Nun habe ich nach langer Zeit auch mal wieder Zeit zum Schreiben. Meine philosophische Gedankenwelt entspringt der bäuerlichen,christlichen Lebenshaltung.
Es beginnt bei Adam und Eva im Paradiese. Diese aßen von der Frucht der Erkenntnis und begannen zu denken und lebten nicht mehr in den Tag hinein, sondern planten, bauten an, veränderten die Umwelt. (Ich persönlich halte dies für die Erbsünde). Ja der Mensch hat schnell seine Umwelt geändert, durch Brandrodungen, Bergbau, Abholzen, nutzen der Wasserkraft. Aber in diesen neu gestalteten Lebensräumen entwickelte sich eine neue Flora und Fauna, die die Stärken und Schwächen des jeweiligen Gebietes nutzen lernte.(Für mich immer beeindruckend der Fichtenspargel.Eine Orchidee die in Fichtenreinkulturen wächst,besser auf Fichtenwurzeln schmarotzt und kein Clorophyll hat.Sie duftet penetrant nach Honig) Sie ist bedroht durch den Mischwald.
Oder viele Steppenpflanzen die nur durch Grasbrand die Möglichkeit haben, sich gegen das Steppengras durchzusetzen.( Mein Standartbeispiel:Die Australische Feuerlilie. Deren Samen müssen durch einen Brand/Hitze die Keimruhe verlieren.)
In unseren urbanen Welt ist die Flora und Fauna auf brachfallenden Industrie und Wohnflächen noch zu wenig erforscht. Aber auffällig ist doch Jedem, das Gras in der Fuge, der Löwenzahn im Teer bzw. Straße. Der Lattich, das Läusekraut, der Holunder, der plötzlich aus einem Mauerriß wächst. Der Sommerflieder der sich still und heimlich breit macht. Die Insekten die diesen Wandel teils ermöglichen, teils unterstützen und davon profitieren. Und plötzlich die Vögel die morgends ein Spektakel veranstalten um den Lärm mit ihrem Geschrei zu übertönen. Man wundert sich wo die plötzlich ihre Nester bauen.
Vom Briefkasten über den Lampenschirm, alles wird genutzt. Marder, Hauskatzen, Füchse, stellen das Raubtier gegen niedrige Säuger wie Ratten und Mäuse. Hunde sind nur an der Leine oder in befriedeten Gebieten zu finden. Aber Wildschweine sind schon wieder zu groß und gefährlich. Das Reh im Garten-lästig (meine Rosen!)
Meinen Tag plane ich. Meine Nahrung erzeuge oder erwerbe ich bedarfsgerecht in Stücken.
Wer von den Lesern hat schon selbst ein Tier zur Ernährung geschlachtet oder das Fleisch selbst zerteilt. Es ist einfacher an der Theke ein anonymes Stück Fleisch zu nehmen als selbst Hand anzulegen.
Aber es ist ein wohliges Gruseln, sich über "Massentierhaltung" über mangelhafte Tötung in Schlachthöfe auszulassen. Das aber immer alles Schneller und Billiger und immer bereit sein muß, das vergißt der Gutmensch.
Sehen wir uns die freie Wildbahn mal näher an. An schönen Tagen durchstreift der eifrige Naturliebhaber auf der Suche nach seinen Schätzen, das Unterholz, den Wald die Wiesen.
Das GPS bringt ihn sicher ans Ziel. Schöne Pflanzen werden nach gusto geknickt, zertreten oder gepflückt. (Warum macht keiner Eisenhutsträuße?) Die Reste von Nahrung, Verpackung und Verdauung werden Standortnah entsorgt. Die Wildtiere werden als Zooerlebnis wahrgenommen. Bambi lebt. Alles ist niedlich und nur für die Freude des Betrachters erschaffen.
Das es ein Leben und Sterben lassen ist, dass die Natur in unseren Augen, recht grausam ist, blenden wir nur all zu gerne aus. Wer stirbt schon freiwillig. Aber sagt das nicht viel über unser Verhältnis zu unserem eigenen Sterben aus? Von Geburt an ist klar: ich sterbe alles endet, mein Wissen meine Erfahrung, alles ist hinüber. Nichts bleibt Ich nehm nichts mit. Welch ein Glück, wie groß wären sonst unsere Köpfe.
Dass es Bereiche in der Natur geben sollte, die der Mensch nicht verändern sollte, die er noch nicht verändert hat, ist ok.
Nationalparks sind leider keine Lösung. Der Auerhahn wird im Schwarzwald über kurz oder lang verschwinden wenn er keine Blutauffrischung aus Schweden erhält. Die Inzucht läßt sonst grüßen. Der Luchs, die Wildkatze unauffällige Jäger die sich nicht auf Schutzgebiete beschränken lassen. Die Wölfe, sofort zur Dezimierung von Reh, Rot und Schwarzwild willkommen- hoffentlich wissen sie den Unterschied zu Joggern. Aber was machen wir mit Bären? Das sind nicht die kuscheligen Dinger aus dem Kinderzimmer- das sind Raubtiere.
Die sind nicht dressiert und bekommen ihr Fressen pünktlich um 10 Uhr
Was machen wir mit den Verrückten, die mit MGs auf Kühe halten zu ihrem Vergnügen, die Trophäen sammeln, die mit Quads jeden Erdweg nieder machen, die im Caprio im Winter mit offenem Verdeck ohne Minusgrade aber Schnee bis an den Gehweg fahren wollen. Wo drei Tage Regen eine Sintflut ist und der Sommer nur aus Sonnenschein und Party besteht?
Das Leben ist ein Kampf gegen die Natur. Ok heute nicht mehr gegen Bären,Wölfe und Drachen- aber gegen Bakterien, Viren Insekten.....
Glaubt bloß nicht, die Natur mag uns- denkt an die Schnecken. Sie versucht schon uns ins Handwerk zu pfuschen mit Naturgewalt

. Aber irgentwie sind wir bisher schlauer gewesen.
Aber irgentwann kommt der Tag.....

Dassind einige Gedanken von mir zu dem Thema
?