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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)

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Autor Thema: Wieviel naturnah ist menschenfern?  (Gelesen 49738 mal)

Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #345 am: 04. Dezember 2013, 12:57:04 »

Zu einer Diskussion gehören viele Diskussionspunkte. Da kann durchaus auch Stuss dabeisein.
Wenn maigrün mitdiskutieren würde (ich denke grade über den letzten Beitrag von maigrün zu dieser Diskusssion nach, wann und wo war der nochmal?) und vielleicht konkretisieren könnte, was hier Stuss sein soll, dann kann ich gerne antworten und vielleicht gebe ich dann auch den Stuss zu, oder maigrün lernt etwas. Könnte ja auch sein, rein theoretisch.



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LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

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Staudo

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #346 am: 04. Dezember 2013, 12:58:31 »

Es kann jedenfalls sehr erholsam sein, von einem Apfelbaum aus die Kulturlandschaft zu genießen.
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Rasen macht Männer glücklich. Die einen brauchen dazu einen Porsche, den anderen reicht ein Mäher.

Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #347 am: 04. Dezember 2013, 13:07:59 »

Einem unter Naturschutz stehenden Apfelbaum oder einem, der nicht in den Genuss kam?

Ein alter Apfelbaum (oder ein knorriger Birnbaum) ist für mich persönlich auch mit der schönste Ausfluss einer Kulturlandschaft. Ein Symbol für Mensch und Natur gleichermaßen :D
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Eva

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #348 am: 04. Dezember 2013, 13:23:27 »

@Janis:
wo bist du denn daheim? Aus der täglichen Diagnostik weiß ich, dass es Sarcoptes (zumindest beim Hund) in allen Ecken Deutschlands und Österreichs gibt. Die Schweiz scheint gerade mit der Fuchsräude besonders viel Zores zu haben
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martina 2

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #349 am: 04. Dezember 2013, 14:26:37 »

Ähnliche Beispiele gibt es hier auch. Die Wildschweine leben in den Maisäckern in Saus und Braus, sie werden dort auch so gut wie nicht bejagt. Sind die Felder abgeerntet, gehen sie u.A. in die Trockenrasen und pflügen den Boden auf der Suche nach Fressbarem durch. Gerne gefressen werden die Knollen der Orchideen.

Solche Beispiele zeigen, dass die moderne Landwirtschaft Aiswirkungen hat, die weit über ihren unmittelbaren Einflussbereich hinausgehen.

Oder sie kommen in die Städte

Siehe auch weiter unten der Link mit dem intelligenten Titel "Tiere, die so richtig wild machen".
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Schöne Grüße aus Wien!

Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #350 am: 04. Dezember 2013, 14:34:48 »

Die Säue fühlen sich überall wohl, wo sie Deckung haben und Nahrung in der Nähe ist.

Das sind Maisfelder, Dickichte (auch Naturschutzflächen) und/oder aber auch Stadtparks. Eine echte Plage hier momentan.
Bei der letzten Jagd wurden mal schnell 140 geschossen. Wieviele da noch übrig blieben, kann man sich ja ausrechnen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis zur Schweinepest, befürchte ich :-\
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Starking007

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #351 am: 04. Dezember 2013, 14:49:25 »

Säue und Mensch
sind zusammen mit Spanischer Wegschnecke und der Ratte
ein Quartet, welches fast immer zusammen auftaucht.
Der Giersch ist zu harmlos, als dass man ihn hier mit auflisten sollte.

Ich bin naturschutzmäßig aktiv, dienstlich und privat,
ich gärtnere mit Exoten, führe Trampeltouristen durch die Natur usw.

Wir alle doktoren nur marginal an den globalen Auswirkungen unseres Daseins rum,
kaschieren es ab und an mit Insektenhotels und schlauen Postings hier und anderswo.
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Gruß Arthur

Janis

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #352 am: 04. Dezember 2013, 14:49:43 »

@Janis:
wo bist du denn daheim? Aus der täglichen Diagnostik weiß ich, dass es Sarcoptes (zumindest beim Hund) in allen Ecken Deutschlands und Österreichs gibt. Die Schweiz scheint gerade mit der Fuchsräude besonders viel Zores zu haben

Ich wohne an der niedersächs. Nordseeküste, aber es geht nicht um die Gegend, in der ich lebe, und auch nicht um Sarcoptes bei Hunden, sondern um die bei Füchsen und anderen Wildtieren vorkommende Scabies und um die im Zusammenhang mit Naturreservaten gestellte Grundsatzfrage.

