus

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 23580
  • Spessart: Wald, Main und Wein (310m ü.NN/7a)
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #339 am: 04. Dezember 2013, 07:41:59 »

Hä?

Du schreibst doch selbst, dass diese Milbenerkrankung gut behandelbar ist.

Anders herum: Wer einen Hund hat, ist dafür verantwortlich, auf das Wohlergehenm des Tieres zu achten.

Also z.B. den Hund an der Leine zu halten oder/und bei Anzeichen von Erkrankungen den Tierarzt aufzusiuchen.

Was das mit Naturschutz zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

Vielleicht geht es in diese Richtung, ob z.B. Tollwutimpfungen noch mit Naturschutz zu tun haben. Oder ob Naturschutz nur "Pflanzenschutz" ist.
Im Prinzip dürfte in einem Schutzgebiet nicht in den Wildbestand eingegriffen werden, da Bär und Wolf für einen gesunden Bestand sorgen. Bär und Wolf haben aber definitiv zuwenig Platz, wir sind nicht Rußland oder Kanada. Also müsste die Bejagung es richten.

Bei der Tollwut geht nach meiner Meinung Menschenschutz vor Naturschutz.


Schon allein diese Problematik sollte bewusst sein, bei Errichtung eines Naturschutzgebietes, in dem nicht eingegriffen werden soll.
« Letzte Änderung: 04. Dezember 2013, 07:43:31 von Mediterraneus »
Gespeichert
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung

Mediterraneus

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 23580
  • Spessart: Wald, Main und Wein (310m ü.NN/7a)
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #340 am: 04. Dezember 2013, 07:51:38 »


..... Hier ist außerdem alles recht kleinräumig - durch die mir bekannten Schutzgebiete führen Straßen, Wanderwege und dort wohnen Menschen.


Vielleicht war Zwerggarten noch nie in einem bewohnten Naturschutzgebiet? ;)

Und überhaupt, der Aspekt "bewohnt" kommt mir in diesem ganzen Thread irgendwie zu kurz. Bzw. landete gleich in renitenter Landbevölkerung, die gegen alles ist. Diesen Schuh musste ich mir schon ziemlich am Anfang anziehen ;)
« Letzte Änderung: 04. Dezember 2013, 07:55:22 von Mediterraneus »
Gespeichert
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung

maigrün

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1741
  • südöstlich von berlin
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #341 am: 04. Dezember 2013, 08:56:14 »

mediterraneus, denkst du wirklich, dass deine signatur und die smileys diesen stuss rechtfertigen, den du uns hier grad zu lesen gibst?
Gespeichert
wenn das forum ein garten ist, dann sind die nicht nötigen zitate der giersch.

uliginosa

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 7556
  • Carpe diem!
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #342 am: 04. Dezember 2013, 09:16:32 »

Wie schon gesagt gibt es auch hier Wege und Straßen in (Natur-)schutzgebieten. Siedlungsbereiche, auch einzelne Häuser mit Gärten, werden i.d.R. ausgegrenzt.

Naturschutz, egal ob mit oder ohne Schutzgebiet sollte eigentlich immer Lebensraumschutz sein.
Unter "Pflanzenschutz" wird meist nur der Einsatz von Gift gegen Nutzpflanzenschädlinge verstanden. :-X

Zur Wildproblematik in Totalreservaten: Bei der Ausweisung von Totalreservaten in sächsischen Mooren tauchte die Frage auf, ob denn Wildschweine auch dort bejagt werden dürfen: Sie fressen in naheliegenden Wiesen und Äckern und vermehren sich reichlich. Rückzugsgebiete sind dann die Moore, wo sie in empfindlichen Bereichen erheblichen Schaden anrichten.

Gespeichert
Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli

enigma

  • Gast
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #343 am: 04. Dezember 2013, 09:21:56 »

Ähnliche Beispiele gibt es hier auch. Die Wildschweine leben in den Maisäckern in Saus und Braus, sie werden dort auch so gut wie nicht bejagt. Sind die Felder abgeerntet, gehen sie u.A. in die Trockenrasen und pflügen den Boden auf der Suche nach Fressbarem durch. Gerne gefressen werden die Knollen der Orchideen.

Solche Beispiele zeigen, dass die moderne Landwirtschaft Aiswirkungen hat, die weit über ihren unmittelbaren Einflussbereich hinausgehen.
Gespeichert

Katrin

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 10483
  • The best way to have a friend is to be one!
    • Geraniumhomepage, Gartenfotos und (neu!) Garten-Blog
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #344 am: 04. Dezember 2013, 09:46:48 »

mediterraneus, denkst du wirklich, dass deine signatur und die smileys diesen stuss rechtfertigen, den du uns hier grad zu lesen gibst?

Da ich nicht erkennen kann, warum Mediterraneus hier soviel Gegenwind hat, klärt mich vielleicht wer PM auf.

Ansonsten bin ich raus.
Gespeichert
"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."

ich
Seiten: 1 ... 21 22 [23] 24 25 ... 49   nach oben
 

Garten-pur.de Nutzungsbedingungen | Impressum | Datenschutzerklärung

Forum Garten-pur | Powered by SMF, Simple Machines
© 2001-2015 garten-pur. All Rights Reserved.
Garten-pur.de