Aber ich ziehe meine Frage zurück, sie scheint mir doch zu speziell zu sein.
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LG Janis

Touluser

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #353 am: 04. Dezember 2013, 15:40:05 »

Nun habe ich nach langer Zeit auch mal wieder Zeit zum Schreiben. Meine philosophische Gedankenwelt entspringt der bäuerlichen,christlichen Lebenshaltung.

 Es beginnt bei Adam und Eva im Paradiese. Diese aßen von der Frucht der Erkenntnis und begannen zu denken und lebten nicht mehr in den Tag hinein, sondern planten, bauten an, veränderten die Umwelt. (Ich persönlich halte dies für die Erbsünde). Ja der Mensch hat schnell seine Umwelt geändert, durch Brandrodungen, Bergbau, Abholzen, nutzen der Wasserkraft. Aber in diesen neu gestalteten Lebensräumen entwickelte sich eine neue Flora und Fauna, die die Stärken und Schwächen des jeweiligen Gebietes nutzen lernte.(Für mich immer beeindruckend der Fichtenspargel.Eine Orchidee die in Fichtenreinkulturen wächst,besser auf Fichtenwurzeln schmarotzt und kein Clorophyll hat.Sie duftet penetrant nach Honig) Sie ist bedroht durch den Mischwald.
Oder viele Steppenpflanzen die nur durch Grasbrand die Möglichkeit haben, sich gegen das Steppengras durchzusetzen.( Mein Standartbeispiel:Die Australische Feuerlilie. Deren Samen müssen durch einen Brand/Hitze die Keimruhe verlieren.)

In unseren urbanen Welt ist die Flora und Fauna auf brachfallenden Industrie und Wohnflächen noch zu wenig erforscht. Aber auffällig ist doch Jedem, das Gras in der Fuge, der Löwenzahn im Teer bzw. Straße. Der Lattich, das Läusekraut, der Holunder, der plötzlich aus einem Mauerriß wächst. Der Sommerflieder der sich still und heimlich breit macht. Die Insekten die diesen Wandel teils ermöglichen, teils unterstützen und davon profitieren. Und plötzlich die Vögel die morgends ein Spektakel veranstalten um den Lärm mit ihrem Geschrei zu übertönen. Man wundert sich wo die plötzlich ihre Nester bauen.
Vom Briefkasten über den Lampenschirm, alles wird genutzt. Marder, Hauskatzen, Füchse, stellen das Raubtier gegen niedrige Säuger wie Ratten und Mäuse. Hunde sind nur an der Leine oder in befriedeten Gebieten zu finden. Aber Wildschweine sind schon wieder zu groß und gefährlich. Das Reh im Garten-lästig (meine Rosen!)
Meinen Tag plane ich. Meine Nahrung erzeuge oder erwerbe ich bedarfsgerecht in Stücken.
Wer von den Lesern hat schon selbst ein Tier zur Ernährung geschlachtet oder das Fleisch selbst zerteilt. Es ist einfacher an der Theke ein anonymes Stück Fleisch zu nehmen als selbst Hand anzulegen.
Aber es ist ein wohliges Gruseln, sich über "Massentierhaltung" über mangelhafte Tötung in Schlachthöfe auszulassen. Das aber immer alles Schneller und Billiger und immer bereit sein muß, das vergißt der Gutmensch.

Sehen wir uns die freie Wildbahn mal näher an. An schönen Tagen durchstreift der eifrige Naturliebhaber auf der Suche nach seinen Schätzen, das Unterholz, den Wald die Wiesen.
Das GPS bringt ihn sicher ans Ziel. Schöne Pflanzen werden nach gusto geknickt, zertreten oder gepflückt. (Warum macht keiner Eisenhutsträuße?) Die Reste von Nahrung, Verpackung und Verdauung werden Standortnah entsorgt. Die Wildtiere werden als Zooerlebnis wahrgenommen. Bambi lebt. Alles ist niedlich und nur für die Freude des Betrachters erschaffen.
Das es ein Leben und Sterben lassen ist, dass die Natur in unseren Augen, recht grausam ist, blenden wir nur all zu gerne aus. Wer stirbt schon freiwillig. Aber sagt das nicht viel über unser Verhältnis zu unserem eigenen Sterben aus? Von Geburt an ist klar: ich sterbe alles endet, mein Wissen meine Erfahrung, alles ist hinüber. Nichts bleibt Ich nehm nichts mit. Welch ein Glück, wie groß wären sonst unsere Köpfe.
Dass es Bereiche in der Natur geben sollte, die der Mensch nicht verändern sollte, die er noch nicht verändert hat, ist ok.
Nationalparks sind leider keine Lösung. Der Auerhahn wird im Schwarzwald über kurz oder lang verschwinden wenn er keine Blutauffrischung aus Schweden erhält. Die Inzucht läßt sonst grüßen. Der Luchs, die Wildkatze unauffällige Jäger die sich nicht auf Schutzgebiete beschränken lassen. Die Wölfe, sofort zur Dezimierung von Reh, Rot und Schwarzwild willkommen- hoffentlich wissen sie den Unterschied zu Joggern. Aber was machen wir mit Bären? Das sind nicht die kuscheligen Dinger aus dem Kinderzimmer- das sind Raubtiere.
Die sind nicht dressiert und bekommen ihr Fressen pünktlich um 10 Uhr
Was machen wir mit den Verrückten, die mit MGs auf Kühe halten zu ihrem Vergnügen, die Trophäen sammeln, die mit Quads jeden Erdweg nieder machen, die im Caprio im Winter mit offenem Verdeck ohne Minusgrade aber Schnee bis an den Gehweg fahren wollen. Wo drei Tage Regen eine Sintflut ist und der Sommer nur aus Sonnenschein und Party besteht?

Das Leben ist ein Kampf gegen die Natur. Ok heute nicht mehr gegen Bären,Wölfe und Drachen- aber gegen Bakterien, Viren Insekten.....
Glaubt bloß nicht, die Natur mag uns- denkt an die Schnecken. Sie versucht schon uns ins Handwerk zu pfuschen mit Naturgewalt ::). Aber irgentwie sind wir bisher schlauer gewesen.
Aber irgentwann kommt der Tag..... ;D
Dassind einige Gedanken von mir zu dem Thema

?
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Zwiebeltom

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #354 am: 04. Dezember 2013, 15:45:47 »

(Für mich immer beeindruckend der Fichtenspargel.Eine Orchidee die in Fichtenreinkulturen wächst,besser auf Fichtenwurzeln schmarotzt und kein Clorophyll hat.Sie duftet penetrant nach Honig) Sie ist bedroht durch den Mischwald.
 

Der Fichtenspargel ist keine Orchidee, sondern gehört in die Familie der Heidekrautgewächse.
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Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #355 am: 04. Dezember 2013, 15:47:45 »

Trotzdem Applaus! :D
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Mediterraneus

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Janis

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #356 am: 04. Dezember 2013, 15:51:45 »

Die Wölfe, sofort zur Dezimierung von Reh, Rot und Schwarzwild willkommen- hoffentlich wissen sie den Unterschied zu Joggern.

Super, das Märchen vom bösen Wolf, der kleine Kinder frisst, hat noch gefehlt.

Jetzt beschränke ich mich wirklich auf Gänseblümchen + Co.
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LG Janis

Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #357 am: 04. Dezember 2013, 16:01:39 »

Das macht er sicher nicht.

Aber wie groß muss denn ein Revier für einen Wolf sein. Mehrere 100 Quadratkilometer, denke ich.
Haben wir überall soviel Platz, dass Wölfe unseren Wildbestand regeln können? Ich denke, es wird eine Illusion bleiben, den Wolf und den Bären wieder heimisch zu machen. Zumindest wenn noch soviele von uns dableiben.
Wir haben ja mit Mardern schon Probleme. Oder mit Grasmilben.
« Letzte Änderung: 04. Dezember 2013, 16:04:49 von Mediterraneus »
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Mediterraneus

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planwerk

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #358 am: 04. Dezember 2013, 16:06:33 »

(Für mich immer beeindruckend der Fichtenspargel.Eine Orchidee die in Fichtenreinkulturen wächst,besser auf Fichtenwurzeln schmarotzt und kein Clorophyll hat.Sie duftet penetrant nach Honig) Sie ist bedroht durch den Mischwald.
 

Der Fichtenspargel ist keine Orchidee, sondern gehört in die Familie der Heidekrautgewächse.

Er meinte Neottia nidus-avis, Vogelnestwurz, die duftet nach Honig. Schmarotzt nicht sondern tauscht sich Pilzen aus.
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Staudige Grüße vom Chiemsee!

Eva

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #359 am: 04. Dezember 2013, 16:07:08 »

Den Vergleich Wolf-Grasmilbe hab ich jetzt so noch nicht gehört ;D ::)
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